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Viele Sachen lassen sich mit etwas Geschick und dem richtigen Material einfach reparieren

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Weniger Elektromüll: Repair Café auf der Rechten Weserseite

Das Quartiersbüro auf der Rechten Weserseite setzt mit einem neuen Projekt ein Zeichen gegen die Wegwerf-Gesellschaft: das Repair Café. Am vergangenen Donnerstag (5. September) nutzten Mindener*innen die Chance ihre kaputten Elektrogeräte wieder auf Vordermann zu bringen. Die Freiwilligen aus dem Quartier hatten viel zu tun, denn in den zwei Stunden, in denen das Café geöffnet hatte, standen der Lötkolben und der Schraubendreher nicht still. Erik Hasse, Quartiersmanager der Rechten Weserseite, beschreibt die Idee des Repair Café so: Ausgangspunkt waren Anfragen von Mindener*innen beim Elektrofachgeschäft von Helga Rust. Die Kunden waren sich nicht sicher, ob sich eine Reparatur überhaupt lohnt. Daraus ist dann das Projekt entstanden. Es geht darum Müll zu vermeiden. Das ist jetzt umso wichtiger, denn zum einen stehen wir alle vor der Herausforderung Klimawandel und zum anderen müssen wir auf unsere Ressourcen achtgeben, fasst der Quartiersmanager zusammen.

Unterstützt wurde unter anderem bei Displayschäden von Smartphones, kaputte Haushaltsgeräte, wie Toaster, Wasserkocher oder Leuchten wurden repariert und man ist ins Gespräch gekommen. Unser Café ist generationenübergreifend, das heißt, dass Tüftler*innen unterschiedlichen Alters ihre Hilfe zur Verfügung gestellt haben, unterstreicht Erik Hasse. Die Stadtbibliothek Minden hat für das Repair Café eine Auswahl an Fachliteratur zusammengestellt. Es gab auf einem Büchertisch Lesestoff für Heimwerker*innen und die, die es noch werden wollen. „Die Computerwerkstatt“, „Mit dem Smartphone zum Smart Home“ oder „Die besten iPhone & iPad Apps“ waren dabei nur drei Titel, die zu Rate gezogen werden konnten.

Gerade vor dem Hintergrund, dass immer mehr Geräte weggeworfen werden, wenn sie nicht mehr einwandfrei funktionieren, ist das Angebot eine zeitgemäße Alternative. „Viele Sachen lassen sich mit etwas Geschick und dem richtigen Material einfach reparieren. Sie müssen nicht gleich in die Tonne geworfen werden“, unterstreicht Helga Rust. Bei ihr wurden am Nachmittag unter anderem eine Tischleuchte, ein Mixer, ein Staubsauger, ein Smartphone und ein Entsafter wieder flott gemacht. Weil die Resonanz so gut war und auch nicht nur Elektrogeräte kaputt gehen, kann sich der Quartiersmanager vorstellen das Angebot zu einem regelmäßigen Treff auszubauen. „Wenn wir damit einen Beitrag zu weniger Elektromüll leisten, dann hat sich das in jedem Fall gelohnt“, so Erik Hasse.

erschienen am: 2019-09-10 im europaticker



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