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Studie der Uni Freiberg belegt: Hohe Effizienz beim Ökostromgesetz im Bereich der Windenergie

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Förderniveau bei Windkraft in Österreich unter dem von Deutschland

Das österreichische Fördersystem für Windkraftanlagen hat sich als effektiv hinsichtlich der Realisierung großer Mengen von Windkraftwerken erwiesen. Dass auch die Fördermittel effizient vergeben werden, zeigt nun eine Studie von Univ.-Prof. Karina Sopp von der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. Sie hat einen Vergleich der Vorteilhaftigkeit von Investitionen in Windkraftanlagen in Österreich und Deutschland vorgenommen. Im Ergebnis zeigt sich, dass bei demselben Ausmaß an Energieerzeugung in Deutschland eine höhere Rendite erzielt werden kann, als dies in Österreich der Fall ist. "Diese Studie belegt, dass das österreichische Ökostromgesetz zu den effizientesten Förderinstrumenten in Europa gehört", bemerkt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft und warnt vor Abschlägen beim Warteschlangenabbau bei der kommenden Ökostromnovelle.

Windkraftanlagen werden in Österreich über fixe Einspeisetarife gefördert, welche die Betreiber für die erzeugte Energie über 13 Jahre erhalten. Diese Tarife werden für neue Projekte alle ein bis zwei Jahre per Verordnung neu festgelegt und sind mittlerweile bei einem sehr niedrigen Wert angelangt, der zumeist unter den Förderhöhen in Deutschland zu liegen kommt.

In Deutschland werden Windkraftanlagen seit 2017 über Marktprämien mit einer Laufzeit von 20 Jahren gefördert, welche mittels Ausschreibungen vergeben werden. Über die bei diesen Ausschreibungen erzielten Zuschlagswerte wurde medial viel berichtet, fälschlicherweise wird immer wieder behauptet, die Förderung für deutsche Windkraftanlagen sei deutlich geringer als in Österreich. "Es ist aber unsachlich, die deutschen Zuschlagswerte allein mit den österreichischen Einspeisetarifen zu vergleichen, da Unterschiede bei Förderregime, der Förderlaufzeit sowie Kostenstruktur berücksichtigt werden müssen", erklärt Moidl.

Studie belegt Effizienz des Ökostromgesetzes bei Windkraft
Eine neue Studie zeigt nun deutlich, dass die Windenergieerzeuger in Österreich im internationalen Vergleich sehr effizient arbeiten "Wir bekommen also viel Energie für relativ wenig Fördermittel", so Moidl.

Univ.-Prof. Karina Sopp von der Technischen Universität Bergakademie Freiberg hat in dieser Studie einen Vergleich der Vorteilhaftigkeit von Investitionen in Windkraftanlagen in Österreich und Deutschland vorgenommen. "Im Ergebnis zeigt sich, dass durch die in Deutschland gewährte Förderung - wenngleich die für die Energieerzeugung gewährte Vergütung in weiten Bereichen deutlich niedriger ist als in Österreich - zumeist eine höhere Rendite erzielt werden kann, als dies in Österreich der Fall ist", erklärt Sopp.

Tarifabschläge bei Windkraft nicht gerechtfertigt
Derzeit verhandeln die Parlamentsparteien über eine Ökostromnovelle. Diese soll den rund 200 bereits bewilligten Windrädern die Umsetzung ermöglichen. In Diskussion sind dabei auch drastische Abschläge bei den Einspeisetarifen. "Nachdem die aktuellen Förderhöhen bereits jetzt schon tendenziell unter jenen in Deutschland liegen, ist eine Reduktion der Tarife nicht sachgerecht und daher abzulehnen", fordert Moidl abschließend.
Die Studie ist unter folgendem Link verfügbar: https://www.igwindkraft.at/mmedia/download/2019.08.21/1566398682040674.pdf

erschienen am: 2019-09-10 im europaticker



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