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Gesundheitsamt erteilt Zulassung über Grenzwertabweichung/Trinkwasser kann ohne
Einschränkungen verwendet werden

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Grenzwertabweichung im Trinkwasser des Wasserwerkes Schwarze Pumpe zugelassen

Das Gesundheitsamt des Landkreises Spree-Neiße hat im Rahmen der behördlichen Trinkwasserüberwachung im Wasserwerk Schwarze Pumpe der LEAG eine Abweichung vom Grenzwert der Trinkwasserverordnung für den Parameter Epichlorhydrin zugelassen. Die Zulassung ist befristet bis zum 31.10.2019. Sie gilt bis zu einem Höchstwert von 0,000645 Milligramm je Liter. Zum Vergleich: Der Grenzwert gemäß Trinkwasserverordnung beträgt 0,000100 Milligramm je Liter. Die Abweichung führt nach den Leitlinien des Umweltbundesamtes zum Vollzug der Trinkwasserverordnung zu keiner Gefährdung der Gesundheit der Verbraucher.

LEAG ist die gemeinsame Marke der Lausitz Energie Verwaltungs GmbH, Lausitz Energie Bergbau AG (kurz LE-B) und der Lausitz Energie Kraftwerke AG (kurz LE-K). Die Unternehmen mit Sitz in Cottbus bilden gemeinsam den zweitgrößten deutschen Stromerzeuger. Die LEAG entstand 2016 durch den Verkauf der Lausitzer Braunkohletagebaue und der -kraftwerke des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall AB an die tschechische EPH-Gruppe und deren Finanzpartner PPF Investments. Zur EPH gehört bereits das in Sachsen-Anhalt beheimatete Stromerzeugungs- und Bergbauunternehmen MIBRAG.

Die Entscheidung über die Abweichung wurde notwendig, nachdem ein vom Gesundheitsamt beauftragtes akkreditiertes Labor eine Abweichung vom Grenzwert der Trinkwasserverordnung festgestellt hatte. Die Ursachensuche dauert derzeit noch an. Andere von der Lausitz Energie Bergbau AG mit Vergleichsanalysen zur Quellensuche beauftragte akkreditierte Labore konnten, im Gegensatz zu dem vom Gesundheitsamt beauftragten Labor, das Vorhandensein von Epichlorhydrin nicht nachweisen. Bei Epichlorhydrin handelt es sich um einen synthetischen Stoff, der im Grundwasser selbst nicht vorkommt.

Die Lausitz Energie Bergbau AG arbeitet mit Nachdruck an der Aufklärung der Situation. „Sollte sich bestätigen, dass es sich tatsächlich um eine Grenzwertüberschreitung handelt, wird LEAG unverzüglich die Eintragsquelle des Epichlorhydrin identifizieren und beseitigen“, versichert Dr. Thomas Koch, Leiter Wasserversorgung bei LEAG. „Unabhängig davon darf das Trinkwasser aus dem Wasserwerk Schwarze Pumpe auch in der Zwischenzeit ohne Einschränkungen wie gewohnt verwendet werden, auch zum Trinken, Kochen und zur Zubereitung von Speisen und Getränken“, erklärt Koch.

Bis zur Aufklärung hat das Gesundheitsamt über eine nicht auszuschließende Abweichung vom Grenzwert zu entscheiden. Grundlage der Entscheidung war die erforderliche Prüfung nach Paragraph 9 Absatz 1 Satz 1 Trinkwasserverordnung durch das Gesundheitsamt. Auf die Verfügung von Nutzungsbeschränkungen konnte verzichtet werden, da die Abweichung zu keiner Gefährdung der Gesundheit der Verbraucher führt.

erschienen am: 2019-05-13 im europaticker



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