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NRW-Landesregierung erarbeitet neuen Bußgeldkatalog - Umweltministerin Heinen: "Der öffentliche Raum ist kein Aschenbecher"

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Kölner Stadt-Anzeiger: Höhere Strafen für weggeworfene Zigarettenkippen

Raucher, die ihre Zigarettenkippe auf die Straße werfen, müssen künftig mit drastischeren Strafen rechnen. Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstagausgabe). Die NRW-Landesregierung erarbeitet derzeit einen neuen Entwurf für den "Bußgeldkatalog Umwelt". Bislang ist in dem Katalog ein Richtwert von 25 Euro vorgesehen. Wie das NRW-Umweltministerium der Zeitung mitteilte, soll die Strafe künftig auf 100 Euro angehoben werden. "Der öffentliche Raum ist kein Aschenbecher ", sagte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Viele Raucher wüssten nicht, dass ein Zigarettenstummel zwischen 500 und 1000 Liter Wasser verunreinigen könne, sagte die CDU-Politikerin. "Und wird ein Stummel auf der Straße weggeworfen, kann es fast zwölf Jahre dauern, bis er zerfällt", so Heinen-Esser.

Ziel des Bußgeldkatalogs ist es, eine landeseinheitliche Praxis beim Ahnden von Ordnungswidrigkeiten im Umweltbereich herbeizuführen. "Angesichts der Verschmutzung öffentlicher Plätze, Straßen und Gehwege durch achtlos weggeworfene Zigarettenstummel sehe ich die Kommunen in der Pflicht, diese unzulässige Abfallentsorgung zu ahnden", sagte die Ministerin. Die Höhe der Strafandrohung ist für die Kommunen aber nicht bindend.

Besonders gefährlich sind Zigarettenstummel auf Kinderspielplätzen, da sie Arsen, Kupfer, Blei und andere Chemikalien enthalten. Die Informationszentrale gegen Vergiftungen mit Sitz in Bonn teilte auf Anfrage mit, dass international mehr als 8000 Fälle bekanntgeworden sind, in den Kinder die Kippen verschluckt hatten.

erschienen am: 2019-04-14 im europaticker



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