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Klimawandel, Moore und Landwirtschaft

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LBEG präsentiert aktuelle Daten zu Niedersachsen

Niedersachsen ist „heiß“: Im Juli dieses Jahres stellte die Stadt Lingen im Landkreis Emsland mit 42,6°C einen neuen deutschen Rekord auf. Auch in Zukunft ist in Niedersachsen mit hohen Sommertemperaturen zu rechnen. Das zeigen verschiedene Auswertungen von Klimadaten durch das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie.

Niedersachsen ist „moorig“: In unserem Bundesland befinden sich etwa 360.000 Hektar Hoch- und Niedermoore. Moore binden Kohlenstoffdioxid und reduzieren dadurch die Treibhausgasemissionen – in Niedersachsen sind es mehr als 1.100 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid.

Niedersachsen ist „landwirtschaftlich“: Die niedersächsischen Landwirte nutzen insgesamt 2,6 Millionen Hektar als Ackerland, Dauergrünland und Dauerkulturflächen. Der Produktionswert der niedersächsischen Landwirtschaft liegt bei mehr als 12 Milliarden Euro.

Klimawandel, Treibhausgasemissionen und Flächennutzung sind nur einige Schwerpunkte über die sich die Besucher der Agritechnica vom 10. bis 16. November auf dem Stand E24 des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie in Halle 21 auf dem Messegelände Hannover informieren können. Darüber hinaus stehen die Expertinnen und Experten der Landesbehörde für Fragen zu den Themen Bodenschutz, Bodenkundliche Baubegleitung, Nährstoffmanagement oder Erosionsgefährdung zur Verfügung.

Beim Thema Klima besteht unter anderem die Möglichkeit sich über die lokale klimatische Wasserbilanz zu informieren. Dabei geht es darum, wie viel Wasser in Zukunft zur Verfügung steht. „Vor allem in den Sommermonaten zeigen unsere Projektionen, dass tendenziell mit einer geringeren klimatischen Wasserverfügbarkeit zu rechnen ist“, so Christina Scharun vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). Das sommerliche Defizit in der sogenannten „klimatischen Wasserbilanz“ wird sich zukünftig verstärken. Die Expertinnen und Experten des LBEG gehen an ihrem Stand auf die zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels auf die niedersächsischen Böden und das Grundwasser ein. Sie zeigen mit welchen Herausforderungen wir rechnen müssen und welche Regionen besonders betroffen sind. Dabei führen sie den öffentlich zugänglichen NIBIS® Kartenserver vor, über den Interessierte einsehen können, wo und wie stark der Klimawandel in der „Nahen“ (2021-2050) und „Fernen Zukunft“ (2071-2100) in Niedersachsen zu Veränderungen führt.

Besonders interessant dürfte der LBEG-Stand für Besucherinnen und Besucher aus „Moorregionen“ sein. Moore sind Kohlendioxidsenken. Wenn sie landwirtschaftlich genutzt werden, können sie aber auch zu Treibhausgasemissionen führen. Aktuell stammen circa elf Prozent der Gesamtemissionen des Landes Niedersachsen aus landwirtschaftlich genutzten Mooren. Das entspricht in etwa der gesamten Kohlendioxidemission des niedersächsischen Pkw-Verkehrs. Daher arbeitet das LBEG an Strategien zu einer klimaschonenderen landwirtschaftlichen Moornutzung und damit einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Über die aktuellen Strategien können sich Gäste auf dem LBEG-Stand der Weltleitmesse für Landtechnik gerne informieren.

Das Thema Erdverkabelung ist weiterhin aktuell. Zur Vermeidung und Verminderung von Bodenbeeinträchtigungen ist es erforderlich, das Schutzgut Boden als hauptbetroffenes Schutzgut bei der Erdverkabelung im gesamten Verfahren (Planungs-, Bau- und Rekultivierungsphase) umfassend zu berücksichtigen. Das LBEG stellt für die Planung relevante Daten bereit und berät zu Fragen des Bodenschutzes bei der Erdverkabelung. Auch darüber informieren die Fachleute der Behörde vom 10. bis 16. November.

Besonders für Landwirte dürfte das Thema Nährstoffmanagement interessant sein. Mit dem Basisemissionsmonitoring hat das LBEG für Niedersachsen ein Instrument zur Abschätzung der Stickstoffbilanz des Landes entwickelt. Besucherinnen und Besucher des Standes können sich das Monitoring direkt vor Ort vorführen lassen.

Über fachliche Themen hinaus bietet das LBEG auf der Agritechnica ein Quiz zu „Boden und Klimawandel“ an. Die „kleineren Gäste“ können in Fühlkästen verschiedene Böden ertasten.

Zur Internetseite der Agritechnica

erschienen am: 2019-11-06 im europaticker



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