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„Stunde der Gartenvögel“: Sorgenkind Amsel, Shooting-Star Rotkehlchen und
Insektenfresser im Sinkflug

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NABU: Südwesten zählt 135.000 Piepmätze in den Gärten

Spatzen top, Insektenfresser flop – das ist kurzgefasst das Zwischenergebnis der diesjährigen „Stunde der Gartenvögel“, die am vergangenen Wochenende bundesweit stattgefunden hat. Bis gestern Abend hatten über 57.000 Vogelfreunde aus mehr als 39.000 Gärten und Parks über 1,2 Millionen Vögel an den NABU und seinen bayerischen Partner, den Landesbund für Vogelschutz (LBV), gemeldet. Damit deutet sich bundesweit ein Teilnahmerekord bei Deutschlands größter wissenschaftlicher Mitmach-Aktion an. Im Südwesten haben bei kühl-regnerischem Wetter mit 6.547 etwas weniger Menschen rund 135.660 Vögel (beides - 5 %) in 4.374 Gärten (- 2 %) gezählt. Die Ergebnisse können noch bis zum 20. Mai per Internet, per App oder per Post an den NABU gesendet werden.

Die vorderen Plätze besetzen in Baden-Württemberg erneut Haussperling, Kohlmeise und Amsel. Beim Sorgenkind Amsel zeigt sich wie erwartet ein starker Rückgang. Bundesweit wurden elf Prozent weniger Amseln gesichtet, im Südwesten sind es sogar 18 Prozent. „Auch wenn der Amselbestand wie erwartet gegenüber dem Vorjahr hat Federn lassen müssen, sind Amseln immer noch in knapp 90 Prozent unserer Gärten zuhause“, sagt Dr. Stefan Bosch, NABU-Fachbeauftragter für Ornithologie.

Zugelegt hat dagegen der Star. Der Jahresvogel 2018 hüpfte zehn Prozent häufiger auf Nahrungssuche durch die hiesigen Gärten. Während bundesweit die Spatzen vom Rekordsommer 2018 profitiert haben, ist die Bilanz hierzulande ambivalent – der eine hat verloren (- 5 %), der andere gewonnen (+ 4 %). Bei der Kohlmeise, die gerne ans Futterhäuschen kommt, fiel die Steigerung mit zwei Prozent gering aus.

Blühende Vielfalt für mehr Summen und Zwitschern

Shooting-Star ist das Rotkehlchen, bundesweit und im Südwesten, das in 41 Prozent der Gärten und damit 14 Prozent häufiger als im Vorjahr gesichtet wurde. Der Frühaufsteher unter den Singvögeln hat offenbar vom milden Winter und dem mild-warmen Frühling profitiert. Zur Brutzeit vertilgt es überwiegend Insekten und deren Larven. Anderen Insektenfressern geht es nicht so gut, vor allem die auf fliegende Insekten angewiesenen Mehlschwalben (- 11 %) und Mauersegler (- 9 %) sind weiter, im Land und bundesweit, im Sinkflug. Der Rückgang ist alarmierend. Beiden Arten fehlt es an Insektennahrung und Nistplätzen.

„Der NABU appelliert daher an alle Hausbesitzerinnen und -besitzer zu prüfen, ob sie den selten gewordenen Gebäudebrütern ein neues Zuhause anbieten und mehr Blütenvielfalt und damit Insektennahrung im Garten schaffen können“, sagt Bosch. Aber auch Zaunkönig, Mönchsgrasmücke, Bachstelze und Hausrotschwanz blieben hinter den Vorjahreswerten zurück. „Auch hier vermuten wir den Insektenmangel als Ursache. Jede und jeder kann mithelfen, damit es auf dem Balkon, im Garten oder vor dem Vereinsheim wieder mehr blüht und zwitschert.“

Hintergrund:

•           Alle Ergebnisse aus 15 Jahren „Stunde der Gartenvögel“ sind in einer Broschüre erschienen – zum Download unter www.NABU.de/15-jahre-sdg

•           Infos zur Aktion: www.stundedergartenvoegel.de

•           Pressebilder: www.NABU.de/pressebilder_stundedergartenvoegel

•           Grafiken zum Druck: www.nabu.de/sdg-medieninfos

•           Terminhinweis: Ab Ende Mai findet wieder die NABU-Mitmach-Aktion Insektensommer statt, bei der Insekten gezählt werden. Mehr Informationen unter www.insektensommer.de

erschienen am: 2019-05-15 im europaticker



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