europaticker:
Stilllegungsprozess startet am 20. Dezember – Sicherheitslandesrat und Energielandesrat
sprechen von „sehr erfreulicher Nachricht für Vorarlberg“

..................

Bern: Leistungsbetrieb von AKW Mühleberg endet

Positiv aufgenommen haben Sicherheitslandesrat Christian Gantner und Energielandesrat Johannes Rauch die Ankündigung, wonach das Schweizer Atomkraftwerk Mühleberg seinen Leistungsbetrieb am 20. Dezember 2019 einstellt. Zuvor hat das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) dem vorliegenden Konzept für den erforderlichen technischen Nachbetrieb des AKW bis zur endgültigen Abschaltung Ende September 2020 zugestimmt. „Eine sehr erfreuliche Nachricht für Vorarlberg“, betonen die beiden Landesräte Christian Gantner und Johannes Rauch.

Das 1972 in Betrieb genommene Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) liegt auf dem Gemeindegebiet von Mühleberg im Kanton Bern. Es liegt etwa 2 km nördlich von Mühleberg an der Aare direkt unterhalb des Wohlensees, 14 km westlich von Bern. Das mit einem Siedewasserreaktor (BWR4) von General Electric mit 373 MW elektrischer Leistung ausgerüstete Kernkraftwerk produzierte im Jahr 2011 2,6 Milliarden Kilowattstunden Strom. Eigentümerin und Betreiberin ist die BKW Energie. Aufgrund seiner Nähe zur Bundesstadt Bern und des vergleichsweise hohen Alters sowohl der Anlage als auch der zugrundeliegenden Technik ist das Kraftwerk umstritten. 2013 hat die BKW entschieden, das Kernkraftwerk 2019 ausser Betrieb zu nehmen. Am 18. Dezember 2015 hat die BKW ein entsprechendes Stilllegungsgesuch beim UVEK eingereicht

Die klare Haltung des Landes sei unverändert, so Gantner: „Die Kernenergie ist eine unbeherrschbare Risikotechnologie, die so rasch wie möglich beendet werden muss“. „Die Atomkraft ist nicht nur nicht sicher. Sie ist ein energiewirtschaftlicher Irrweg. Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energiequellen“, ergänzt Rauch. Dass nun mit Mühleberg ein Kernkraftwerk in der Nachbarschaft außer Betrieb genommen wird, bedeute einen Sicherheitsgewinn für Vorarlberg, hält Gantner fest.

   Dem eingeleiteten Stilllegungsprozess, der jetzt zeitlich fixiert ist, müssten nun nächste logische Schritte folgen, so der Landesrat. „Kritisch gesehen werden in Vorarlberg die unbefristeten Laufzeiten. Insbesondere auch die Reaktoren Beznau I und II sollen so bald wie möglich vom Netz genommen werden“, appelliert Gantner. „Zukunftsfähige Energiegewinnung heißt, weg von atomar und auch fossil hin zu erneuerbaren Energieträgern“, stellt Rauch klar. Von beiden Regierungsmitgliedern wird die Schweizer Abkehr von der Risikotechnologie grundsätzlich begrüßt: „Das liegt im Interesse Vorarlbergs und stößt auf breite Zustimmung in der Bevölkerung.“

erschienen am: 2019-12-01 im europaticker



Wir verwenden keine Cookies, weil uns das Surfverhalten von mehr als 1 Millionen Besucher monatlich nichts angeht.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag:
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)

Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 19. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: telefax@europaticker.de

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken