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Purus, ein Pionier der Altkunststoff-Verwertung lud zur 25-Jahrfeier nach Arzberg ein

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PURUS PLASTICS GmbH feiert 25 jähriges Bestehen

Die Verschmutzung der Welt durch Plastikabfälle hat mittlerweile die tiefsten Tiefen der Weltmeere erreicht. Zu Recht sind die Bevölkerung und die Politik aufgeschreckt und das Problem hat globale Aufmerksamkeit bekommen. Das Beste ist natürlich, wenn Plastik nicht unorganisiert in die Welt gelangt, sondern aufbereitet und wiederverwendet wird. Das ist die gute Idee, die wir seit mittlerweile 25 Jahren in die Tat umsetzen, das ist die Idee, aus der PURUS PLASTICS entstanden ist“, so Jürgen Manzei, Gründer und Geschäftsführer des Recyclingunternehmens aus Arzberg.

Problemlösungen für Verpackungsfolien

Das mittelständische Familien-Unternehmen spezialisierte sich von Anfang an hauptsächlich auf die Wiederverwertung von Kunststoff-Verpackungsabfällen. Das sind eben diese dünnen Folien, die zu einer weltweiten Plage geworden sind. Mit einer Annahmekapazität von etwa 35 bis 40.000 Tonnen pro Jahr an vorsortierten Kunststoffabfällen zählt das Unternehmen zu einem der großen Verarbeiter in dieser Branche. Die vermischten Kunststoffabfälle werden zerkleinert, nach Kunststoffarten getrennt, gereinigt und gewaschen. Darauf erfolgt das Aufschmelzen und Granulieren. Damit wird aus Abfällen Wertstoff, der wieder zu neuen Produkten verarbeitet werden kann.

Umweltprodukte mit grüner Seele aus Arzberg

Auch die Produkte, die PURUS aus den aufbereiteten Plastikfolien schafft, haben eine grüne Seele, sie sind aktiver Umweltschutz. Die bekannten ECORASTER sind ein patentiertes Bodenbefestigungsystem, das der Bodenversiegelung entgegenwirkt und Regenwasser kontrolliert in den Unterboden versickern lässt. Die Kunststoffpaletten der PURUS sind die modernen Verwandten der klassischen Holzpaletten. Sie können mehrfach verwendet werden, sind leicht zu reinigen und im Schadensfall werden sie einfach zu neuen Paletten recycelt. Das neueste Produkt sind Kabeltrommeln aus Recycling-Kunststoff, die der umweltfreundlichen Grundkonzeption der Recyclingpaletten folgen. Das zeigt, das grüne Grundgedanke, der ja auch durch die Firmenfarbe symbolisiert wird, gerade auch in den Produkten des Unternehmens steckt.

Ernst machen bei Recycling und Wiederverwertung

Etwa 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und europäischen Institutionen fanden sich zur 25-Jahrfeier der PURUS in Arzberg ein. Während der Veranstaltung wies Firmengründer Jürgen Manzei darauf hin, dass die enorme Menge an Plastikfolien wirklich ein großes Problem ist, vor dem die Menschheit steht. Zu sorglos wurde viel Jahrzehnte weltweit mit Verpackungen umgegangen. Alle sind nun aufgefordert, gegen diese Umweltbelastungen etwas zu unternehmen. Verbraucher, Vermarkter und Produzenten stehen gleichermaßen in der Verantwortung. Das Sammeln, deponieren oder thermische Verwerten ist auch kein nachhaltiger Weg, das Recycling und die Verarbeitung in neue, marktgängige Produkte sind der Königsweg und die einzige echte Lösung des Problems.

Politik und Verwaltung wollen mehr Recycling fördern

Hauptredner der Umweltpolitik war Ministerialdirektor Dr. Rüdiger Detsch vom bayerischen Umweltministerium. Er sprach ebenfalls zu diesem aktuellen Thema Kunststoff und dass es aus Klima- und Umweltschutzsicht wichtig ist, immer mehr Kunststoffabfälle werkstofflich zu verwerten. Die Baubehörden des Freistaates könnten hier einen gewaltigen Entwicklungsschub geben, wenn sie bei öffentlichen Bauvorhaben bevorzugt recycelte Materialien einsetzen. Vom Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung BVSE, der mehr als 880 mittelständisch geprägte Unternehmen der Branche vertritt, wies Dr. Thomas Probst auf die jetzt nötige verstärkte Verwendung von Sekundärrohstoffen hin, um damit die natürlichen Ressourcen zu schonen.

