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Ministerpräsident Weil und Forstministerin Otte-Kinast sagen bei „Forum Wald und Klima" Unterstützung zu

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Niedersachsen steht an der Seite der Waldbesitzer

Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf die Arbeit im Wald? Und wie entwickelt sich der Landeswald im Spannungsfeld zwischen Daseinsvorsorge und Rendite? Um diese und weitere Fragen ging es heute auf dem „Forum Wald und Klima" im Congresspark in Wolfsburg, zu dem der Bund Deutscher Forstleute (BDF) und die Gewerkschaft IG BAU Holzwirtschaft Vertreterinnen und Vertreter aus Forstwirtschaft, Wissenschaft, Naturschutz und Tourismus sowie Kommunal- und Landespolitik eingeladen hatte.

In seiner Eröffnungsrede sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil: „Die Aufforstung der großen Waldbestände, die beschädigt oder zerstört sind, wird unsere gemeinsame Aufgabe in den nächsten Jahren sein. Wir wissen, dass vor uns ein ganz hartes Stück Arbeit liegt. Die Landesregierung wird sich dieser Aufgabe mit großem Engagement stellen." Der Ministerpräsident dankte allen im Wald Beschäftigten für ihren außerordentlichen Einsatz in den vergangenen zwei Jahren.

„Der Wald steckt in einer tiefen Krise", sagte Niedersachsens Forstministerin Barbara Otte-Kinast. „Die Landesregierung hat deshalb bereits ein ganzes Bündel von Maßnahmen auf den Weg gebracht." So war nach dem Sturm „Friederike" im Frühjahr 2018 ein Paket mit Hilfen und Sonderregelungen für geschädigte Waldbesitzende bereitgestellt worden. Dazu zählen steuerliche Vergünstigungen und Verfahrensvereinfachungen sowie eine gezielte Marktentlastung für Forstbetriebe durch den Einschlagsstopp von Nadelfrischholz in den Niedersächsischen Landesforsten. Im November 2018 beschloss der Landtag zudem eine Soforthilfe in Höhe von 1,5 Millionen Euro, die für die Borkenkäferbekämpfung bereitgestellt wurde. Im Frühjahr wurde eine „Schnell-Förderrichtlinie" zum Waldschutz veröffentlicht. Dafür stehen 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Und auf dem „Waldgipfel" Ende September in Berlin hat Bundesforstministerin Julia Klöckner Niedersachsen für den Zeitraum 2020 bis 2023 Bundesmittel in Höhe von jährlich 17,24 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Diese Mittel müssten pro Jahr mit 11,49 Millionen Euro Landesmitteln kofinanziert werden. Über den Haushalt entscheidet der Landtag. Ministerpräsident Stephan Weil und Forstministerin Barbara Otte-Kinast sind hier zuversichtlich, dass die Fraktionen die außerordentlich schwierige Lage in den niedersächsischen Wäldern angemessen in ihre Überlegungen miteinbeziehen.

Trotz der Herausforderungen fange man nicht bei Null an, so Weil und Otte-Kinast übereinstimmend. Im Landeswald ist das LÖWE-Programm („LÖWE" steht für „Langfristige Ökologische Waldentwicklung", das Konzept wurde 2017 weiterentwickelt zu „LÖWE +") seit 1991 Garant für eine ökologisch ausgerichtete Waldwirtschaft, insbesondere für die Entwicklung hin zu strukturreichen und klimastabilen Mischwäldern.

Ministerpräsident Weil: „Die aktuelle Situation zeigt, dass dieses Konzept wichtiger ist denn je. Das LÖWE-Konzept bietet eine gute Grundlage für die jetzt erforderlichen Wiederaufforstungen auch außerhalb des Landeswaldes."

Forstministerin Otte-Kinast hob die Bedeutung des gemeinsamen Strategiepapiers „Wälder für Niedersachsen" hervor, das auch von der IG BAU und BDF mitgetragen wird. Otte-Kinast: „Die erarbeiteten Leitbilder sind so aktuell wie nie. Darauf müssen wir nun gemeinsam aufbauen."

Hintergrund:

Stürme, Dürre und Schädlinge verursachten in Niedersachsen Waldschäden in nie gekanntem Ausmaß. Waren zunächst Fichtenwälder betroffen, verschlechterte sich der Zustand inzwischen verstärkt auch in den heimischen Kiefern-, Buchen und Eichenwäldern. Allein in diesem Jahr sind bereits etwa 2,8 Millionen Kubikmeter Schadholz und rund 10.000 Hektar baumloser Fläche entstanden. Viele Millionen Bäume sind abgestorben. Die Prognosen bis zum Jahresende gehen von einem weiteren Anstieg von Schadholzmengen und zusätzlichen Wiederbewaldungsflächen aus.

erschienen am: 2019-10-09 im europaticker



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