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September 2019 stellt weltweiten Temperaturrekord ein und verdeutlicht den Trend
zur langfristigen Erderwärmung

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Copernicus-Klimawandeldienst

Weltweite Durchschnittstemperaturen für den diesjährigen September liegen gleichauf mit denen des bisher wärmsten Septembers 2016. Er steht damit nicht allein: Die letzten vier Monate brachen entweder Temperaturrekorde oder waren nah dran.
Der Copernicus-Klimawandeldienst (Copernicus Climate Change Service, C3S), implementiert vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) im Auftrag der Europäischen Union, bestätigt heute weltweite Rekordtemperaturen für September. Besorgniserregend daran ist vor allem, dass die letzten vier Monate nun entweder Temperaturrekorde halten oder auf dem zweiten Platz landeten:

Juni 2019 war der wärmste jemals gemessene Juni, Juli sogar der wärmste gemessene Monat, während August der zweitwärmste gemessene August war. September 2019 stellte nun erneut den Temperaturrekord ein und unterstreicht den langfristigen Erwärmungstrend.

Im Vergleich zur üblichen 30-jährigen Referenzzeitspanne von 1981-2010, war der September um 0,57 °C heißer als der Durchschnitt. Das sind 1,2 °C über dem vom Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) definierten vorindustriellem Level und, nach Copernicus Daten, so warm wie September 2016, dem bisher wärmsten September im Datensatz.

Der Unterschied zwischen den Durchschnittstemperaturen von September 2016 und 2019 ist sehr gering, laut Copernicus-Daten nur 0,02 °C. Das ist ein geringerer Unterschied als die Wertangaben zu weltweiten Temperaturen, die typischerweise in den Datensätzen verschiedener Institutionen schwanken. Auf Grund der geringen Differenz teilen sich beide Monate den Spitzenplatz.

Regionen mit deutlich höheren Durchschnittstemperaturen waren vor allem im Landesinneren und dem Osten der USA, in der Mongolei und Teilen der Arktis zu finden. In Europa herrschten überdurchschnittliche Temperaturen fast auf dem gesamten Kontinent, vor allem im Süden und Südosten.

Unterdurchschnittliche Temperaturen kamen in Europa in Norwegen und Schweden sowie am östlichen Rand des Kontinents vor. Weltweit gesehen wurden nur über wenigen Regionen unterdurchschnittliche Temperaturen gemessen, dazu gehörten vor allem Südwestrussland und Teile der Antarktis.

„Diese Serie von Rekordtemperaturen ist ein Alarmsignal und unterstreicht den langfristigen Erderwärmungstrend, den wir weltweit feststellen“, sagt Jean-Noël Thépaut, Director of Copernicus ECMWF. „Wenn wir weiterhin Treibhausgase ausstoßen und so die weltweiten Temperaturen beeinflussen, wird der Rekord des September 2019 nicht lange halten.“

Monatliches Klima-Update des Copernicus-Klimawandeldienst (C3S)
Der Copernicus Climate Change Service C3S wird vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) im Auftrag der Europäischen Union implementiert und stellt monatlich Klimadaten der globalen Durchschnittstemperatur der Luft, Meereis und hydrologische Werte zur Verfügung. Alle Forschungsergebnisse basieren auf Computeranalysen, die Milliarden von Klimamessungen von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen auf der ganzen Welt auswerten.

erschienen am: 2019-10-07 im europaticker



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