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Beirat verabschiedet NLWKN-Dezernenten Martin Gaebel - aktuelle Unterhaltungsmaßnahmen im Fokus

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Linksemsische Kanäle: Jahressitzung in Bad Bentheim

Staffelstabübergabe links der Ems: Im Rahmen einer Jahressitzung des Beirats der ehemaligen Linksemsischen Kanalgenossenschaft wurde am vergangenen Freitag NLWKN-Dezernent Martin Gaebel feierlich verabschiedet. Neben der Würdigung des langjährigen Ansprechpartners für die Gremiumsmitglieder kamen bei der Sitzung auf der Burg Bentheim aktuelle wasserwirtschaftliche Themen aus dem insgesamt rund 111 Kilometer langen Kanalnetz auf den Tisch.

Im Beirat sind die am Kanalnetz anliegenden früheren Genossen der Kanalgenossenschaft vertreten: Kommunen, private Anlieger sowie Wasser- und Bodenverbände. Das Gremium berät den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in allen Fragen, die das Kanalnetz betreffen. Hierzu gehören unter anderem der Ems-Vechte-, Süd-Nord-, Haren-Rütenbrock- und Coevorden-Piccardie-Kanal. Seine Mitglieder werden berufen.

Birgit Heddinga, Geschäftsbereichsleiterin in der NLWKN-Direktion in Norden, nutzte den gemeinsamen Termin mit den Vertretern der linksemsischen Kommunen, um die Verdienste Gaebels hervorzuheben: „Martin Gaebel hat die Kanäle und seine Bauwerke über mehrere Jahrzehnte hinweg in verantwortlicher Position bewirtschaftet. In vorbildlicher Weise hat er es dabei verstanden, die verschiedensten Ansprüche, die an das Kanalnetz von Landwirtschaft, Tourismus, Naturschutz oder kommunaler Entwicklung gestellt wurden, in Einklang zu bringen", betonte die Leiterin der Beiratssitzung. Das Gremium bedankte sich mit einem Präsent für die geleistete Arbeit. Neuer Ansprechpartner und ab Juni Nachfolger Gaebels als Dezernent für Betrieb und Unterhaltung wasserwirtschaftlicher Anlagen in der NLWKN-Betriebsstelle Meppen ist Josef Schwanken, der sich den Beiratsmitgliedern am Freitag persönlich vorstellte.

Abseits von Personalien standen in Bad Bentheim auch aktuelle wasserwirtschaftliche Themen auf der Tagesordnung: Neben Chancen und Umsetzungsmöglichkeiten einer ökologischen Gewässerunterhaltung rückten dabei die laufenden Investitions- und Unterhaltungsmaßnahmen in den Fokus. „Im Bereich des Süd-Nord-Kanals haben uns dabei zuletzt vor allem die Brückenbauwerke beschäftigt," erläuterte Martin Gaebel. Zwei neue Brücken im Bereich von Schleuse I und II konnten inzwischen fertiggestellt werden - an der Drehbrücke Reiners, der Brücke an Schleuse IV und dem Wehr Altenberge sind darüber hinaus verschiedene Erneuerungsarbeiten in Umsetzung oder Planung. Im Bereich des Haren-Rütenbrock-Kanals war erst Ende April ein neuer Bootsschuppen für das dort stationierte Arbeitsboot in schwimmender Ausführung eingeweiht worden. „Die Sportschifffahrt nimmt hier nach wie vor einen erheblichen Teil unserer Aufmerksamkeit ein", betonte Gaebel, der im Rahmen seiner letzten Beiratssitzung Gastgeber Erbprinz Carl Ferdinand zu Bentheim und Steinfurt für die erlebte Gastfreundschaft auf Burg Bentheim dankte.

Die ehemalige Kanalgenossenschaft ist eine inzwischen aufgelöste Institution in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim. Seit 1884 hatte sie die Wasserwirtschaft links der Ems, aber auch die Region insgesamt wesentlich geprägt. Ende 2006 wurde die Genossenschaft aufgelöst - sämtliche Rechte und Pflichten gingen auf den NLWKN über. Als letztes Gremium erhalten blieb der Beirat der angrenzenden Kommunen.

erschienen am: 2019-05-15 im europaticker



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