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Haus & Grund vergleicht Abwasser- und Müllgebühren sowie Grundsteuern

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Wohnnebenkosten in Regensburg am niedrigsten - Leverkusen am teuersten

Die Kosten des Wohnens steigen in Deutschland seit Jahren. Die Nebenkosten sind dabei zu einem immer größeren Preistreiber geworden. Viele Bürger stehen dem ohnmächtig gegenüber, da sie häufig keine Auswahlmöglichkeit beim Anbieter haben, einer sehr intransparenten Kostenstruktur gegenüberstehen und häufig nicht mal durch eine Änderung ihres persönlichen Verhaltens die Gebührenhöhe reduzieren können. Aus diesem Grund hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag von Haus & Grund Deutschland in den vergangenen zweieinhalb Jahren die Belastung einer Familie durch Müllgebühren, Abwassergebühren sowie die Grundsteuer B in den nach Einwohnern 100 größten Städten in Deutschland untersucht. Für diesen Vergleich wurden die jährlichen Gebühren einer Musterfamilie, die in diesen Städten wohnt, herangezogen.

Die Musterfamilie besteht aus vier Personen und wohnt in einem Musterhaushalt

. Die Studien kommen zu dem Ergebnis, dass die Preise, die Verbraucher für die Entsorgung von Abwasser und Müll zahlen müssen, je nach Wohnort um mehrere Hundert Euro jährlich variieren. Auch die Steuerlast der Mieter und Eigentümer weichen je nach Region jährlich stark voneinander ab.

Die Auswertung ergab, dass es sich in Regensburg mit durchschnittlichen Müllgebühren von 161 Euro, Abwassergebühren von durchschnittlich 362 Euro und einer Grundsteuer B Last von durchschnittlich 335 Euro im Vergleich am günstigsten lebt, während die Einwohner Leverkusens mit durchschnittlichen Müllgebühren von 679 Euro, Abwassergebühren von durchschnittlich 632 Euro und einer Grundsteuer B Last von durchschnittlich 669 Euro am tiefsten in die Tasche greifen müssen. Summiert man die einzelnen Werte auf, so weicht der Wert in Leverkusen um rund 131 Prozent von dem Wert in Regensburg ab und ist somit um mehr als das doppelte höher.

Während Städte der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Brandenburg vornehmlich im unteren Drittel des Rankings zu finden sind und somit zu den Verlieren des Rankings werden, liegen Städte aus Bayern und Rheinland-Pfalz vermehrt im oberen Drittel, mit der bayrischen Stadt Regensburg als Sieger. Städte in Hessen, Niedersachsen und Thüringen liegen durchschnittlich meist im mittleren Bereich.

Die Ergebnisse dieser Studien sollen die Grundlage für weitere Diskussionen im Bund, den Ländern und den verschiedenen Städten sein. Die Gründe für die hohen Kosten müssen analysiert und benannt werden. Am Ende kann eine erhöhte Preis- und Gebührentransparenz zu dem notwendigen Wettbewerbsdruck führen, der die Preise für viele Verbraucher sinken lässt. Zudem haben Mieter wie Eigentümer ein Recht darauf, dass ihnen ihre jeweilige Kommune die unterschiedliche Gebühren- und Steuerlast erklärt, kommentierte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke.

Einige Ergebnisse im Überblick:
Rang Stadt Gesamtpreis Index
1 Regensburg 857 € 63,4
2 Mainz 949 € 60,4
3 Trier 940 € 60,4
4 Ludwigsburg 920 € 59,6
5 Ratingen 1.016 € 59,3
       
96 Witten 1.707 € 36,7
97 Potsdam 1.763 € 36,6
98 Mönchengladbach 1.754 € 36,0
99 Moers 1.919 € 28,5
100 Leverkusen 1.981 € 24,9

Hintergrund: Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat im Auftrag von Haus & Grund Deutschland die Müllgebühren (2016), die Abwassergebühren (2017) und die Belastung durch die Grundsteuer (2018) für eine Musterfamilie in den nach Einwohnern 100 größten Städten in Deutschland untersucht. Das IW Köln hat jetzt die Werte abschließend gewichtet und ein Nebenkostenranking erstellt.

» Download: Nebenkosten-Ranking

erschienen am: 2019-01-10 im europaticker



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