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19 Mio. Euro werden in Wartungsarbeiten und Prüfungen investiert
Beladung des Reaktors mit 44 frischen Brennelementen

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Kernkraftwerk Emsland geht für Revision und Brennelementwechsel vom Netz

Anfang April hat das Kernkraftwerk Emsland einen besonderen Produktionsrekord erreicht: Seit Inbetriebnahme 1988 hat die Anlage über 350 Mrd. kWh CO2-freien Strom erzeugt. Davon entfielen rund 11,5 Mrd. kWh auf das Geschäftsjahr 2018. Mit der bislang gesamt erzeugten Strommenge könnten die rund 41 Mio. deutschen Haushalte zweieinhalb Jahre zuverlässig mit Energie versorgt werden. Mit einer Verfügbarkeit von über 94 % ist das Kraftwerk ein wichtiger Eckpfeiler für die Versorgungssicherheit und Netzstabilität Norddeutschlands. Damit der Block diese wichtige Aufgabe auch in Zukunft sicher erfüllen kann, wird er am 17. Mai 2019 für voraussichtlich drei Wochen zu seiner turnusmäßigen Revision mit Brennelemente-Wechsel abgeschaltet.

Neben wiederkehrenden Prüfungen und Wartungsarbeiten an Anlagenkomponenten und Sicherheitssystemen stehen Inspektionen an den Dampferzeugern sowie einer Speisewasser- und Hauptkühlmittelpumpe im Fokus der Arbeiten. Für die rund 5.000 akribisch geplanten einzelnen Arbeitsaufträge investiert RWE fast 19 Mio. Euro in die Anlage. Insgesamt flossen während der jährlichen Revisionen in den letzten 10 Jahren so bislang etwa 180 Mio. Euro in die Anlagensicherheit. Zu Beginn der Revision werden zunächst die bisher im Reaktor eingesetzten Brennelemente einzeln überprüft. Darüber hinaus werden 44 frische Brennelemente eingesetzt. Unabhängige Sachverständige des TÜV überwachen den Revisionsablauf im Auftrag des Niedersächsischen Umweltministeriums.

Während der Revision wird die Kraftwerksmannschaft von rund 1.200 zusätzlichen Fachkräften von Partnerfirmen unterstützt. Von ihren Übernachtungen und ihrem Aufenthalt in der Region wird auch die lokale Wirtschaft profitieren. Im Sinne größtmöglicher Sicherheit und des Gesundheitsschutzes durchlaufen alle Mitarbeiter von Partnerfirmen vor Aufnahme ihrer Tätigkeiten den kraftwerkseigenen Arbeitssicherheits-Parcours. „Durch diese wichtigen Maßnahmen stellen wir sicher, dass alle an der Revision Beteiligten für unsere hohen Anforderungen an die Sicherheitskultur sensibilisiert sind und verantwortungsvoll an ihre Aufgaben herangehen", erläutert Kraftwerksleiter Wolfgang Kahlert.

Nach sorgfältigem Abschluss aller Maßnahmen und Zustimmung der atomrechtlich verantwortlichen Behörde soll das Kraftwerk voraussichtlich Anfang Juni wieder mit dem Netz synchronisiert werden, um seinen wichtigen Beitrag zur zuverlässigen Stromerzeugung zu leisten.

erschienen am: 2019-05-15 im europaticker



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