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Dialog über aktuelle Entwicklungen im Energie- und Rohstoffsektor und das Erörtern wichtiger
Fragestellungen zum Klimaschutz, zur Kreislaufwirtschaft und zu Nachhaltigkeit

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Nachhaltigkeitskooperation bei 12. Deutsch-Russischer Rohstoff-Konferenz verabschiedet

Im Rahmen der 12. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz haben die Teilnehmer die Notwendigkeit einer deutsch-russischen Zusammenarbeit beim Klimaschutz bekräftigt. Am zweiten Tag der dreitägigen Konferenz zählten der Aufbau einer Abfall- und Kreislaufwirtschaft und die gemeinsame Entwicklung von Wasserstoff als Energieträger der Zukunft zu den zentralen Themen. Bundesentwicklungsminister Müller sagte, dass er sich „Deutschland und Russland können gemeinsamen als Motor beim Umwelt- und Ressourcenschutz“ vorstellen könne. Das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum verabschiedete eine Erklärung zum Ausbau der Nachhaltigkeitskooperation.

Im Rahmen der 12. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in St. Petersburg/Russland haben hochrangige russische und deutsche Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft ihr Bestreben bekräftigt, stärker im Bereich des nachhaltigen Wirtschaftens und beim Klimaschutz zusammenzuarbeiten, um auf globale ökologische Herausforderungen zu reagieren. Zum Abschluss des zweiten Konferenztages am Donnerstag, 28. November 2019, an dem mehr als 500 Gäste teilnahmen, wurde eine Abschlusserklärung verabschiedet, die den Ausbau der Nachhaltigkeitskooperation im Rahmen des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums zum Inhalt hat. Konkret betrifft dies eine vertiefende Zusammenarbeit deutscher und russischer wirtschaftlicher, politischer und wissenschaftlicher Institutionen im Bereich der Kreislaufwirtschaft, auf dem Gebiet der Entwicklung von Wasserstoff und Grüner Gase, beim Umweltschutz im Bergbau sowie beim Thema Digitalisierung im Rohstoff- und Energiebereich. Zudem wurde die Notwendigkeit des regelmäßigen Dialogs zwischen Jugendlichen, Studenten, Doktoranden und junger Forscher beider Länder betont.

In seiner Rede hatte zuvor bereits Bundesentwicklungsminister Gerd Müller darauf verwiesen, dass Deutschland und Russland als gemeinsame Partner eine Vorreiterrolle einnehmen sollten. „Die Überlebensfrage der Menschheit lösen wir nur gemeinsam. Die Welt braucht Russland, um die Umwelt- und Klimarisiken im Bergbau und in der Weiterverarbeitung von Rohstoffen zu minimieren. Lasst uns eine gesamteuropäische Zusammenarbeit vertiefen, wobei Russland und Deutschland gemeinsam der Motor beim Umweltschutz und Ressourcenschutz sein können“, sagte Müller.

Zudem betonte er das Interesse am Aufbau einer deutsch-russischen Nachhaltigkeitspartnerschaft. Teil dessen könne die gemeinsame Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft sein. „Deutschland hat großes Interesse am Aufbau einer Kooperation“, so Müller. Er nannte beispielhaft die Kooperation im Rahmen eines Programms, das für Kommunen Lösungen zum Vermeiden und Recyceln von Abfällen anbietet. Große Bedeutung maß er der Notwendigkeit zur beiderseitigen Zusammenarbeit bei: „Lassen Sie unsere Beziehungen stärken, indem wir über Klimaschutz zueinander finden. Es geht um die Vermeidung von Treibhausgasemissionen, die Reduzierung der Belastungen von Wasser und Böden sowie um die Bewahrung von Naturgebieten.“

Auch Russlands stellvertretender Premierminister Alexey Gordejev betonte, dass Russland mit seinem Beitritt zum Pariser Klimaabkommen und mit neuen Gesetzen den Umweltschutz betreffend wichtige Impulse gesetzt habe: „Die Umsetzung der Pariser Klimaziele und der Aufbau nachhaltiger Wertschöpfungsketten sind Herausforderungen, die nur durch internationale Kooperationen bewältigt werden können“, sagte er und verwies darauf, dass es konkrete Ansätze der deutsch-russischen Zusammenarbeit gäbe, beispielsweise beim Thema Wasserstoff oder beim Aufbau einer Abfall- und Kreislaufwirtschaft nach deutschem Vorbild.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff zog ebenfalls ein positives Fazit: „Es ist wichtig, dass wir in Deutschland auch weiterhin eine sichere Energieversorgung haben. Das wurde bei der Konferenz verdeutlicht. Zudem haben wir viele neue Aufgabenfelder in der Energiepolitik benannt, beispielsweise beim Thema Erneuerbare Energien oder im Bereich der Abfallwirtschaft. Es gibt also viele verschiedene Betätigungsfelder für gemeinsame Joint Ventures, und hierzu soll nun ein vertiefender Austausch erfolgen.“

Ziel der diesjährigen Konferenz, die jährlich abwechselnd in Russland und Deutschland vom Deutsch-Russischen Rohstoff-Forum ausgetragen wird, ist der Dialog über aktuelle Entwicklungen im Energie- und Rohstoffsektor und das Erörtern wichtiger Fragestellungen zum Klimaschutz, zur Kreislaufwirtschaft und zu Nachhaltigkeit. In Form von Vorträgen, Diskussionsrunden oder Rundtisch-Gesprächen wurden zudem die klimafreundliche Transformation der Energiesysteme, die Einführung Bester Verfügbarer Techniken für mehr Umweltschutz im Bergbau oder die Digitalisierung der Rohstoffwirtschaft thematisiert.

Die wissenschaftliche Begleitung der 2007 ins Leben gerufenen Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz erfolgt durch die Technische Universität Bergakademie Freiberg und die Staatliche Bergbau-Universität St. Petersburg. Die zwei ältesten Montanhochschulen der Welt sind Gründer des Deutsch-Russische Rohstoff-Forums.

erschienen am: 2019-12-01 im europaticker



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