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Umweltminister Lies und NLWKN geben verstärkte Küstenschutzanlagen frei:
Unverzichtbarer Beitrag für Sturmflutsicherheit von Insel und Festland

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Küstenschutzmaßnahmen auf Wangerooge erfolgreich abgeschlossen

Sechs Jahre lang arbeitete der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) an einer Verstärkung des Küstenschutzes auf der Insel Wangerooge - ein wichtiger Beitrag auch für den Schutz der ostfriesischen Festlandsküste. Nach Abschluss der Arbeiten an Dorf- und Ostgrodendeich sowie Schöpfwerk und Bahndeichschart wurden die verbesserten Schutzanlagen am Samstag von Umweltminister Olaf Lies feierlich freigegeben. Auf Wangerooge kündigte der Minister für die Zukunft weitere konsequente Investitionen in den Küstenschutz an.

Am Ende war es ein kurzer Scherenschnitt durch rotes Band, der sechs Jahre Bauzeit zu einem erfolgreichen Abschluss brachte: Als der Niedersächsische Umweltminister am Samstagmittag im Rahmen eines kleinen Festaktes am Wangerooger Bahndeichschart den symbolischen letzten Akt vollzog, war von dem schweren Baugerät, welches seit 2014 mit zum Bild der kleinen Insel gehörte, nichts mehr zu sehen. Gemeinsam mit Professor Frank Thorenz, Leiter der für das Projekt zuständigen NLWKN-Betriebsstelle Norden-Norderney, Landrat Sven Ambrosy, Inselbürgermeister Marcel Fangohr und weiteren geladenen Gästen hatte sich Lies zuvor ein Bild von den verstärkten Deichabschnitten gemacht. Auf einer Länge von insgesamt 3,3 Kilometern waren Dorf- und Ostgrodendeich unter der Regie des NLWKN erhöht worden, um Sturmfluten auch in Zukunft erfolgreich abwehren zu können. Vervollständigt wurden die umfassenden Arbeiten in mehreren Bauabschnitten durch einen Neubau des Wangerooger Schöpfwerkes und des Deichschartes für die Inselbahn.

„Mit Abschluss dieser umfassenden Küstenschutzmaßnahme hat der Sturmflutschutz für die Insel Wangerooge ein völlig neues Niveau erreicht", betonte Lies wenig später im Rahmen einer Ansprache im Wangerooger Flugplatzrestaurant. Dabei hatte der Niedersächsische Umweltminister durchaus nicht allein den Schutz der Insel selbst im Sinn: Schließlich liege die dem Festland vorgelagerte Inselkette bei Sturmfluten in vorderster Front. „Die Inseln leisten insofern auch einen unverzichtbaren Beitrag zum Schutz der norddeutschen Festlandsküste", hob Lies hervor. Zugleich betonte der Minister auf Wangerooge die Notwendigkeit fortlaufender weiterer Investitionen: „Angesichts von Klimawandel und prognostiziertem Meeresspiegelanstieg ist klar: Küstenschutz wird eine Daueraufgabe bleiben - und wir werden auch nach Abschluss der aktuellen Arbeiten Strategien entwickeln müssen, wie wir die wichtige Küstenschutzfunktion der Insel für das Festland und auch den Küstenschutz auf den Inseln selbst langfristig sicherstellen können".

30 Millionen für den Schutz Wangerooges

Im Rahmen der nun abgeschlossenen Baumaßnahme hatte das Land aus Mitteln der Bund-/Länder-Gemeinschaftsausgabe Küstenschutz insgesamt rund 30 Millionen Euro investiert. Im Wangerooger Flugplatzrestaurant lobte Professor Thorenz die gute Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteuren bei Planung und Umsetzung: „Gemeinsam mit der Gemeinde, der Nationalparkverwaltung, den Verbänden und dem Landkreis Friesland ist es uns auf Wangerooge gelungen, einen Deichbau umzusetzen, der neben der Verbesserung des Küstenschutzes auch dem hohen Wert des Naturraums Wattenmeer Rechnung trägt".

Dabei hatten sich die Arbeiten auf der östlichsten der ostfriesischen Inseln als logistisch durchaus herausfordernd dargestellt: So war für den Transport der Deichbaustoffe von Festland zur Insel 2014, 2016 und 2018 unter anderem im Watt südlich von Wangerooge ein 1,5 Kilometer langer Sanddamm errichtet worden, der jeweils zweimal täglich durch die normale Flut überdeckt wurde. Nach Abschluss der Arbeiten musste dieser wieder zurückgebaut werden. Im ersten von drei Bauabschnitten war bis Ende 2014 der östliche Teil des Ostgrodendeiches verstärkt und erhöht worden. Bis 2019 folgten zwei weitere Deichbauabschnitte sowie der Neubau des Schöpfwerkes und des Deichscharts für die Inselbahn und die Herstellung des Deichverteidigungsweges und des Weges auf der Deichkrone. Die insgesamt rund 3,3 Kilometer lange Deichstrecke hatte Fehlhöhen von bis zu 1,5 Metern und nur eine sehr schwache Kleiabdeckung aufgewiesen.

erschienen am: 2019-12-02 im europaticker



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