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AWM und Twence setzen nächsten Baustein der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit
in der Abfallwirtschaft um

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Münster verwertet jährlich 5.000 Tonnen Bioabfall aus Hengelo

Der erste Baustein der Kooperation: Das kommunale Entsorgungsunternehmen Twence mit Sitz in Hengelo verwertet jährlich rund 45.000 t Sortierreste aus der mechanischen Restabfallaufbereitungsanlage der Münsteraner und produziert daraus unter anderem Strom und Wärme für die Industrie sowie Tausende Haushalte in Hengelo.

Bislang sind die Transporte von Münster ins rund 80 km entfernte Hengelo mit Containerfahrzeugen durch eine von der Twence beauftragte Firma erfolgt. Jetzt übernehmen wir die Transporte selbst und bringen auf dem Rückweg direkt Bioabfälle der Twence wieder mit. „Wir haben drei Walking-Floor-Fahrzeuge angemietet. Diese Spezialfahrzeuge haben nicht nur weitaus größere Kapazitäten und sparen so jährlich rund 500 Touren ein, sie sind auch sehr flexibel einsetzbar“, erklärt Hasenkamp. Bis zu zehn Touren täglich fahren die AWM nach Hengelo und zurück. Hasenkamp hat noch eine gute Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger in Kinderhaus: „Der Großteil der bisherigen Durchfahrten über die Wilkinghege fällt jetzt weg, da wir mit den Walking-Floor-Fahrzeugen ausschließlich über Hauptverkehrsstraßen fahren.“

Die Bioabfälle der Twence werden in Münster in der biologischen Verwertungsanlage zu Kompost verarbeitet werden. Im Verwertungsprozess entsteht außerdem Biogas, das im AWM-eigenen Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt und direkt für die Versorgung des Anlagenverbundes in Münster-Coerde genutzt wird.

„Bei der Unterzeichnung unserer Vereinbarung Ende 2018 hatte ich spontan gesagt, dass ich den ersten Transport mit Bioabfällen selbst von Hengelo nach Münster fahre. Streng genommen hat das allerdings nicht geklappt“, so Hasenkamp. Tatsächlich verwerten die Münsteraner nämlich bereits seit Ende Mai rund 50 t Bioabfälle der Twence pro Tag. Ursache für den vorgezogenen Start war ein Brand in der Kompostierungsanlage der Niederländer. „Natürlich haben wir unseren Kooperationspartner sofort unterstützt. Neben dem ökonomischen und ökologischen Nutzen der interkommunalen Zusammenarbeit ist es eben auch ein großer Vorteil, dass wir uns in Notfällen sehr schnell und effektiv unterstützen.“

erschienen am: 2019-08-08 im europaticker



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