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Bundesnetzagentur: Wettbewerbsniveau ist erneut deutlich gesunken

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Kommunalverband fordert mehr Windenergieflächen

Zu den von der Bundesnetzagentur veröffentlichen Ausschreibungsergebnissen für Windenergie an Land erklärt VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche: „Die heutigen Ergebnisse zeugen von einem erneuten Tiefpunkt beim Ausbau der Windenergie an Land. Noch nie war die Beteiligung an der Windenergie-Ausschreibung so gering wie bei diesem Mal. Nicht mal ein Drittel der ausgeschriebenen Menge konnte bezuschlagt werden.

Es ist dringend notwendig, mehr Flächen für die Windenergie bereitzustellen und Genehmigungsverfahren zu vereinfachen. Viele Windenergieprojekte von Stadtwerken scheitern daran, dass Vorschriften in Bezug auf Naturschutz, Flugsicherung oder Denkmalschutz viel zu streng ausgelegt werden. Der VKU steht hierzu in einem engen Austausch mit seinen Mitgliedern. Eine aktuelle Abfrage zeigt, dass es Stadtwerke gibt, bei denen jeweils bis zu 20 Projekte mit einer Leistung von bis zu 400 Megawatt an den Genehmigungsverfahren zu scheitern drohen.

Der von Bundesminister Altmaier angekündigte Windenergiegipfel ist eine Chance, Wege aus der Ausbaukrise zu finden. Anderenfalls droht nicht nur dem Windenergieausbau, sondern auch dem Projekt Energiewende insgesamt die Puste auszugehen.“

Die Bundesnetzagentur hatte Freitag (09.08.2019) die Zuschläge der aktuellen Ausschreibung für Windenergie an Land erteilt. Das Wettbewerbsniveau ist erneut deutlich gesunken: Von den ausgeschriebenen 650 Megawatt (MW) konnten nur 208 MW an zulässige Gebote vergeben werden, damit wurde weniger als ein Drittel der ausgeschriebenen Menge vergeben.

Durchschnittlicher Zuschlagswert entspricht dem Höchstwert
Der durchschnittliche Zuschlagswert ist der für diese Runde geltende Höchstwert von 6,20 ct/kWh. Zum Gebotstermin 1. August 2019 gingen ausschließlich Gebote zu 6,20 ct/kWh und 6,19 ct/kWh ein. Zuschläge des Gebotstermins haben eine sechs Monate kürzere Realisierungsfrist als Zuschläge der Ausschreibungen zu den Gebotsterminen am 1. September und 1. Oktober 2019. Die Zuschlagsmenge von 208 MW verteilt sich auf 32 Zuschläge. Kein Bieter hat die Privilegien für Bürgerenergiegesellschaften in Anspruch genommen. Regional betrachtet verteilten sich die Zuschläge mehrheitlich auf Gebote in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen (mit jeweils 8 Zuschlägen), Niedersachsen (5) und Thüringen (4). Nur ein Gebot musste aufgrund eines Formfehlers ausgeschlossen werden.

erschienen am: 2019-08-12 im europaticker



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