europaticker:
Reaktion des Umweltministeriums auf die CISTA-Entscheidung zur Flächenentsorgung
von Wühlmäusen durch das Rodentizid Stutox II

..................

Tschechische Umweltaufsichtsbehörde warnt vor giftigen Schädlingsvernichter

Der weit verbreitete Einsatz von Giften auf landwirtschaftlich genutzten Flächen gefährdet verschiedene Tierarten, insbesondere Vögel, erheblich und verstößt damit gegen das Natur- und Landschaftsschutzgesetz. Aus diesem Grund warnt das Umweltministerium, dass es die tschechische Umweltaufsichtsbehörde bereits aktiviert hat, die mögliche Verstöße gegen dieses Gesetz konsequent untersuchen und anschließend bestrafen wird.

„Wir betrachten die weit verbreitete Anwendung dieses giftigen Schädlingsvernichter auf landwirtschaftlich genutzten Flächen als äußerst umweltgefährdend. Durch die Anwendung von Rodenticide können neben der Vogelvergiftung auch einige andere Tiere der Agrarlandschaft wie Hasen, Rehe, Fasane oder Rebhühner direkt vergiftet werden. Nach der Einnahme solcher vergifteten Wühlmäuse kann es auch zu einer Sekundärvergiftung kommen, insbesondere bei Raubtieren, Eulen, aber auch bei Störchen, Reihern und vielen anderen, die natürliche Raubtiere von Nagetieren sind “, sagt Jan Šíma, Direktor der Abteilung für Artenschutz des Umweltministeriums.

All diese Risiken sind umso schwerwiegender, als die allgemeine Anwendung des Giftes auf eine Zeit zusteuert, in der sich Vögel vor dem Umzug versammelt haben und seit August an Orte gebracht werden, an denen vermehrt Nagetiere vorkommen.

„Wenn wir diese Population natürlicher Nagetier-Raubtiere durch diesen unüberlegten Schritt reduzieren, wird sich die Situation in den kommenden Jahren wiederholen oder sogar verschlimmern. Bereits heute ist die Anzahl einiger Raubtiere und Vögel in der Agrarlandschaft kritisch, und das Umweltministerium unterstützt die Erhöhung ihrer Anzahl durch verschiedene Subventionen und Rettungsprogramme. Die Oberflächenanwendung von Giften auf den Feldern ist 50 Jahre zurück “, fügt Petra Roubíčková, Sprecherin des Umweltministeriums, der Direktorin von Šíma hinzu.

Das Landwirtschaftsministerium weist in seiner Stellungnahme, die vom Landwirtschaftsministerium im Zusammenhang mit der Anwendung von Stutox II angefordert wurde, auf die Risiken einer Flächenanwendung hin. Das MoA wartete jedoch nicht auf eine Antwort, und die CISTA erteilte eine Genehmigung, ohne das Umweltministerium zu konsultieren.

Das Umweltministerium muss daher im Zusammenhang mit der Genehmigung der allgemeinen Anwendung von Rodentiziden darauf hinweisen, dass die von der CISTA gemäß dem Pflanzenschutzgesetz erteilten Genehmigungen in keiner Weise die erforderlichen Genehmigungen oder sonstigen Verwaltungsakte ersetzen, die die Landwirte bei der Anwendung von STUTOX einhalten müssen.

Aus Sicht des Natur- und Landschaftsschutzgesetzes ist der Einsatz von Bioziden in den Nationalparks, in der ersten und zweiten Zone des Landschaftsschutzgebietes sowie im Naturschutzgebiet verboten, auch im nationalen Naturschutzgebiet ist die Chemikalisierung verboten.

Die Auswirkungen der Anwendung des Produkts müssen auch im Hinblick auf den territorialen Schutz von Natur und Landschaft, nicht nur in besonders geschützten Gebieten, sondern auch in Bezug auf die Gebiete des Natura-2000-Netzes sehr sorgfältig abgewogen werden. In Gebieten oder Vogelschutzgebieten wird die zuständige Naturschutzbehörde gebeten, eine Stellungnahme darüber abzugeben, ob es erforderlich ist, den Biozidantrag in einem bestimmten Gebiet der Beurteilung einer befugten Person zu unterziehen.

Im Hinblick auf den Schutz wild lebender Tiere gilt sowohl die Verpflichtung natürlicher als auch juristischer Personen, die übermäßige Sterblichkeit von Tieren zu begrenzen, als auch der Schutz von Vögeln und besonders geschützten Tierarten.

Daher wird die tschechische Umweltinspektion verstärkt darauf achten, die Einhaltung dieser Verpflichtungen aus dem Natur- und Landschaftsschutzgesetz zu überwachen. CZK für natürliche Personen und 2 Mio. CZK für juristische Personen.

Hinweis: Den vollständigen Text aller CISTA-Genehmigungen finden Sie hier.

erschienen am: 2019-08-12 im europaticker



Wir verwenden keine Cookies, weil uns das Surfverhalten von mehr als 1 Millionen Besucher monatlich nichts angeht.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag:
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)

Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 19. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: telefax@europaticker.de

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken