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Mangels Haftgründen wurde der Beschuldigte in den Abendstunden auf freien Fuß gesetzt

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Datendiebstahl: Tatverdächtiger Hacker festgenommen

Festnahme eines Tatverdächtigen im Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Ausspähens und der unberechtigten Veröffent lichung personenbezogener Daten von Politikern, Journalisten und Personen des öffentlichen Lebens

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) und das Bundeskriminalamt (BKA) haben in den Abendstunden des 06.01.2019 die Wohnung eines Tatverdächtigen in Mittelhessen durchsucht und diesen vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen wegen des Ver dachts des Ausspähens und der unberechtigten Veröffentlichung personenbezoge ner Daten von Politikern, Journalisten und Personen des öffentlichen Lebens wur den durch die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskrimi nalamt, das eine Besondere Aufbauorganisation (BAO) eingerichtet hatte, seit dem 04.01.2019 mit Hochdruck geführt.

Der 20jährige deutsche Staatsangehörige steht im Verdacht, personenbezogene Daten von Politikern, Journalisten und von Personen des öffentlichen Lebens aus gespäht zu haben. Die erlangten personenbezogenen Daten (insbesondere Tele fonnummern, Anschriften, Kreditkartendaten, Bildaufnahmen und Kommunikation) soll der Beschuldigte im Dezember 2018 unter Nutzung von TwitterAccounts veröf fentlicht haben. Auf den TwitterAccounts waren Verlinkungen zu anderen Plattfor men oder sogenannten FilehostingDiensten enthalten, auf denen die ausgespähten personenbezogenen Daten abgelegt waren. Neben ausgespähten Daten soll der Beschuldigte auch persönliche Daten von Politikern, Journalisten und von Personen des öffentlichen Lebens aus öffentlich zugänglichen Quellen gesammelt haben. Auf Twitter soll der Beschuldigte die Bezeichnungen „G0d“ und „0rbit“ verwendet haben, zum Teil soll er für die Veröffentlichungen der ausgespähten Daten auch einen ge kaperten TwitterAccount eines auf der Plattform YouTube aktiven Künstlers genutzt haben. Zur Anonymisierung seines Internetanschlusses bei den unberechtigten Veröffentlichungen soll der Beschuldigte einen sogenannten VPNDienst verwendet haben.

Der Beschuldigte wurde am 07.01.2019 durch den sachleitenden Oberstaatsanwalt und Beamte des Bundeskriminalamts vernommen. Er hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe umfassend eingeräumt und über eigene Straftaten hinaus Aufklärungshilfe geleistet. Mangels Haftgründen wurde der Beschuldigte in den Abendstunden des 07.01.2019 auf freien Fuß gesetzt und die vorläufige Festnahme aufgehoben. Die im Rahmen der Durchsuchungsmaßnahme sichergestellten Beweismittel, insbe sondere Computer und Datenträger, werden derzeit umfassend ausgewertet. Auf grund der Angaben des Beschuldigten konnte ein Computer, den dieser 2 Tage vor der Durchsuchung beiseite geschafft hatte, und ein DatenBackup bei einem SharehostingDienst aufgefunden und sichergestellt werden.

Im Rahmen der Vernehmung gab der Beschuldigte an, bei den Datenausspähungen und den unberechtigten Datenveröffentlichungen allein agiert zu haben. Die Ermitt lungen haben bislang keine Hinweise auf eine Beteiligung Dritter ergeben. Zu seiner Motivation gab der Beschuldigte an, aus Verärgerung über öffentliche Äußerungen der betroffenen Politiker, Journalisten und Personen des öffentlichen Lebens ge handelt zu haben.

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt be danken sich bei den beteiligten Polizeibehörden der Bundesländer und beim Bun desamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) für die hervorragende Zu sammenarbeit.

erschienen am: 2019-01-08 im europaticker



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