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Wenige Monate nach Gründung der Landesgesellschaft kauft die EnBW 51 Windkraftanlagen
mit 105 Megawatt installierter Leistung

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EnBW erwirbt sieben Windparks in Schweden

Die EnBW hat mit ihrer schwedischen Landesgesellschaft „EnBW Sverige AB“ zwei Betreibergesellschaften mit sieben Windparks und 105 Megawatt (MW) installierter Leistung in Schweden erworben. Erst im Juli vergangenen Jahres hatte das Karlsruher Energieunternehmen seine Landesgesellschaft mit Sitz im südschwedischen Falkenberg gegründet. Sie baut derzeit in Rammarehemmet in der Gemeinde Tidaholm einen Windpark mit drei Anlagen und rund elf MW Leistung.

Neben Frankreich ist Schweden für die EnBW der zweite europäische Auslandsmarkt, in dem sie sich für die nächsten Jahre weiteres Wachstum im Bereich Windenergie an Land vorgenommen hat. „Wir haben erst vor wenigen Monaten unsere Landesgesellschaft in Schweden gegründet. Nun bereits die erste große Akquise abzuschließen, bestätigt uns in der selektiven Internationalisierung unseres Geschäfts und zeigt auf, welche Rolle wir Schweden als Wachstumsmarkt geben. Es ist ein wichtiger Schritt, um hier zu wachsen und uns als verlässlichen Partner für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien zu positionieren“, erklärt Dirk Güsewell, Leiter Portfolioentwicklung bei der EnBW.

47 der 51 Windkraftanlagen erwirbt die EnBW mit der Betreibergesellschaft „Power Wind Partners AB“ (PWP), hinter der zu gleichen Teilen die drei schwedischen Finanzinvestoren Proventus (eine privat geführte Kapitalanlagegesellschaft), FAM (ein familiengeführtes Unternehmen der Wallenberg-Stiftung) sowie das Versicherungsunternehmen Folksam stehen. Die übrigen vier Anlagen erwirbt sie von der Gnosjö Energi AB, die zu Folksam gehört. Zusammen bilden die 51 Windkraftanlagen ein ertragreiches Portfolio, das teilweise auch für ein späteres Repowering geeignet ist. Eingesetzt sind 42 Windkraftanlagen des Typs Vestas V90-2,0, fünf Anlagen von Siemens SWT-101 und vier Anlagen Nordex N90-2,5. Die Windparks liegen im Landesteil Svealand (Mittelschweden), Norrland und Gotaland (Südschweden). Weiterhin wurden auch zwei Netzgesellschaften erworben, die unter anderem eigene Windparks des Portfolios anschließen.

Seit 2016 ist die EnBW bereits mit ihrem Tochterunternehmen Connected Wind Services (CWS) auf dem skandinavischen Markt vertreten. Der herstellerunabhängige Dienstleister CWS hat seinen Hauptsitz in Dänemark und eine Tochtergesellschaft mit Serviceteams in Schweden.

Durch den Kauf von CWS ist die EnBW zu einem bedeutenden Akteur im Bereich der Wartung und Instandhaltung von Windenergieanlagen geworden.

Über die EnBW

Mit über 21.000 Mitarbeitern ist die EnBW eines der größten Energieversorgungsunternehmen in Deutschland und Europa und versorgt rund 5,5 Millionen Kunden mit Strom, Gas und Wasser sowie mit Energielösungen und energiewirtschaftlichen Dienstleistungen. Bis 2020 will die EnBW die Erneuerbaren Energien zu einer der tragenden Säulen ihres Geschäfts ausbauen. Im Onshore-Bereich hat sich das Unternehmen das Ziel gesetzt, in Deutschland bis 2020 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 1.000 MW zu betreiben. Die EnBW bietet aus einer Hand Planung, Bau, Betrieb, Wartung und Instandhaltung von Windkraftanlagen.

Bis 2025 plant die EnBW, über fünf Milliarden Euro in den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien zu investieren. Dabei setzt sie auch auf eine selektive Internationalisierung als Ergänzung zu ihrem Kernmarkt Deutschland. Zielmärkte für Wind-Offshore sind etwa Taiwan und die USA. Für Wind-Onshore spielen neben Schweden auch Frankreich und die Türkei eine wichtige Rolle.

erschienen am: 2019-01-10 im europaticker



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