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Kompost- und Biogasverband für Bio-Kreislauf-Sackerl und deren Mehrfachnutzung

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KBVÖ nach "Plastik-Gipfel" optimistisch

Hubert Seiringer, Obmann des Kompost- und Biogas Verbands Österreichs (KBVÖ), forderte als Teilnehmer des "Plastik-Gipfels" biologisch vollständig abbaubare Obst- und Gemüsebeutel und die EN 13432-Zertifizierung (Kompostierbarkeits-Nachweis) als Mindeststandard für alle Einweg-Tragtaschen. Beim Gespräch mit Vertretern der Bundesregierung, des Handels und NGOs brachte Seiringer als Begründer der Initiative "Alles in Bio" Vorschläge für eine Mehrfachnutzung biologisch abbaubarer Sackerl ein. Die Initiative wird unterstützt von: Land Kärnten, Land Niederösterreich, Umwelt Land Oberösterreich, Land Steiermark Lebensressort, Land Tirol, Landwirtschaftskammer Österreich, Ökosoziales Forum Österreich und zahlreichen weiteren Partnern.

Initiative "Alles in Bio" für Bio-Kreislauf-Sackerl als Obst- und Gemüsebeutel und EN 13432-Zertifizierung als Mindeststandard für alle Einweg-Tragtaschen

Die Initiative "Alles in Bio" fordert, dass alle leichten Knotenbeutel (zum Beispiel aus der Obst- und Gemüseabteilung) bundesweit nur mehr aus leicht abbaubaren Kunststoffen bestehen und mit einem einheitlichen Logo als "Bio-Kreislauf-Sackerl" gekennzeichnet sind. Nach dem Einkauf und der Aufbewahrung der Lebensmittel kann dieses im Sinne der Mehrfachnutzung zum Sammeln von Bioabfällen genutzt und gemeinsam mit diesen entsorgt werden. So kann die Bioabfallsammlung optimiert und der Restmüll reduziert werden. Gefordert wird zudem, dass auch alle anderen Plastiksackerl zumindest der Norm EN 13432 entsprechen müssen, sodass sie die Umwelt nicht mit Plastikrückständen verschmutzen, sollten sie irrtümlich dorthin gelangen.

Seiringer: "Problem Plastiksackerl könnte demnächst der Vergangenheit angehören"

KBVÖ-Obmann Hubert Seiringer zeigte sich über den Verlauf des "Plastik-Gipfels" im Bundeskanzleramt und der anschließenden Pressekonferenz mit Vertretern der Bundesregierung erfreut: "Unsere Initiative "Alles in Bio", die von einer Online-Petition mit fast 10.000 Unterstützern begleitet wird, hat die Bundesregierung zum Handeln bewegt. Das Vorhaben, Plastiksackerl zu verbieten, wurde von den Regierungsvertretern bekräftigt. Das geplante Verbot von Plastiksackerl geht weit über die EU-Vorgaben hinaus. Damit positioniert sich Österreich in den vorderen Reihen im Kampf gegen Plastikverschmutzung. Das Problem Plastiksackerl könnte demnächst der Vergangenheit angehören."

Weitere Informationen unter: https://biosackerl.at

Das breit angelegte "Bündnis für das österreichische Bio-Kreislauf-Sackerl" wurde vom Kompost & Biogas Verband Österreich ins Leben gerufen und wird bereits von vielen Partnern unterstützt. Die Partner in alphabetischer Reihenfolge: ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände, Bio Austria, Burgenländischer Müllverband, First Zero Waste & Organic Cycle Organisation, Institut für Abfallwirtschaft (ABF-BOKU), Kompost & Biogas Verband Österreich, Land Kärnten, Land Niederösterreich, Umwelt Land Oberösterreich, Land Steiermark Lebensressort, Land Tirol, Landwirtschaftskammer Österreich, NÖ Landesfischereiverband, NÖ Umweltverbände, Ökoregion Kaindorf, Ökosoziales Forum Österreich, Österreichischer Alpenverein, der Verband Abfallberatung Österreich sowie Zero Waste Austria.

Der Kompost- und Biogasverband Österreich steht für die organische Kreislaufwirtschaft, die technologisch möglich, ökologisch notwendig und wirtschaftlich sinnvoll ist. Der Schutz der Böden und des Wassers, die Klimavorsorge und die Bestrebungen in der Politik eine nachhaltige Wirtschafts- und Lebensweise in der Gesellschaft zu verankern, bestimmen unser Tätigkeitsfeld. Humusaufbau, Bioenergie und Kohlenstoffbindung sind die Themen unserer Zeit. In diesem Sinne vertritt der Kompost- und Biogasverband Österreich die Interessen Aller und setzt dabei auf Information und Weiterbildung, um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.

Handel unterstützt Umsetzung des gesetzlichen Kunststoffsackerl-Verbots
Plastik-Gipfel im Bundeskanzleramt

erschienen am: 2019-01-09 im europaticker



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