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Bundesentwicklungsminister Müller fordert bei 12. Deutsch-Russischer Rohstoff-Konferenz neues Kapitel
deutsch-russischer Freundschaft und gesamteuropäische Zusammenarbeit

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Entwicklung einer deutsch-russischen Kreislaufwirtschaft angeregt

„Deutschland und Russland können zusammen Motor beim Umwelt- und Ressourcenschutz sein“: Im Rahmen der 12. Deutsch-Russischer Rohstoff-Konferenz forderte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller am Donnerstag, 28. November 2019, ein „neues Kapitel deutsch-russischer Freundschaft zu beginnen“, um gemeinsam den Klimaschutz voranzutreiben. Mit Russlands stellvertretendem Premierminister Alexey Gordejev tauschte er sich über die gemeinsame Entwicklung der Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Russland nach deutschem Vorbild aus.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller fordert beim Thema Umweltschutz eine gesamteuropäische Zusammenarbeit und sieht Deutschland und Russland als gemeinsame Partner in einer Vorreiterrolle. „Die Überlebensfrage der Menschheit lösen wir nur gemeinsam. Die Welt braucht Russland, um die Umwelt- und Klimarisiken im Bergbau und in der Weiterverarbeitung von Rohstoffen zu minimieren. Lasst uns eine gesamteuropäische Zusammenarbeit vertiefen, wobei Russland und Deutschland gemeinsam der Motor beim Umweltschutz und Ressourcenschutz sein können“, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag, 28. November 2019, im Rahmen der 12. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in St. Petersburg/Russland.

Er verwies auf das große Klimaschutzpotenzial Russlands und nannte exemplarisch die russischen Torfmoore. „Russland ist das größte Land der Welt, umso mehr haben sie es selbst in der Hand, Klimaschäden abzuwenden. Lassen Sie unsere Beziehungen stärken, indem wir über Klimaschutz zueinander finden. Es geht um die Vermeidung von Treibhausgasemissionen, die Reduzierung der Belastungen von Wasser und Böden sowie um die Bewahrung von Naturgebieten.“ Gleichzeitig begrüßte er erneut den Beitritt Russlands in das Pariser Klimaschutzabkommen. Als zukunftsträchtigen Energieträger nannte er Wasserstoff: „Der Bedarf wird sich allein in Europa bis 2030 verdoppeln.“ Russland verfüge beim Thema Wasserstoff über große Potenziale.

Zudem betonte er das Interesse am Aufbau einer deutsch-russischen Nachhaltigkeitspartnerschaft. Teil dessen könne die gemeinsame Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft sein. „Deutschland hat großes Interesse am Aufbau einer Kooperation“, so Müller. Er nannte beispielhaft die Kooperation im Rahmen eines Programms für die Kreislaufwirtschaft, das für Kommunen Lösungen zum Vermeiden und Recyceln von Müll anbietet.

Der stellvertretende russische Premierminister Alexey Gordejev pflichtete Müller bei und verwies auf die Möglichkeit, gemeinsame Energieprojekte anzuschieben. „Die Kooperation zwischen Deutschland und Russland hat eine lange Geschichte und strategischen Charakter. Nun geht es auch um die gemeinsame Vermeidung von Umweltbelastungen.“ Er betonte Bestrebungen, im Zuge der Etablierung einer modernen Abfallwirtschaft und eines Kreislaufsystems in Russland nach deutschem Vorbild zusammenzuarbeiten. Außerdem sprach er die Entwicklung eines neuen Gesetzes an, von dem deutsche Unternehmen profitieren könnten: „Es geht darum, die Investitionsbedingungen für ausländische Unternehmen und Investoren zu vereinfachen.“

Im Rahmen der 12. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz vom 27. bis 29. November 2019 treffen sich zahlreiche hochrangige Vertreter Russlands und Deutschlands, um sich unter anderem über aktuellen Entwicklungen auf dem Energie- und Rohstoffsektor sowie wichtigen Fragestellungen zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit auszutauschen. Ziel des dreitägigen Zusammentreffens an der Staatlichen Bergbau-Universität ist es, dass Wissenschaftler und Unternehmen aus beiden Ländern auf diesen Gebieten künftig stärker zusammenzuarbeiten, um damit perspektivisch gemeinsam den Klimaschutz zu stärken.

Die Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz, die seit 2007 an wechselnden Austragungsorten in Deutschland und Russland stattfindet, gilt als wichtige Dialogplattform, um Fachthemen der Energie- und Rohstoffwirtschaft zu diskutieren und bilaterale Kooperationsprojekte auf wissenschaftlicher, ökonomischer, ökologischer, Ebene anzustoßen. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch die Technische Universität Bergakademie Freiberg und der Staatlichen Bergbau-Universität St. Petersburg. Die zwei ältesten Montanhochschulen der Welt sind Gründer des Deutsch-Russische Rohstoff-Forums.

erschienen am: 2019-11-30 im europaticker



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