europaticker:
Staatsanwaltschaft prüft, ob 37 Todes- und Krankheitsfälle in unmittelbarem Zusammenhang mit Produkten der Firma Wilke stehen
Fleisch-Krone: Betriebszulassung des zweiten Standorts ruht - LAVES prüft den Entzug der Zulassung des Unternehmens

..................

Staatsanwälte untersuchen Listerienfunde in Fleischwaren in Niedersachsen und Hessen

Hierzu äußert sich die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner: „Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit. Die Tatsache aber, dass es bereits bestätigte Todesfälle in diesem Zusammenhang gibt, und es sogar noch weitere sein könnten, ist sehr tragisch und macht sehr betroffen. Unsere Verbraucher haben ein Recht auf sichere Lebensmittel, sie müssen sich auf deren Unbedenklichkeit verlassen können.

Die Bundesländer – bei denen die Zuständigkeit liegt – sind daher aufgefordert, ausreichend qualifiziertes Personal für effektive Vor-Ort-Kontrollen bereitzustellen. Aktuell ist das augenscheinlich nicht der Fall – laut Berufsverband fehlen bundesweit etwa 1500 Kontrolleure. Ich habe die klare Erwartung, dass hier rasch nachgebessert wird. Auch müssen die Länder sicherstellen, dass Kontrollen und Kontrolleure unabhängig sind.

Als Bund wollen wir die Lebensmittelkontrolle mit dem Aufbau eines Kommunikations-System optimieren, in dem alle betroffenen Behörden umgehend alle Daten und Informationen erhalten, die sie benötigen. Auch die Produktrückrufe werden wir mit Vorgaben zu Form und Frist vereinheitlichen und somit  beschleunigen, damit Menschen geschützt werden.“

Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat am gestrigen Dienstagabend gegenüber dem Unternehmen Fleisch-Krone Feinkost GmbH das Ruhen der Betriebszulassung für den Standort in Essen (Landkreis Cloppenburg) angeordnet. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Betriebskontrolle, die das LAVES gestern gemeinsam mit dem Landkreis Cloppenburg in Essen durchgeführt hat. Der Grund der Maßnahme: Das Unternehmen konnte nicht belegen, dass positive Eigenkontrollbefunde auf Listerien in jedem Fall dem zuständigen Landkreis mitgeteilt worden sind. Ob vor dem Ruhen der Betriebszulassung am Standort Essen möglicherweise mit Listerien kontaminierte Produkte in den Handel gelangt sind, prüfen die Behörden derzeit. Seit gestern ruht sowohl in der Betriebsstätte in Goldenstedt (LK Vechta) als auch in Essen (LK Cloppenburg) jegliche Tätigkeit.

Dazu sagt Niedersachsens Verbraucherschutzministerin Barbara Otte-Kinast: „Die Zulassung nun auch am zweiten Standort des Unternehmens ruhen zu lassen, ist konsequent. Der Verdacht, dass möglicherweise nicht sichere Lebensmittel in den Verkehr gebracht wurden, wiegt schwer.“ Derzeit prüft das LAVES den Entzug der Zulassung des Unternehmens.

Zum Produktrückruf: „Die Behörden haben im Betrieb Fleisch-Krone Feinkost GmbH konsequent den Verbraucherschutz gewährleistet. Deshalb wurden auch letzte Woche unangekündigte, risikobasierte Kontrollen vom Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gemeinsam mit dem Landkreis Vechta beim Unternehmen vorgenommen. Als bei diesen Kontrollen Dokumente über den Nachweis von Listerien in verzehrfertigen Produkten der Betriebsstätte in Goldenstedt auftauchten, wurde umgehend das Ruhen der Zulassung amtlicherseits angeordnet.

Der Rückruf der entsprechenden Produkte durch den Lebensmittelunternehmer erfolgte unverzüglich. Dieser Rückruf erreichte noch am Freitagabend die Handelspartner der Fleisch-Krone Feinkost GmbH. Diese hatten die Möglichkeit zu reagieren und die Ware zu entfernen. Anschließend erfolgte am Samstag durch den Landkreis die zusätzliche Information über den Rückruf auf dem Portal www.lebensmittelwarnung.de gemäß § 40 Absatz 2 Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch. Die Behörden ermitteln auch am Standort von Fleisch-Krone Feinkost GmbH im Landkreis Cloppenburg. Mit einem Bericht über das Kontrollergebnis rechnen wir morgen.“

In diesem Zusammenhang macht das Niedersächsische Verbraucherschutzministerium darauf aufmerksam, dass das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) am Dienstag wegen der Vorkommnisse Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg stellt, um klären zu lassen, ob Straftatbestände vorliegen.

Niedersachsen: Produktrückruf nach Listeriennachweis - EU-Zulassung ausgesetzt
Frikadellen-Bällchen mit Listerien bei NORMA und REWE aufgetaucht - Behörden reagieren sofort

Der Fleischverarbeitende Betrieb war Anfang Oktober geschlossen worden, nachdem sich die Hinweise zu einem lebensmittel-
bedingten Krankheitsausbruch durch Listerien verdichtet hatten

Gammelwurstskandal: Landkreis Waldeck-Frankenberg sichert Staatsanwaltschaft Unterstützung zu

erschienen am: 2019-11-06 im europaticker



Wir verwenden keine Cookies, weil uns das Surfverhalten von mehr als 1 Millionen Besucher monatlich nichts angeht.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag:
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)

Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 19. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: telefax@europaticker.de

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken