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MOL und Aurora rechnen bei Aktivitäten in Deutschland mit starkem Wachstum und sehen eine
Expansion nach Zentral- und Osteuropa als attraktive Chance

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MOL steigt mit Übernahme der Aurora Gruppe* in Verarbeitung von recyclebaren Kunststoffen ein

Die MOL Gruppe verkündet die Unterzeichnung eines Kaufvertrages zur Übernahme von Aurora, einem auf die Verarbeitung recyclebarer Kunststoffe spezialisierten Unternehmen, dessen Produktionsstätten in der Nähe von Automobilherstellern und Kunststoffverarbeitungsclustern in Süddeutschland angesiedelt sind. Aurora ist ein mittelständisches deutsches Unternehmen, ansässig in Neuenstein, mit einem einzigartigen „Lean-Logistic”-Konzept zur Sammlung, Zerkleinerung und Mischung von postindustriellen Kunststofffehlteilen für die Weiterverwendung im Automotive-Bereich und anderen Industrien. Das Unternehmensportfolio besteht größtenteils aus technischen Kunststoffen und Polypropylen-Compounds auf Rezyklatbasis.

Durch dieses Investment ist MOL in der Lage, eine umfangreiche Auswahl an hochqualitativen Polyamiden, Polypropylenen und anderen Compounds auf Rezyklatbasis anzubieten und damit das vorhandene Portfolio an fabrikneuen Polypropylenen und Polyethylenen zu ergänzen. Das Knowhow und das kreislaufbasierte Logistiksystem von Aurora wird es den Kunden von MOL ermöglichen, auf effiziente Art und Weise den Recyclinganteil in den verschiedenen Endprodukten zu erhöhen.

Ferenc Horvath, Executive Vice President of Downstream der MOL Gruppe, kommentiert die Übernahme: „In Einklang mit der MOL Strategie 2030 haben wir einen weiteren Meilenstein unserer Transformation zu einem führenden Chemieunternehmen in Zentral- und Osteuropa erreicht. Die Partnerschaft mit Aurora wird es ermöglichen, unser petrochemisches Segment zu vergrößern und aufzuwerten sowie unser Profil in der Automobilzulieferindustrie zu stärken. Als etabliertes Unternehmen im Polymer-Bereich wollen wir dafür die Stärken unseres integrierten Geschäftsmodells nutzen, während die Flexibilität von Aurora als unabhängiger Kunststoff-Compoundeur erhalten bleibt. Gleichzeitig ergänzt das Betriebsprofil von Aurora unsere Initiativen im Recyclingbereich und bekräftigt unser Engagement für Nachhaltigkeit sowie zur regenerativen Kreislaufwirtschaft.”

Dr. György Bacsa, Senior Vice President of Group-Strategic Operations and Corporate Development der MOL Gruppe: „Wir sind stolz, ein weiteres erfolgreiches Investment auf dem Weg zu petrochemischem Wachstum abgeschlossen und damit einen wichtigen Meilenstein der MOL Strategie erreicht zu haben. Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit mit unserem neuen Partner und glauben an die Fortsetzung und Ausweitung des bisherigen Erfolges von Aurora als Teil der MOL Gruppe.“

Gerhard Schweinle, Gründer und Mitglied der Geschäftsführung von Aurora: „Wir sind uns sicher, mit MOL den idealen Partner für unser Unternehmen gefunden zu haben, um unsere ambitionierten Ziele im Hinblick auf die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz noch intensiver als zuvor voranzutreiben. Unter dem Dach eines der führenden Anbieter für Polymere in Europa wird Aurora seine Kompetenzen im Aufarbeiten von technischen Kunststoffen weiter ausbauen. Durch unser umfangreiches Angebot an nachhaltig hergestellten Produkten sowie die langjährige Erfahrung von MOL können wir uns intensiver für den Schutz unserer Rohstoffressourcen und die Umweltentlastung einsetzen. Gemeinsam mit MOL schreiben wir die Erfolgsgeschichte von Aurora fort und werden unser Wachstum noch beschleunigen.“

Einer der Eckpfeiler der MOL Strategie 2030 ist die Erweiterung der petrochemischen Wertschöpfungskette des Unternehmens. Zu diesem Zweck plant MOL, bis zum Ende der nächsten Dekade ungefähr EUR 4,5 Milliarden in chemische und petrochemische Wachstumsprojekte zu investieren. Compoundierung und Recycling sind zwei der Kernbereiche der Strategie 2030 und die Automobilindustrie ist ein strategischer Sektor, in dem sowohl MOL als auch Aurora einen wachsenden Bedarf an recyclierten Materialien ausmachen.

Die Transaktion unterliegt der Genehmigung durch die zuständigen Kontrollbehörden.

* Die Aurora Gruppe besteht aus Aurora Kunststoffe GmbH, Aurora Kunststoffe VS GmbH und Aurora Kunststoffe Walldürn GmbH.

Über die MOL Gruppe

Die MOL Gruppe ist ein integriertes, international tätiges Öl- und Gasunternehmen mit Stammsitz in Budapest, Ungarn. Die Gruppe ist in mehr als 30 Ländern mit einer dynamischen internationalen Belegschaft von 26.000 Mitarbeitern und einer mehr als hundertjährigen Erfolgsgeschichte im Energiebereich tätig. Die Explorations- und Produktionsaktivitäten der MOL Gruppe werden durch die Erfahrung von über 80 Jahren im Bereich Kohlenwasserstoff unterstützt. Derzeit wird in acht Ländern produziert, in dreizehn Ländern gibt es Explorationsgebiete. Die MOL Gruppe betreibt vier Raffinerien und zwei petrochemische Anlagen in einer integrierten Lieferkette in Ungarn, der Slowakei und Kroatien und besitzt ein Netzwerk von fast 2.000 Tankstellen in insgesamt neun Ländern Zentral- und Südosteuropas. Die MOL Gruppe ist ein Anbieter von Polymerprodukten wie zum Beispiel Polypropylen, Polyethylene niedriger und hoher Dichte mit einem jährlichen Absatz von mehr als tausend Kilotonnen.

Über die Aurora Gruppe

Die Aurora Kunststoffe GmbH, gegründet im Jahr 2009, ist ein familiengeführtes mittelständisches Unternehmen mit Hauptsitz in Neuenstein (Deutschland), welches sich auf die Herstellung von hochqualitativen technischen Kunststoff-Compounds fokussiert hat. Am Hauptsitz sowie in den beiden Mahlgutzentren in Walldürn und Villingen-Schwenningen verwertet Aurora ausschließlich sortenreine technische Kunststoffreste aus der Industrie, die in einem ressourcen- und umweltschonenden Prozess zu Kunststoff-Mahlgütern, -Granulaten und -Compounds aufgearbeitet werden. Zur Produktpalette gehören Materialien auf Basis von beispielsweise PA 6, PA 6.6, PA 11, PA 12, POM, PP, PC und PC-ABS, die an Kunden aus der Automobilindustrie sowie aus der Möbel-, Elektro-, Bau- und Maschinenindustrie geliefert werden. Das einzigartige Aurora Lean-Logistic-Konzept besteht aus einem eigenen Fuhrpark sowie einem Boxenkonzept zur Perfektion sortenreiner Sammlung von Kunststoffen. Dadurch verfügt Aurora über einen weitreichenden Rohstoffzugang aus hochqualitativen Sekundärrohstoffen. Anfang 2019 wurde außerdem eine neue hochmoderne Compoundierung in Neuenstein mit einer Produktionskapazität von 15.000 Jahrestonnen fertiggestellt.

erschienen am: 2019-04-15 im europaticker



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