Jährlich bis zu 600 Besucher in der Recyclinganlage

Die PURUS in Bayern zeigte den anwesenden Gästen wie Kreislaufwirtschaft funktionieren kann und wie die gesammelten Kunststoffverpackungsabfälle wieder zu neuen Produkten verarbeitet werden. Aufgrund dieser Spezialisierung wird das Unternehmen als Vorzeigebetrieb von vielen Universitäten, Hochschulen, Abfallbeauftragten der Landkreise, und von ausländischen Interessenten beachtet und besucht. Jedes Jahr kommen mehr als 600 Besucher nach Arzberg, um eine der modernsten und innovativsten Kunststoffrecycling-Technologien für gemischte Kunststoffe aus Verpackungen und damit sekundären Wertstoffen in Betrieb zu sehen. „Wir sind immer wieder stolz zu zeigen wie aus Kunststoffabfall Recyclate und daraus hochwertige Endprodukte, wie z. B. Kunststoffpaletten, transportable Lagersysteme, Ladungsträger sowie Produkte für die Begrünung von Dächern, und weiteres mehr hergestellt werden. Dafür haben wir auch neue Schulungsräume bereit gestellt, damit wir unseren Gästen aus dem In- und Ausland unsere Arbeit näher bringen können. Über Recycling darf man nicht immer nur sprechen, nein man muss es tun und die Menschen mitnehmen, damit sie sehen, dass es auch wirklich leistbar ist. Es ist gut und ein schönes Gefühl, mit unserer Arbeit und unserem Tun einen wirksamen Beitrag für unsere Umwelt zu leisten.“ so der Geschäftsführer Thomas Manzei, Gesellschafter und Sohn des Firmengründers.

Grüne Produkte aus Arzberg sind weltweit gefragt

Die grüne Idee der PURUS hat die Grenzen des deutschsprachigen Raumes längst überschritten und international geworden. Mit einem Exportanteil von über 50% ist das Unternehmen und seine Produkte weltweit vertreten. Bis nach Asien und nach Australien auf der anderen Seite der Erde werden die umweltfreundlichen Produkte aus Arzberg verschifft. Beeindruckende Zahlen zum aktuellen Wachstum des Unternehmens nannte Waltraud Zeisel, ebenfalls Geschäftsführerin von PURUS, verantwortlich für die Finanzen und die internationale Expansion. In den vergangenen sechs Jahren wurden am Standort in Arzberg mehr als 25 Millionen Euro € investiert. Mit diesem Wachstum entstanden Jahr für Jahr neue Arbeitsplätze und heute beschäftigt das Unternehmen alleine in Bayern rund 150 Mitarbeiter. Ohne die Tochtergesellschaften im Ausland wurde alleine in Arzberg im Jahr 2018 einen Jahresumsatz von rund 22 Mio € erzielt.

Mehr Wertschätzung von Umweltprodukten im Ausland

Die Tochtergesellschaften in Frankreich, Nordamerika und Russland erwirtschafteten zusammen im gleichen Jahr einen Umsatz von etwa 18 Mio €. Laut Unternehmen ist dieses starke internationale Wachstum insbesondere Verwendung von Sekundärrohstoffen und daraus hergestellten Recycling-Produkten geschuldet, sowie der Entwicklung von innovativen Produkten. „Man muss es ganz klar sagen: Im Ausland werden unsere grünen Produkte einfach mehr anerkannt und geschätzt als hier in Deutschland. Unser französischer Freund und Geschäftspartner Pierre Georgel hat die französische Regierung in einer Expertenkommission beraten und als Ergebnis können an großen Handelsstandorten große Parkplätze nur dann gebaut werden, wenn die Oberflächen wasserdurchlässig sind und die Dächer begrünt werden. Unsere französische Partnerfirma hat bisher 3,5 Millionen Quadratmeter wasserdurchlässige Parkflächen und 2,5 Millionen Quadratmeter Begrünungen realisiert. So einfach und wirkungsvoll kann Ordnungspolitik sein“, sagt Waltraud Zeisel. Neben dem Wachstum in Deutschland entstanden so in den vergangenen Jahren auch rund 100 neue Arbeitsplätze im Ausland.

Quelle: bvse /Paulus

erschienen am: 2019-10-07 im europaticker



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