europaticker:
Die IKSD veröffentlicht ein Positionspapier im Donauraum nach 2020

..................

Gemeinsamen Agrarpolitik und Wasserwirtschaft im Donauraum

Es wurden Diskussionen darüber aufgenommen, wie die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EG nach 2020 aussehen wird, insbesondere um einen Rahmen für eine „zukunftssichere“ Politik festzulegen. Vor diesem Hintergrund müssen die Ambitionen in Bezug auf Umwelt- und Klimaschutz verstärkt werden, um den internationalen Verpflichtungen, den Umweltherausforderungen der EU und vor allem den sich ändernden gesellschaftlichen Erwartungen gerecht zu werden. Als Reaktion auf die GAP-Vorschläge für die Zeit nach 2020 hat die IKSD ein Positionspapier veröffentlicht, in dem wir unsere positive Reaktion auf die Vorschläge darlegen und einen Weg für das Einzugsgebiet der Donau vorschlagen.

Neben der Gewährleistung der Rentabilität der Landwirtschaft, der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte, der Vitalität der ländlichen Gebiete, der Ernährungssicherheit und der öffentlichen Gesundheit sowie der Gesundheit von Tieren und Pflanzen ist es ein weiteres Hauptanliegen der GAP, die Anstrengungen im Zusammenhang mit dem Umweltschutz, dem Schutz der natürlichen Ressourcen, dem Schutz des Klimas und der biologischen Vielfalt, einschließlich der Bewirtschaftung, zu verstärken nachteilige Auswirkungen auf natürliche und öffentliche Gewässer. Mit der aktualisierten GAP für die Zeit nach 2020 würde eine wesentliche Verbesserung der Konditionalität eingeführt, die die Grundlage für ehrgeizigere und nachhaltigere landwirtschaftliche Verpflichtungen durch die Annahme bewährter landwirtschaftlicher Praktiken und Standards durch die Landwirte bildet. Solche Bedingungen müssten von den Mitgliedstaaten umgesetzt werden.

Dies würde potenziell positive Auswirkungen auf die Wasserqualität haben, die alle mit der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und der Richtlinie über die nachhaltige Verwendung von Pestiziden in Einklang stehen. Die Mitgliedstaaten sind nach der GAP für die Zeit nach 2020 auch verpflichtet, einen Strategieplan für die GAP auszuarbeiten, in dem Finanzmittel, Interventionen und Beratungssysteme festgelegt werden, die besser auf ihre nationalen Bedürfnisse und die Bedürfnisse der örtlichen Landwirte zugeschnitten sind. Vielleicht am wichtigsten ist jedoch, dass der Vorschlag einen bestimmten Teil der Einkommensunterstützung der Landwirte mit der Anwendung dieser umweltfreundlichen Praktiken und Systeme verknüpft und die Verpflichtungen in Bezug auf Umwelt und Klimawandel stärkt, wobei mindestens 30% der nationalen Mittel für die ländliche Entwicklung bereitgestellt werden müssen Umweltmaßnahmen als Standard gewidmet.

Aber wie stark wirkt sich das auf die Gewässer des Donaueinzugsgebiets aus? Zum einen könnten die Nährstoffverluste aus landwirtschaftlichen Flächen die negativen Auswirkungen auf die Donau und die verbundenen Gewässer ihrer Nebenflüsse erhöhen und ausweiten, wenn die Landwirtschaft nicht nachhaltig bewirtschaftet wird. Da der Klimawandel rasch zunehmen wird und die Dürregefahr im Donauraum zunimmt, könnte Wasserknappheit in Kombination mit einem unangemessenen landwirtschaftlichen Nährstoffmanagement katastrophale Folgen haben.

In diesem Positionspapier wird die Reaktion der IKSD auf den Vorschlag erläutert. Einige der wichtigsten Antworten erklären, wie die IKSD:

Begrüßt und unterstützt den GAP-Vorschlag und seine verstärkten Ambitionen in Bezug auf Umwelt und Klimaschutz.

-- ist überzeugt von der Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft.

-- betont die Notwendigkeit von Synergien zwischen GAP-Interventionen und den in den Bewirtschaftungsplänen für die Einzugsgebiete festgelegten Maßnahmen, um zur Erreichung der Ziele der WRRL beizutragen.

-- unterstützt die vorgeschlagenen strategischen Pläne der GAP als geeignete politische Instrumente zur Umsetzung von Finanzinstrumenten und gezielten Maßnahmen.

-- betont die Notwendigkeit, wirksamere Beratungsdienste zu entwickeln, die in landwirtschaftliche Wissens- und Innovationssysteme integriert sind.

-- Unterstützt die Entschädigung der Landwirte für ihre Umweltanstrengungen, die über die verbindlichen Anforderungen hinausgehen.

-- betont die Bedeutung einer wirksamen Umsetzung der Agrarmaßnahmen unter Beteiligung der EU in jeder Phase der strategischen Planung und Umsetzung der GAP.

Die IKSD betrachtet dies als einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Harmonisierung und Angleichung der Wasser- und Agrarpolitik und hat einen Dialog eingeleitet, um ein eigenes Leitdokument zur nachhaltigen Landwirtschaft für den Donauraum zu entwickeln. Dieses Dokument wird den Donauländern Unterstützung bei der Vorbereitung und Umsetzung der nationalen Agrarumweltpolitik, der strategischen Pläne der GAP und der einschlägigen Strategien der Bewirtschaftungspläne für die Einzugsgebiete bieten. Es wird einen kohärenten politischen Rahmen mit einer Reihe von empfohlenen Instrumenten und Instrumenten bieten, um die Entscheidungsfindung in den Bereichen Wasser und Landwirtschaft zu erleichtern und gemeinsame Ziele zu ermitteln, maßgeschneiderte Strategien aufzustellen und gemeinsame Aktionen und kostenwirksame Maßnahmen umzusetzen. “

Das vollständige und ungekürzte Dokument kann unten heruntergeladen werden.:

application/pdf Position Paper on the Post-2020 Common Agricultural Policy and Water Management in the Danube River Basin (209.7 KB)

erschienen am: 2019-06-10 im europaticker



Wir verwenden keine Cookies, weil uns das Surfverhalten von mehr als 1 Millionen Besucher monatlich nichts angeht.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag:
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)

Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 19. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: telefax@europaticker.de

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken