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Weber: Viele offene Fragen, nicht nur für die Verkehrslösung

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Bürger stimmen für Kiesabbau in Altach (Vorarlberg (AT))

Bei der Volksabstimmung am Sonntag in Altach haben 62,47 Prozent für den Kiesabbau des Unternehmens „Kopf Kies und Beton GmbH“ im Sauwinkel gestimmt. Bürgermeister Gottfried Brändle (ÖVP) spricht von einer guten Entscheidung, der Grüne Gemeindevertreter Bernhard Weber kündigt eine starke Kontrollinstanz an. Brändle spricht in einer ersten Reaktion im ORF Vorarlberg-Interview von einer guten Entscheidung für die Gemeinde Altach. Mit diesem Ergebnis bestehe nun auch eine sehr große Chance, dass die Autobahnanbindung für eine Verkehrsentlastung in der Gemeinde gebaut werden kann.

Altach ist eine Gemeinde in Österreich in Vorarlberg im Bezirk Feldkirch mit 6753 Einwohnern . Wegen der geringen Fläche ist sie mit einer Einwohnerdichte von 1260 Einwohnern/km² die am dichtesten besiedelte Gemeinde Vorarlbergs. Die Gemeinde grenzt an drei österreichische und zwei Schweizer Gemeinden. Diese sind die zum Bezirk Dornbirn gehörende Stadt Hohenems, die Marktgemeinde Götzis und die Gemeinde Mäder, die ebenfalls im Bezirk Feldkirch liegen, und die zum Kanton St. Gallen gehörenden Gemeinden Oberriet und Diepoldsau.

Unweit der bisherigen Abbaustätte von Kies Kopf sollen in den nächsten 35 Jahren 1,5 Millionen Kubikmeter Kies abgebaut und im Gegenzug Material eingelagert werden. Bereits im Vorfeld sorgte das Projekt für viel Gesprächsstoff.

„Die Menschen in Altach haben sich für den weiteren Kiesabbau ausgesprochen. Nun heißt es diesen – und die damit einhergehende zusätzliche Verkehrsbelastung – umweltschonend und für Anrainer und Anrainerinnen entlastend zu gestalten“, kommentiert Bernie Weber, grüner Gemeindevertreter und Mitinitiator der heutigen Volksabstimmung, das Ergebnis von 62,47 Prozent für weiteren Kiesabbau in Altach.

„Information und Mitbestimmung der Altacher Bevölkerung war das Ziel der Volksabstimmung, das haben wir erreicht“, so Weber. Er sei froh, dass die Volksabstimmung vorbei sei und danke allen, die sich an der Wahl beteiligt haben.

Die Detailausarbeitung des Projektes werde Weber nun genau mitverfolgen. „Die Anrainerinnen und Anrainer der bereits jetzt stark belasteten LKW-Routen brauchen dringend eine Verkehrslösung. Der eventuelle Autobahnanschluss wird die Transitstrecke nur teilweise entlasten“, so Weber. Auch im Bereich Naturschutz brauche es eine starke Kontrollinstanz, „wir werden die Fördergrenzen und Wiederbefüllung sowie die Feinstaub-, Schadstoff- und Lärmbelastung der Kiesgrube unter die Lupe nehmen“, kündigt der Gemeindevertreter an.

Auch in Fragen der Wirtschaftlichkeit sei noch einiges zu klären, wie etwa die Aufteilung der Investitionskosten und Gewinne zwischen Altach und Götzis. „Hier braucht es einen öffentlichen Kosten- und Finanzierungsplan. Es ist Aufgabe der Politik derartige Projekte transparent und nachhaltig umzusetzen“, schließt Weber.

erschienen am: 2019-12-01 im europaticker



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