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Fraunhofer Studie: Der Einsatz von Stahlschrott spart Klima- und Umweltkosten in Milliardenhöhe

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Stahlrecycler fordern Belohnung von CO2-Einsparungen

Kontraproduktive Klimaschutzgesetze der Bundesregierung machen Sammlung und Aufbereitung von Stahlschrott der CO2-einsparenden Stahlrecyclingbranche unwirtschaftlich. Anlässlich des Tags des internationalen Klimastreiks und der Befassung des Bundesrates mit dem Klimaschutzgesetz kritisiert die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V. (BDSV) erneut, dass in den geplanten Gesetzen keine Instrumente zur Belohnung von CO2-Einsparungen der Stahlrecyclingbranche und weiteren Branchen der Kreislaufwirtschaft vorgesehen sind. Nur eine zusätzliche Förderung des Stahlrecyclings und politische Maßnahmen in diesem Bereich sind ein effizienter Beitrag zum Klimaschutz und steigern gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Stahl- und Stahlrecyclingwirtschaft. Stattdessen tragen das Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) und das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) dazu bei, Sammlung und Aufbereitung von CO2-einsparenden Stahlschrott erheblich zu verteuern und somit unwirtschaftlich werden zu lassen.

Fraunhofer Studie: Der Einsatz von Stahlschrott spart Klima- und Umweltkosten in Milliardenhöhe.

Schrott ist ein zentraler Rohstoff für die Stahlherstellung und trägt erheblich zur Minderung von Emissionen bei. Durch den Einsatz von Stahlschrott werden somit Klima- und Umweltkosten in Millionenhöhe eingespart. Das ist das Ergebnis der jüngst veröffentlichten Studie »Schrottbonus. Externe Kosten und fairer Wettbewerb in den globalen Wertschöpfungsketten der Stahlherstellung«, die das Institut Fraunhofer IMWS im Auftrag der BDSV erstellt hat. Demnach senkt der Einsatz von Stahlschrotten in Europa die Kosten des Klimawandels um bis zu 20 Milliarden Euro pro Jahr. Allein die jährlich in Deutschland eingesetzten rund 19 Mio. t. Stahlschrott zur Erzeugung von Rohstahl tragen zu einer Ersparnis von über 32 Mio. t CO2 gegenüber der Verwendung von Primärrohstoffen bei.

CO2-einsparendes Stahlrecycling fördern statt behindern

Die BDSV kritisiert, dass der erhebliche Beitrag der Stahlrecyclingwirtschaft und der Kreislaufwirtschaft zum Klimaschutz durch CO2-Einsparung in den neuen Gesetzen des sog. Klimaschutzpaketes überhaupt nicht berücksichtigt werden. Offenbar gilt im Bereich der Klimaschutzpolitik die Devise, zunächst alle Beteiligten mit höheren Kosten und umweltrechtlichen Vorschriften zu belasten, anstatt diejenigen - wie die Stahlrecyclingwirtschaft - zu fördern, die mit der Sammlung und Aufbereitung von Stahlschrott bereits seit Jahrhunderten zu Minderung von Emissionen bei der Stahlherstellung beitragen. Diese Ignoranz zeigt auch, dass die Klimaschutzpolitiker nicht in der Lage sind, die unverzichtbaren Leistungen einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft im Rahmen eines effektiven Klimaschutzes zu verstehen.

Nach Auffassung der BDSV könnten beispielsweise CO2-Emissionen, die unvermeidbar auch beim Recycling von Stahlschrott entstehen, darauf angerechnet werden, was an CO2-Emissionen bei den Stahlwerken durch den Einsatz von eingeschmolzenen Stahlschrott eingespart wird. Als weiteren Bonus für Schrott schlägt die BDSV vor, Genehmigungsverfahren und umweltrechtliche Vorschriften für Stahlrecyclinganlagen zu vereinfachen. Sie tragen im Ergebnis dazu bei, CO2-Emissionen einzusparen.

 

Bild: © Birgit Brügmann / Oryx Stainless Der Einsatz hochwertiger Stahlschrotte sorgt dafür, dass die Stahlproduktion ökonomisch und ökologisch nachhaltig ist.

erschienen am: 2019-11-30 im europaticker



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