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Das internationale Netzwerk der USA und Russlands wird seine Generalversammlung nach
Buenos Aires einberufen

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Finnland trägt zur Stärkung der nuklearen Sicherheit bei

Wenn Vereinbarungen geschlossen und nicht eingehalten werden, stehen Rüstungskontroll- und Rüstungsbeschränkungsbemühungen vor schwierigen Zeiten. Es gibt jedoch ein Ziel, das Staaten zusammenbringt: Sie teilen die Ansicht, dass internationale Zusammenarbeit erforderlich ist, um zu verhindern, dass Terroristen die Sicherheit in der Gesellschaft untergraben.

Die Globale Initiative zur Bekämpfung des Nuklearterrorismus (GICNT), ein internationales Netzwerk unter Führung der Vereinigten Staaten und Russlands, wird in der ersten Juniwoche ihre Generalversammlung einberufen. Es werden Pläne gemacht, um zu verhindern, dass Terroristen Zugang zu Atommüll und anderen Arten von radioaktivem Material erhalten. Das von Argentinien veranstaltete Treffen wird die zweijährige Amtszeit Finnlands als Koordinator für die Aktivitäten des Netzwerks beenden.

GICNT wurde 2006 von der gemeinsamen Initiative des Präsidenten der Vereinigten Staaten und des Präsidenten Russlands ins Leben gerufen. Die Anzahl der Partnerländer beträgt 88, einschließlich aller EU-Länder und Nuklearstaaten wie China, Indien und Pakistan. Sechs internationale Akteure nehmen als Beobachter an der Arbeit des GICNT teil: die Europäische Union, die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO), Interpol und drei der Sonderorganisationen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung von Straftaten und Terrorismus. Das GICN arbeitet eng mit diesen Organisationen zusammen und ergänzt als flexible Organisation die Arbeit dieser Organisationen, die an ihre Befugnisse und Verfahren gebunden sind.

In der praktischen Arbeit des GICNT sind zahlreiche Behörden aus den Partnerländern vertreten: Polizei, Rettungsdienste und Geheimdienste, Rechtsexperten, Fachleute für Rüstungskontrolle und Experten auf dem Gebiet der Strahlenschutzsicherheit. Ziel des Netzwerks ist es, die Fähigkeit der Partnerländer zu entwickeln, nukleare Bedrohungen zu erkennen, zu verhindern und darauf zu reagieren. Während es unwahrscheinlich ist, dass es einer Terrororganisation gelingt, eine Atomwaffe zu beschaffen oder zu produzieren, werden Tausende radioaktiver Quellen auf der ganzen Welt zivil genutzt. Diese müssen unter allen Umständen unter amtlicher Kontrolle gehalten werden.

Der Schwerpunkt des Netzwerks zur Bekämpfung des nuklearen Terrorismus liegt auf der Verbesserung der Vorbereitung auf die nukleare Sicherheit und der Arbeit in den Partnerländern durch die Organisation von Übungen zum Kapazitätsaufbau für Behörden, Seminare und Workshops. Durch die Zusammenführung von Behörden aus verschiedenen sicherheitsrelevanten Bereichen schaffen die GICNT-Veranstaltungen die Voraussetzungen für eine regionale und breitere internationale Zusammenarbeit. Die zweijährige Amtszeit unter finnischer Koordination war sehr aktiv: GICNT hat über 20 Übungen, Seminare und andere Arten von Veranstaltungen in Asien, Afrika, Nord- und Südamerika sowie in Europa organisiert. Das Außenministerium veranstaltete im Juni 2018 ein Treffen für Partnerländer und im April 2019 ein Treffen für Experten der Nuklearforensik in Helsinki.

Das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und die Behörde für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit spielen weiterhin eine aktive Rolle im GICNT. Finnland bereitet sich darauf vor, 2020 eine gemeinsame Nuklearsicherheitsübung für die nordischen und baltischen Länder durchzuführen. Das Treffen in Buenos Aires wird auch eine Reihe anderer Aktivitäten vorbereiten. Gleichzeitig kann Finnland von den Vereinigten Staaten und Russland gedankt werden, die beschlossen haben, ihren gemeinsamen Vorsitz im GICNT fortzusetzen.

Jari Luoto, Botschafter, Internationaler Koordinator des GICNT
Bild: An international network led by the United States and Russia, will convene their general assembly meeting in Buenos Aires.

erschienen am: 2019-06-10 im europaticker



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