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Aus Müll entstehen Licht, Wärme und zufriedene Gesellschafter

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Müllheizkraftwerk Rothensee erzielt bei 79,5 Mio. Umsatz 26,4 Mio. EUR Gewinn

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2017 beträgt rd. 26,4 Mio. EUR und liegt rd. 6,7 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau. Damit wird die Prognose für 2017 übertroffen. Vor den Toren der Stadt Magdeburg, am traditionsreichen Industriestandort Rothensee, ging im Juni 2005 das Müllheizkraftwerk Rothensee (MHKW Rothensee) in Betrieb. Kunden des MHKW Rothensee sind sowohl die Landeshauptstadt Magdeburg als auch private Entsorgungsgesellschaften sowie Landkreise in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Gesellschafter der Müllheizkraftwerk Rothensee sind EEW Energy from Waste GmbH und Städtische Werke Magdeburg GmbH & Co. KG

In Bezug auf die Ergebnisentwicklung 2017 wurde zum Vorjahresende aufgrund der sich zu diesem Zeitpunkt abzeichnenden Preisentwicklung am Abfallmarkt von einer moderaten Steigerung des 2016er Ergebnisniveaus ausgegangen, das geht aus dem jetzt veröffentlichten Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017 der Müllheizkraftwerk Rothensee GmbH Magdeburg hervor.

Die im abgelaufenen Geschäftsjahr realisierten Umsatzerlöse von insgesamt 79,5 Mio. EUR (Vorjahr 70,6 Mio. EUR) resultieren aus der Abfallannahme (53,2 Mio. EUR), dem Verkauf von Fernwärme, Elektroenergie und sonstigen energiewirtschaftlichen Erträgen (22,4 Mio. EUR), der Weiterberechnung von Transportaufwendungen (2,8 Mio. EUR) im Rahmen der Restabfallanlieferung sowie aus sonstigen Dienstleistungen (1,2 Mio. EUR).

Insgesamt ist der Materialaufwand gegenüber dem Vorjahr um rd. 4,4 % gestiegen. Ursächlich sind unter anderem ursprünglich für 2018 vorgesehene Instandhaltungsmaßnahmen, die aus Gründen der Optimierung im Arbeitsablauf vorgezogen wurden. Darüber hinaus waren zusätzliche Unterhaltsaufwendungen, die sich aus dem Anlagenzustand ergeben, notwendig. Neben dem Instandhaltungsaufwand betreffen wesentliche Materialaufwendungen Kosten für Transportdienstleistungen, Entsorgungskosten für Schlacke und Reststoffe aus der Rauchgasreinigung, Aufwendungen für die Beschaffung von Chemikalien und Zuschlagstoffen sowie Kosten für bezogene Dienstleistungen. Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 0,2 Mio. EUR - im Wesentlichen aufgrund der Tarifentwicklung - gegenüber dem Vorjahr leicht und belaufen sich auf insgesamt 6,2 Mio. EUR.

Die aktuell am Markt bestehenden Nachfrage nach Behandlungskapazitäten, wird für die kommenden Jahre ein weitgehend stabiles Niveau der Behandlungspreise erwartet.

Trotz des Anlagenalters sei es durch konsequentes Kostenmanagement verbunden mit der ständigen Optimierung der Anlage und der Anlagenfahrweise im abgelaufenen Geschäftsjahr gelungen, die durchsatzabhängigen spezifischen Aufwendungen nahezu auf Vorjahresniveau zu halten, schreiben die beiden Geschäftsführer Rolf Oesterhoff und Guido Lücker. Neben den langfristig vertraglich gebundenen Abfallmengen sei die vertraglich garantierte Abnahme der erzeugten Energie eine entscheidende Voraussetzung für den wirtschaftlichen Betrieb der Anlage.

Aufgrund der Tatsache, dass MHKW wesentliche Abfallmengen langfristig vertraglich gebunden und Verträge über die Annahme von Auslandsabfällen abgeschlossen hat, werden Mengenrisiken begrenzt. Hinsichtlich zukünftig auslaufender Verträge mit öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern sowie zur weiteren Risikominimierung erfolgen eine konsequente Beobachtung der Markt- und Kundenentwicklung sowie die Intensivierung der Vertriebsaktivitäten. Ziel ist die langfristige Sicherstellung der Anlagenauslastung. Die 2017 abgeschlossenen Neu- bzw. Anschlussverträge bestätigen die Richtigkeit dieser Strategie.

Durch eine stetige Optimierung des Anlagenbetriebes sollen neben den Möglichkeiten einer kontinuierlichen Verbesserung des Umweltschutzes auch Potenziale zur Kostensenkung, insbesondere beim Betriebsmitteleinsatz und bei den Instandhaltungsaufwendungen eröffnet werden.

erschienen am: 2019-05-12 im europaticker



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