europaticker:
Energiewende ist momentan vor allem eine Stromwende

..................

Fortschrittsbericht zur Energiewende

Der Primärenergieverbrauch ist in Deutschland 2017 um 0,8 Prozent gestiegen und der Anteil der erneuerbaren Energien (EE) in der Stromerzeugung sei dabei auf 36 Prozent angewachsen. Das schreibt die Bundesregierung ihrem als Unterrichtung (19/10760) vorliegendem Fortschrittsbericht zur Energiewende. Gleichzeitig konnte den Angaben zufolge die Förderkosten erheblich gesenkt werden, auch die Dynamisierung der EE-Umlage wurde gebremst. Die Strompreise für Haushaltskunden seien 2017 und 2018 daher weitestgehend konstant geblieben. Industriekunden hätten dagegen im Schnitt 4,7 Prozent mehr gezahlt. Um bis zum Jahr 2030 die Zielmarke von 65 Prozent Anteil an erneuerbaren Energien zu erreichen, müssen dem Fortschrittsbericht zufolge weitere Maßnahmen getroffen werden. Schon jetzt seien die Genehmigungen für Windenergieanlagen rückläufig, passende Freiflächen würden fehlen oder seien durch Interessenkonflikte blockiert. Mit dem Energiesammelgesetz sollen bis 2021 vier Gigawatt Wind- und Solarstrom zusätzlich entstehen. Über den weiteren "Ausbaupfad" der erneuerbaren Energien bis 2030 solle im Herbst dieses Jahres entschieden werden.

Im Verkehrssektor werde nicht nur die 2020er Zielmarke verfehlt, es zeichne sich jetzt schon ab, dass auch bis 2030 nicht die vorgesehene Senkung des Endenergieverbrauchs um zehn Prozent erfolgt sein werde. Selbst bei der Umsetzung aller zuletzt beschlossenen Maßnahmen sei die Zielerreichung nicht sichergestellt. 2017 erhöhte sich der Energieverbrauch im Verkehrsbereich laut Vorlage um 2,4 Prozent, im Vergleich zum Referenzwert 2005 erhöhte sich der Verbrauch sogar um 6,5 Prozent.

Die Bundesregierung betont in ihrem Fortschrittsbericht auch die Bedeutung der Wärmeerzeugung, die für mehr als die Hälfte des deutschen Energieverbrauchs verantwortlich sei. Besondere Bedeutung hätten daher Dämmungsmaßnahmen und moderne Wärmenetze. Momentan reichten die Maßnahmen allerdings nicht aus, um das 2020-Ziel zu erreichen. Der Energieverbrauch in Gebäuden sei 2017 um 2,6 Prozent angestiegen.

Die Energiewende bleibe momentan vor allem eine Stromwende, heißt es in dem Bericht. In fast allen Sektoren müssten erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um die für 2030 gesteckten Ziele noch erreichen zu können.

erschienen am: 2019-07-10 im europaticker



Wir verwenden keine Cookies, weil uns das Surfverhalten von mehr als 1 Millionen Besucher monatlich nichts angeht.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag:
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)

Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 19. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: telefax@europaticker.de

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken