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Borkener Kreistagsabgeordnete informierten sich vor Ort über Aufgaben und aktuelle
Lage der „Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen"

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Künftiger Verbleib der radioaktiven Abfälle offen – Zwischenlager in Ahaus weiterhin eine Option

Eine Reihe von Abgeordneten des Borkener Kreistages informierte sich in den vergangenen Tagen vor Ort über die Aufgaben und aktuelle Lage der "Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen" (JEN). Anlass für die Fahrt in den Kreis Düren: Als eine von drei Alternativen wird von Bund und Land NRW die Option geprüft, die dort eingelagerten radioaktiven Abfälle in das Brennelement-Zwischenlager Ahaus zu transportieren. Begleitet wurden die Kreistagsmitglieder von Kreisdechant Propst Christoph Rensing und Kreisdekanatsgeschäftsführer Matthias Schlettert von der katholischen und Superintendent Joachim Anicker von der evangelischen Kirche. Zuvor hatten bereits Mitte des vergangenen Jahres die Angehörigen einer interfraktionellen Arbeitsgruppe des Kreistages sowie Führungskräfte der Kreisverwaltung und der Stadtverwaltung Ahaus unter Leitung von Landrat Dr. Kai Zwicker und Bürgermeisterin Karola Voß den JEN-Standort in Augenschein genommen.

Bei den Besuchen in Jülich stellte sich der Vorsitzende der JEN-Geschäftsführung, Diplom-Ingenieur Rudolf Printz, den Fragen der Besucher aus dem Westmünsterland und gab umfassende Informationen zu den Aufgaben seines Unternehmens. Dazu zählen die Stillegung und der Rückbau nuklearer Anlagen in Jülich sowie die Entsorgung und Zwischenlagerung der dort anfallenden radioaktiven Abfälle. Finanziert wird JEN durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das NRW-Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie. Rudolf Printz betonte, bei der Entsorgung gehe es unverändert um drei Optionen, da das derzeitige Zwischenlager auf dem JEN-Gelände zwingend geräumt werden müsse:

der Transport in die USA als Ursprungsland des Kernbrennstoffs und die dortige schadlose Verwertung der Transport in das Zwischenlager Ahaus der Bau eines neuen Zwischenlagers am Standort Jülich.

Alle drei Alternativen würden unvoreingenommen mit gleicher Intensivität geprüft. Klar sei dabei, dass für jede dieser Alternativen hohe Realisierungshürden bestehen, so dass Lösungen derzeit kaum absehbar seien. Bereits mehrfach in der Vergangenheit habe JEN kurz vor der Lösung von Transportfragen gestanden, als verschärfte Vorschriften mit erhöhten Standards wieder völlig neue Planungen erforderlich machten.

Zur Vorgeschichte:

Im September 2016 lehnte der Kreistag Borken in einer einstimmig gefassten Resolution den Transport von Castorbehältern aus Jülich in das Zwischenlager Ahaus ab. Zudem mahnte er eine bessere Information und Kommunikation durch JEN und die beteiligten Behörden an und forderte weitere Alternativen, insbesondere den Verbleib in Jülich, intensiv zu prüfen.

Die verantwortlichen Stellen des Bundes und Landes informierten daraufhin, dass die drei genannten Optionen geprüft würden. Mitte 2018 bat der Kreis Borken erneut um Informationen zum aktuellen Stand der Planungen sowie zum weiteren Verfahren. Daraufhin sprach JEN die Einladung zur Besichtigung des Zwischenlagers in Jülich aus.

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Nachdem bereits Mitte des letzten Jahres eine erste Gruppe von Kreistagsmitgliedern sowie Führungskräften der Stadt Ahaus und des Kreises Borken in Jülich waren, informierten sich nun weitere Abgeordnete vor Ort über die Entsorgungsplanungen.

http://www.presse-service.de/medienarchiv.aspx?medien_id=201119

Nachdem bereits Mitte des letzten Jahres eine erste Gruppe von Kreistagsmitgliedern sowie Führungskräften der Stadt Ahaus und des Kreises Borken in Jülich waren, informierten sich nun weitere Abgeordnete vor Ort über die Entsorgungsplanungen.

http://www.presse-service.de/medienarchiv.aspx?medien_id=201120

erschienen am: 2019-04-15 im europaticker



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