europaticker:
Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht: Der Schutz von Tieren hat auch bei Transporten
in Drittstaaten oberste Priorität

..................

Nach Niedersachsen untersagt auch Schleswig-Holstein Tiertransporte über einzelne Routen in Russland

Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht hat Rindertransporte von Schleswig-Holstein in die Drittländer Usbekistan und Kasachstan über bestimmte Routen in Russland untersagt. Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung hat heute den entsprechenden Erlass zu Tiertransporten ergänzt und an die zuständigen Behörden versandt.

Albrecht: „Wir haben jetzt gesicherte Informationen, dass in russischen Versorgungsstationen für Tiertransporte nach Kasachstan und Usbekistan zum Teil unhaltbare Zustände herrschen oder diese Stationen gar nicht existieren. Im Sinne des Tierschutzes habe ich einen sofortigen Stopp der Tiertransporte auf diesen Routen veranlasst. Der Schutz von Tieren hat auch bei Transporten in Drittstaaten oberste Priorität.“

Anlass für das Verbot ist der Abschlussbericht über eine Russlandbereisung, initiiert durch die hessische Landestierschutzbeauftragte, der dem Ministerium jetzt vorliegt. Tiertransporte, die Versorgungsstationen in den genannten Regionen anfahren wollen, sind ab sofort durch die zuständigen Veterinärbehörden nicht abzufertigen. 

Zur neuen Einschränkung von Tiertransporten über bestimmte Routen sagt der tierschutzpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Joschka Knuth: „Das Ministerium hat mit dem Verbot von Transporten über bestimmte Routen durch Russland genau die richtigen Schlussfolgerungen aus dem Abschlussbericht zur Russlandbereisung gezogen. Die dort dokumentierten Zustände lassen keinen anderen Schluss zu. Wenn Stationen zum Teil gar nicht existieren, sind Transporte auf diesen Routen nicht zu rechtfertigen. Der Bericht zeigt auch, wie dringlich und wichtig es ist, entsprechenden Hinweisen nachzugehen. Die zuständigen Behörden brauchen mehr Informationen und Transparenz über die Zustände auf den Transportrouten.“

GRÜNE Vorarlberg: Türkis-blau hat beim Tierschutz versagt

„Es ist inakzeptabel, dass nach wie vor Tiere in alle Himmelsrichtungen gekarrt werden: wie bekannt geworden, sogar bis in den Iran, dafür wurden sogar illegale Umwege in Kauf genommen“, nimmt Daniel Zadra, Landwirtschaftssprecher der Vorarlberger Grünen, Stellung zum heute veröffentlichten Bericht des Tiertransport-Experten Alexander Rabitsch.

Die zuständige FPÖ-Ministerin Beate Hartinger-Klein habe auf allen Ebenen versagt, da es zu weiteren Verschlechterungen bei den Tiertransporten gekommen ist. „Anstatt die Situation für die Tiere zu verbessern, ist es unter Hartinger-Klein zu einer bewussten Fehlinterpretation der EU-Verordnung gekommen, sodass die Ent- und Beladezeiten der Tiere nicht mehr zu den Fahrtzeiten zählten“, so Zadra.

Zadra ruft aber auch Landesrat Gantner auf, seine Verantwortung im Land wahrzunehmen. „Landesrat Gantner muss sicherstellen, dass Tiertransporte aus Vorarlberg EU-rechtskonform abgewickelt werden. Das heißt, möglichst kurze Transportwege unter Einbezug der Ladezeiten“, betont Zadra.

Zadra fordert rasches Handeln und verweist auf den von den Grünen vorgelegten 5-Punkte-Plan für eine Milch ohne Kälbertransporte. „Die gesamte Landwirtschaft muss so umgebaut werden, dass diejenigen landwirtschaftlichen Betriebe, die ihre männlichen Kälber am Hof behalten auch mehr für ihre Milch bekommen. Das wäre ein konkreter Anreiz, um auf Zweinutzungsrassen umzustellen. Wir Grüne wollen gesunde, qualitativ hochwertige und regionale Lebensmittel für alle Menschen in Vorarlberg und das ist möglich, wenn man an den richtigen Schrauben dreht“, schließt Zadra.

Generelle Verweigerung von Tiertransporten in Drittstaaten durch die Behörden mit Verweis auf
Schlachtbedingungen im Rahmen der geltenden EU-Vorgaben ist nicht möglich

Tiertransporte: Der Bund soll für strengere Anforderungen sorgen

Versorgungsstationen auf der Route Kasachstan/Usbekistan/Süd-Ostrussland existieren nicht
oder nur in unzureichenden Zustand

Niedersachsen will Rindertransporte nicht mehr genehmigen

erschienen am: 2019-09-11 im europaticker



Wir verwenden keine Cookies, weil uns das Surfverhalten von mehr als 1 Millionen Besucher monatlich nichts angeht.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag:
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)

Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 19. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: telefax@europaticker.de

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken