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Saalbach und Copenhill schaffen Synergien
Kohlenstoffabscheidung: Amager Bakke entfernt CO2 aus dem Rauch

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Copenhill (DK): Müllverbrennungsanlage als Skipiste

Die Müllverbrennungsanlage in Kopenhagen versorgt nicht nur 30.000 Haushalte mit "sauberer Energie", sondern auch die dänischen Wintersportler mit einer Skipiste. Ein Projekt der besonderen Art wurde am vergangenen Wochenende in Kopenhagen eröffnet. Die Müllverbrennungsanlage „Amager Ressource Center“ sorgt für Strom für 30.000 und Wärme für 72.000 Haushalte der Stadt. Aber nicht nur das: Vom Dach bis ins Erdgeschoss wird das Gebäude von einer 450 Meter langen Skipiste und vier Liften umringt. Von oben nach unten wird die Piste immer flacher, sodass sich am Fuße des Gebäudes auch der Nachwuchs an den Sport herantasten kann. Gefahren wird auf dem „Copenhill“ allerdings nicht auf Schnee, sondern auf grünen Matten.

„Urban Mountain“

Nicht nur Skifahren soll auf dem „städtischen Berg“ möglich sein. Direkt neben der Piste befindet sich ein 490 Meter langer Wander- und Laufpfad mit einem Panorama über Kopenhagen. An der Fassade entsteht außerdem Nordeuropas größte angelegte Kletterwand mit einer Höhe von 85 Metern. Die dazugehörige Infrastruktur mit Sportshop, Skischule und -verleih, Apres Ski Lokal, Restaurant und Café runden das Angebot ab und machen die neu errichtete Freizeitanlage zu einer Attraktion für alle Outdoorsportbegeisterte.

Seit dem 4. Oktober 2019 können Sie auf einer der energieeffizientesten und umweltfreundlichsten Abfallverbrennungsanlagen der Welt, Amager Bakke, Ski fahren. Der Bau ist fast abgeschlossen und bevor das Skifahren eröffnet werden kann, fehlen nur noch wenige Tests am Energiesystem und an der Dachfläche sowie Unterlagen, die sicherstellen, dass der Dachparkverkehr vorschriftsmäßig durchgeführt wird. Wenn diese beiden Punkte erfüllt sind, kann die endgültige Genehmigung für die Inbetriebnahme bei den Behörden eingeholt und Amager Bakke eröffnet werden.

ARC, die Amager Bakke Foundation und Copenhill A / S freuen sich darauf, bald die ersten Skifahrer auf dem Dach zu sehen. Das Programm für die offizielle Eröffnung wird im August verf

ARC ist der Erbauer des Amager Bakke-Gebäudes selbst und stellt seine Dachfläche der Amager Bakke-Stiftung zur Verfügung, die die Freizeiteinrichtung errichtet. Die Ausschreibung hat ihren Betreiber Copenhill A / S ausgewählt, um das Erholungsgebiet nach der Ausschreibung zu betreiben.

Kohlenstoffabscheidung: Amager Bakke entfernt CO2 aus dem Rauch

Heute verbleibt Kunststoff im Restmüll, der in den Öfen von Amager Bakke verbrannt wird. ARC hat mehrere Initiativen ergriffen, um die Menge der zu verbrennenden Kunststoffe zu verringern. Prognosen zufolge wird es in Zukunft zwar eine erhebliche Sortierung von Kunststoffen im Abfall geben, es wird jedoch immer noch eine bestimmte Menge an Abfällen auf Ölbasis geben. Deshalb stößt Amager Bakke bei der Erzeugung von Strom und Fernwärme jährlich rund 160.000 Tonnen fossiles CO2 aus.

Wir bei ARC wollen Verantwortung dafür übernehmen, die fossilen CO2-Emissionen zu reduzieren und auf eine CO2-Neutralität hinzuarbeiten. Aus diesem Grund untersucht der ARC die Möglichkeiten, das CO2 zunächst einzufangen und später wieder zu verwerten. Die Technologie heißt Carbon Capture, und die Schlussfolgerung lautet, dass dies sowohl technologisch als auch wirtschaftlich möglich ist.

Das Prinzip der Carbon Capture-Technologie besteht darin, das CO2 aus dem Rauch von Verbrennungsanlagen zu entfernen, bevor der Schornstein verlassen wird, indem der Rauch mit einer Flüssigkeit besprüht wird, die das CO2 bindet. Wenn der Rauch aus dem Schornstein austritt, ist er frei von CO2.

Das gesammelte CO2 kann gespeichert werden, aber längerfristig wird es möglich sein, es zur Herstellung von beispielsweise Kraftstoff zu verwenden und so das Öl zu ersetzen, das ansonsten aus dem Untergrund gesammelt werden müsste.

Ziel ist es, dass 2025 bei Amager Bakke eine CO2-Abscheidungsanlage in Betrieb genommen wird, mit deren Hilfe die Stadt Kopenhagen ihr Ziel der CO2-Neutralität erreicht.

erschienen am: 2019-10-07 im europaticker



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