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NLWKN: Überflutungsgefahr für Strände, Vorländer und Hafenflächen

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Niedersächsische Küste stellt sich auf Sturmflut ein

Eine Sturmflut mit deutlich erhöhten Wasserständen steht der niedersächsischen Küste bevor. Nach Berechnungen des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) wird das Nachmittagshochwasser dabei örtlich zwischen 1,75 und 2,25 Meter über dem mittleren Tidehochwasser auflaufen. Es bestehe Überflutungsgefahr für Strände, Vorländer und Hafenflächen, warnt der Sturmflutwarndienst des NLWKN in Norden. Auch für die Nacht auf Dienstag sowie für die frühen Morgenstunden des 9. Januars erwarten die Experten des Landesbetriebs erhöhte Wasserstände.

„Für die Ostfriesischen Inseln wurde auf Basis der bisherigen Prognosen heute gemäß Deichverteidigungsplan die Deichverteidigungsstufe zwei ausgerufen", erklärt Annika Podorf, zuständige Aufgabenbereichsleiterin Inselschutz in der NLWKN-Betriebsstelle Norden-Norderney. Der Deichverteidigungsplan regelt die Vorbereitung, Koordinierung und Durchführung der im Sturmflutfall zu treffenden Deichverteidigungsmaßnahmen. Im Rahmen der aktuellen Warnstufe sieht er vor allem das Schließen ausgewählter, besonders exponierter Siele und Deckwerkscharte vor. „Die eingeleiteten Sicherungsmaßnahmen werden in enger Abstimmung mit allen relevanten Institutionen von Mitarbeitern der NLWKN-Betriebshöfe auf den Inseln sowie der Gemeinden und Kurverwaltungen durchgeführt", so Podorf weiter.

Auf dem Festland bereitet sich der NLWKN darauf vor, gegebenenfalls verschiedene Sperrwerke zur Abwehr der Sturmflut am frühen Dienstagnachmittag schließen zu müssen. Während der Eingriff von Hunte-, Lesum- und Ochtumsperrwerk bereits als sicher gilt, steht die endgültige Entscheidung zur Schließung des Emssperrwerks bei Gandersum noch aus. Sie wird auf Basis aktualisierter Vorhersagen am Dienstagvormittag getroffen.

Besonders aufmerksam beobachtet man in Norden die anstehende Sturmflut auch mit Blick auf jene Gefahren, die von Treibgut ausgehen: Vor dem Hintergrund der Havarie des Frachters MSC Zoe in der vergangenen Woche treibt nach wie vor ein Teil der verlorengegangenen Ladung in der Nordsee. „Aufgrund der kurzen zeitlichen Distanz und der Tatsache, dass bisher nicht alle vermissten Container geortet werden konnten, sind weitere Materialanlandungen auf Borkum, Juist und Norderney durchaus denkbar", heißt es beim NLWKN in Norden.

Neben der erwarteten Sturmflut am Dienstagnachmittag rechnet der Sturmflutwarndienst des NLWKN auch für Mittwoch mit erhöhten Wasserständen, die nach aktueller Prognose allerdings geringer ausfallen werden. Die regelmäßig aktualisierten Wasserstandsvorhersagen des Sturmflutwarndienstes sind jederzeit online unter www.nlwkn.niedersachsen.de abrufbar. Sie basieren auf großräumigen Windvorhersagen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sowie auf Pegel- und Winddaten aus den Niederlanden und der Deutschen Bucht.

erschienen am: 2019-01-09 im europaticker



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