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Jährlich gehen voraussichtlich 174.000 Tonnen Kunststoffverpackungen
in der kenianischen Umwelt verloren

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Minimierung der Plastikverschmutzung mit dem WWF Afrika

Eunomia Research & Consulting wurde vom WWF Mosambik im Auftrag des Regionalbüros für Afrika beauftragt, das Problem der plastischen Verschmutzung durch afrikanische Küstenstaaten zu untersuchen und einen Strategieplan zu entwickeln, um dies zu beheben. Dieser wird das Ziel der Organisation unterstützen, die Verschmutzung durch Plastik auf dem gesamten Kontinent zu minimieren, indem die Voraussetzungen für den Austausch von Lektionen und bewährten Praktiken geschaffen und die Richtlinien der Konvention von Nairobi und Abidjan durchgesetzt werden.

Zunächst wird das Team untersuchen, inwieweit in den Küstenländern, die Vertragsparteien der Abidjan- und Nairobi-Konventionen sind, die Kunststoffverschmutzung derzeit bekämpft wird, bevor eine Reihe von Schlüsselmaßnahmen ermittelt werden, mit denen der Kunststofffluss verringert werden kann die Umgebung.

Eunomia wird mit dem WWF Südafrika zusammenarbeiten, um in acht repräsentativen Ländern eine Basislinie für plastische Strömungen zu erstellen, auf der unsere Forschung basiert. Diese Länder werden ein möglichst breites geografisches Spektrum abdecken. Ausmaß der plastischen Verschmutzung; Art der Abfallinfrastruktur; und das Ausmaß der bestehenden Maßnahmen zur Bekämpfung von Kunststoffen. Diese Forschung wird zusammen mit der Überprüfung der bestehenden politischen, rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen zur Lösung des Problems genutzt, um die vorgeschlagenen politischen Lücken und Lösungen zur Reduzierung der Plastikverschmutzung auf dem gesamten Kontinent zu ermitteln.

Diese empfohlenen Maßnahmen bilden die Grundlage für den Strategieplan des WWF Afrika zur Bekämpfung der Plastikverschmutzung. Das Programm soll auch dem WWF Afrika helfen, Einfluss auf die weltweiten Bemühungen um ein internationales Abkommen zur Beseitigung von Plastiklecks in die Umwelt zu nehmen.

Neben der Erstellung dieses Dokuments nehmen die Berater an einer Schulungs- und Verbreitungssitzung teil, an der wichtige Vertreter der Konventionen von Abidjan und Nairobi teilnehmen. Sie arbeiten während des gesamten Prozesses eng mit den WWF-Teams in Südafrika und Mosambik zusammen und arbeiten mit dem WWF-Regionalbüro für Afrika und zusammen WWF Norwegen.

Jährlich gehen voraussichtlich 174.000 Tonnen Kunststoffverpackungen in der kenianischen Umwelt verloren

In einem neuen Bericht, den die dänische Umweltschutzbehörde (DEPA) zusammen mit Capital Operating Partners in Auftrag gegeben hat, wird geschätzt, dass jährlich rund 174.000 Tonnen Kunststoffverpackungen entweder in der Umwelt belassen oder auf illegale Mülldeponien in Kenia verbracht werden.

Die endgültigen Zahlen in der Studie, die den Gesamtstrom an Kunststoffverpackungsabfällen in Kenia schätzt, zeigen, dass die Menge an Kunststoffverpackungen aus Handel und Produktion ungefähr 260.000 Tonnen pro Jahr beträgt. Unsere Forscher trafen sich mit Interessenvertretern der Branche, darunter viele kenianische Kunststoffrecyclingunternehmen, um Umfragen durchzuführen, um festzustellen, wie viel Verpackungen jährlich in Verkehr gebracht und wie viel recycelt werden: Es lagen keine genauen Daten aus vorhandenen Quellen vor. Sie stellten fest, dass geschätzte 174.000 Tonnen Kunststoffverpackungen in der Umwelt oder auf illegalen Mülldeponien verbleiben. Etwa 48.000 Tonnen werden deponiert (oder eine minimale Menge wird der Verbrennung zugeführt). und rund 37.000 Tonnen werden recycelt. Kenia erreicht mit einer ungefähren Recyclingquote von 15% einen ähnlichen Grad an Verpackungsrecycling wie die westlichen Balkanländer, in denen die Sammlung für das Recycling hauptsächlich von Müllsammlern durchgeführt wird.

Tim Elliott, Principal Consultant und Berichtsautor, sagte: „Kenia macht gute Fortschritte bei der Bekämpfung der Plastikverschmutzung. Nachdem das Land bereits ein Verbot von Tragetaschen eingeführt hat, unternimmt es nun Schritte, um zu verstehen, wie andere Arten von Kunststoffen als nützliche Ressource gehandhabt werden können. Es geht zunächst darum zu verstehen, was da draußen ist, und dann darum, das Management dessen zu verbessern, was dort ist.

"Es gibt jedoch immer noch enorme Mengen an unbewirtschaftetem Müll mit einer großen Anzahl illegaler Mülldeponien und weit verbreitetem Müll. Es gibt also noch viel zu tun." Jetzt könnte es an der Zeit sein, das Bewusstsein für andere problematische Einwegkunststoffe zu schärfen und herauszufinden, welche Rolle die erweiterte Herstellerverantwortung dabei spielen kann, die Unternehmen für die Entsorgung von Verpackungsabfällen verantwortlich zu machen und deren Recyclingfähigkeit zu verbessern.

"Wir hoffen, dass diese Forschung ein guter Schritt in Richtung Kenia ist, um eine glaubwürdige Strategie für den Umgang mit Kunststoffen und anderen Abfällen zu entwickeln."

Der Abfallfluss von Kunststoffverpackungen in Kenia war das Ergebnis einer Partnerschaft zwischen kenianischen und dänischen Behörden sowie privaten Interessengruppen. Die Studie ist Teil der laufenden Strategic Environment Sector Partnership Cooperation (SSC) zwischen Kenia und Dänemark (DEPA und Außenministerium). Die Partnerschaft verfolgt einen Kreislaufwirtschaftsansatz und konzentriert sich auf die Verbesserung der Ressourceneffizienz im kenianischen verarbeitenden Gewerbe. Dazu gehört die Unterstützung der kenianischen Behörden und des Privatsektors bei der Entwicklung einer Recyclingstrategie für Kunststoffverpackungen in Kenia, indem dänische und internationale Erfahrungen ausgetauscht werden.

erschienen am: 2019-10-03 im europaticker



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