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Reduktion des Eintrags von Plastik über das Abwasser in die aquatische Umwelt

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Forschungsprojekt zum Rückhalt von Mikroplastik gestartet

Zusammen mit dem Abwasserverband Braunschweig unterstützt die zur Veolia-Gruppe gehörende Stadtentwässerung Braunschweig (SE│BS) das Forschungsprojekt REPLAWA zur Verringerung des Eintrags von Plastik in Gewässer. Das Projekt bearbeitet unter anderem das Institut für Siedlungswasserwirtschaft der Technischen Universität Braunschweig.

Da die Entfernung von Mikroplastik bisher kein Reinigungsziel in der Abwasserbehandlung ist, untersucht das REPLAWA-Projekt, inwieweit herkömmliche Kläranlagen sowie nachgeschaltete Filtrationstechniken Mikroplastik aus dem Abwasser entfernen und entwickelt Strategien zur Reduzierung von Plastikeinträgen sowie zur Sensibilisierung von Entscheidungsträgern und Anlagenbetreibern. Das Projekt untersucht den Verbleib von Plastik in Abwasser und in Klärschlamm in Großkläranlagen, ermittelt die Mengen von Mikroplastik und an welcher Stelle diese im Klärwerk auftreten. Außerdem betrachtet es die Verregnungsgebiete in der Umgebung und vergleicht anhand von Bodenproben den Anteil von Mikroplastik bei Flächen die mit oder ohne Klärschlamm gedüngt sind. Die Ergebnisse sollen einen ökologischen wie ökonomischen Nutzen durch die Gewinnung von technischem Know-how und geeigneter Technik zum Rückhalt von Plastik bei der Abwasserbehandlung ermöglichen.

Das REPLAWA-Projekt untersucht innerhalb der Thematik des Plastiks in der Umwelt die Fragestellungen und Aufgaben zum Schutz der Ressource Wasser in Zusammenhang mit der Abwasserableitung und Abwasserbehandlung. Die Eintragspfade ins Gewässer durch Kläranlagen, Niederschlagswassereinläufe und Mischwasserentlastungen sowie die Senken bei der Abwasserbehandlung und im Klärschlamm werden ermittelt und quantitativ beurteilt. Verschiedene Verfahren zur Reduktion und Elimination des Eintrags von Plastik bei der Abwasserbehandlung werden praktisch erprobt und bewertet. Basierend auf den Untersuchungsergebnissen und Auswertungen internationaler Regulierungsansätze werden Strategien zur Reduzierung von Plastikeinträgen und zur Sensibilisierung von Entscheidungsträgern und Anlagenbetreibern sowie zu Verminderung des Eintrags über das Abwasser abgeleitet.

Aufgrund der spezifischen Gegebenheiten liegt der Fokus bei dem in diesem Vorhaben thematisierten Plastik im Abwasser vor allem auf den Mikroplastik- Fraktionen, für die die größten Herausforderungen in Bezug auf die genannten Ziele bestehen.

Die zu erarbeitenden Ergebnisse ermöglichen einen unmittelbaren ökologischen und auch ökonomischen Nutzen durch die Gewinnung und Verbreitung von technischem Knowhow für die Auswahl und Integration geeigneter Technik zum Rückhalt von Plastik bei der Abwasserbehandlung. Zudem profitieren die zuständigen politischen und behördlichen Entscheidungsträger von den im Projekt erarbeiteten Bestandsaufnahmen und Hinweisen zur Strategieentwicklung im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft.

Arbeitsschwerpunkte

SE│BS stellt dafür mit dem Abwasserverband Braunschweig eine Versuchsanlage auf dem Klärwerk Steinhof sowie Anlagentechnik zur Verfügung und unterstützt das Projekt bei der täglichen Überwachung.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das REPLAWA-Projekt, das noch bis Ende des Jahres 2020 läuft.

erschienen am: 2019-08-21 im europaticker



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