europaticker:
Sorgsames und ressourcenschonendes Düngen sorgt für Grundwasserschutz

..................

Hessische Düngeverordnung vom Kabinett beschlossen

„Wie in großen Teilen Deutschlands sind die Nitratwerte im Grundwasser mancherorts auch in Hessen zu hoch. Betroffen sind vor allem Gebiete mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung und vielen Nutztieren. Beim Düngen kann Nitrat in unser Grundwasser gelangen. Wir müssen die Belastung des Grundwassers und der Gewässer durch Nitrat weiter reduzieren. Dazu dient unsere hessische Düngeverordnung“, erklärte Umweltministerin Priska Hinz. Die hessische Ausführungsverordnung wurde bereits in der vergangenen Woche vom Kabinett beschlossen, im Laufe der nächsten Woche tritt sie in Kraft.

Mit der hessischen Verordnung werden die Regelungen der Bundes-Düngeverordnung vom 2. Juni 2017 umgesetzt. Danach sind zunächst die mit Nitrat belasteten Gebiete auszuweisen, für die besondere Vorschriften zum Schutz des Grundwassers vorzuschreiben sind. Dazu gehört, dass Wirtschaftsdünger vor dem Aufbringen auf ihren Stickstoffgehalt untersucht werden müssen und dass die zulässigen Nährstoffüberschüsse, je Hektar und Jahr 40 Kilogramm an Gesamt-Stickstoff, nicht überschritten werden dürfen. Außerdem müssen größere Abstände zu Gewässern beim Düngen eingehalten werden. „Eine sorgsame und bedarfsgerechte Düngung ist möglich, ohne dass wirtschaftliche Einbußen die zwingende Folge sind. Dazu berät das Land die Landwirtschaft. Es gibt außerdem eine einzelbetriebliche Projektförderung zur Güllelagerung: Den Fördersatz haben wir gerade von 20 auf 40 Prozent erhöht“, ergänzte Ministerin Hinz.

Parallel fordert die Europäische Kommission von Deutschland eine Verschärfung der momentan geltenden Bundes-Düngeverordnung ein. Bereits im Juni 2018 hatte der Europäische Gerichtshof ein Urteil gegen Deutschland gefällt und Nachbesserungen gefordert. Liegen die nicht bis Ende September vor, droht ein zweites Verfahren zur Festsetzung von empfindlichen Strafgeldern. Die Bundesregierung hat den Ländern nun Eckpunkte vorgelegt, die Änderungen im Düngerecht skizzieren. „Wir sind für hohe Anforderungen an den Gewässerschutz; deswegen müssen diejenigen in die Pflicht genommen werden, die das Problem verursachen. Was wir brauchen ist daher eine flächenbezogene Tierhaltung, die Vermeidung von Gülletourismus und vernünftige Regeln für die Aufbringung von Wirtschafts- und Mineraldüngern. Nur wenn die Nährstoffmengen von den landwirtschaftlichen Betrieben vollständig erfasst werden, kann eine kontrollierbare Transparenz und somit die Einhaltung von Umweltzielen beim Gewässerschutz, Naturschutz und letztlich auch beim Klimaschutz gewährleistet werden“, ergänzte Hinz.

erschienen am: 2019-08-21 im europaticker



Wir verwenden keine Cookies, weil uns das Surfverhalten von mehr als 1 Millionen Besucher monatlich nichts angeht.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag:
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)

Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 19. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: telefax@europaticker.de

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken