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Förderbescheide für Tunesien: Bayern unterstützt fünf Projekte für bessere Hochschulbildung,
Demokratie und umweltschonende Ressourcennutzung mit über 3,6 Mio. Euro

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Bayern fördert Aufbau einer nachhaltigen Abfall- und Kreislaufwirtschaft in drei tunesischen Regionen

Staatsminister Dr. Florian Herrmann hat heute im Prinz-Carl-Palais in München Förderbescheide in Höhe von insgesamt mehr als 3,6 Mio. Euro für fünf Projekte in Tunesien an die Hanns-Seidel-Stiftung, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, die Fraunhofer- Gesellschaft e.V. und die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft übergeben.

Herrmann: "Tunesien ist ein langjähriger Partner des Freistaats, den wir gerne auf dem Weg zu mehr Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und nachhaltiger Entwicklung weiter unterstützen. Mit unseren Projekten schaffen wir mit passgenauen Bildungs- und Ausbildungsangeboten Zukunftsperspektiven gerade auch für Jugendliche und junge Erwachsene und stärken ihre Möglichkeiten für eine Teilhabe an Politik und Umweltschutz. Das Engagement Bayerns ist eine Investition in den regionalen Stabilitätsanker Tunesien sowie in unsere Partnerschaft."

Tunesien ist ein Schwerpunktland des Afrikapakets der Staatsregierung, mit dem der Freistaat die Entwicklung einzelner afrikanischer Staaten gezielt unterstützen will. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Zusammenarbeit mit Tunesien liegen auf wirtschaftlicher Entwicklung, beruflicher Bildung, Wissenschaft, Umwelt sowie der Stärkung der Öffentlichen Verwaltung und Demokratieförderung. Mit den heute übergebenen Förderbescheiden werden fünf Projekte vor Ort unterstützt:

Durch zwei Projekte der Hanns-Seidel-Stiftung unterstützt der Freistaat die junge Demokratie Tunesiens mit insgesamt 1,25 Mio. Euro. Die Staatsregierung hat zur Stärkung der partizipativen Demokratie in Tunesien bereits von 2017 bis 2018 den Aufbau von vier "Netzwerkzentren" gefördert, die es NGOs, Bürgerschaftsinitiativen und Vereinen ermöglichen, sich untereinander zu vernetzen und gemeinsame Projekte zu verwirklichen. An diese erfolgreiche Arbeit wird mit dem Aufbau weiterer Netzwerkzentren angeknüpft. Außerdem wird die Unterstützung eines Projekts zur Förderung der gewählten nationalen und lokalen Mandatsträger sowie zur Verbesserung der Arbeitsweise des parlamentarischen Personals fortgesetzt.

Staatsminister Dr. Florian Herrmann: "Demokratie braucht lebendige Netzwerke. Deshalb wollen wir den Menschen in Tunesien helfen, politische Teilhabe noch besser zu verstehen und zu leben. Als bayerischer Beitrag zum tunesischen Transformationsprozess unterstützt die Staatsregierung auch die gewählten Mandatsträger in ihrer parlamentarischen Arbeit. Eine rege Bürgerbeteiligung im Austausch mit den Volksvertretern ist eine Bereicherung für jedes Land."

Der Freistaat Bayern verbessert die Vermittlung von wirtschafts- und praxisnäheren Lerninhalten an Studierende an sechs tunesischen Hochschulen in den Bereichen Managementkompetenzen, Elektrotechnik und Mechatronik. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit erhält 1 Mio. Euro für ein Anschlussprojekt zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Studierenden in Tunesien durch Anpassung der Studieninhalte an die Bedarfe der Wirtschaft und durch Kooperationsprojekte mit bayerischen Firmen vor Ort.

Staatsminister Dr. Florian Herrmann: "Bildung und Ausbildung sind der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Einkommen und Leben. Mit unserer Hilfe werden die Studierenden noch besser entsprechend der Bedarfe des tunesischen Arbeitsmarktes ausgebildet."

Die Fraunhofer-Gesellschaft e.V. erhält rund 960.000 Euro für den Aufbau einer nachhaltigen Abfall- und Kreislaufwirtschaft in drei tunesischen Modellregionen. Die Sauberkeit der Kommunen sowie die Wertschöpfung durch Recycling soll dadurch weiter erhöht und die Schadstoffbelastung durch eine getrennte Erfassung gefährlicher Abfälle reduziert werden.

Die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft erhalten über 450.000 Euro für die Qualifizierung von Fachpersonal der tunesischen Wasserwirtschaft zur effizienten Ressourcennutzung. Durch die verbesserte Qualifizierung des Fachpersonals wird der nachhaltige Betrieb der tunesischen Wasserinfrastruktur gewährleistet und somit Grundbedürfnisse der lokalen Bevölkerung besser abgedeckt. Langfristig soll eine eigenständige Aus- und Fortbildung von Facharbeitern vor Ort erreicht werden.

Staatsminister Dr. Florian Herrmann: "Nachhaltige Ressourcennutzung sichert Lebensgrundlagen für die Menschen vor Ort - gerade in der Wasserwirtschaft ein Grundbedürfnis. Der Aufbau einer nachhaltigen Abfall- und Kreislaufwirtschaft verbessert die Sauberkeit der Kommunen und schafft durch Recycling weitere Wertschöpfungsmöglichkeiten. Gleichzeitig entstehen neue Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten, auch für Fachkräfte."

erschienen am: 2019-09-09 im europaticker



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