EUROPATICKER aktuell
Freitag, 26. Juli 2019

Nitratrichtlinie: Deutschland erhält Mahnschreiben

(Wählen Sie bitte die untere Zeile zum Lesen des vollständigen Beitrags) 


Bundeskartellamt veröffentlicht Fallbericht vom 25. Juli 2019:
Zusammenschlussvorhaben Remondis/DSD untersagt

Das Bundeskartellamt hat das Vorhaben der REMONDIS SE & Co. KG untersagt, sämtliche Anteile am dualen System DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG zu erwerben. Das Vorhaben hätte zu einer erheblichen Behinderung wirksamen Wettbewerbs auf dem Markt für duale Systeme und zur Entstehung einer marktbeherrschenden Stellung bei der Vermarktung aufbereiteter Hohlglasscherben geführt. Die von den Zusammenschlussbeteiligten angebotenen Zusagen waren nicht geeignet, eine Untersagung abzuwenden. Wie erwartet, hat der Abfallkonzern am Mittwoch (24.07.2019) Beschwerde zum Oberlandesgericht Düsseldorf erhoben. Das Unternehmen hat sich noch nicht zu dem gerichtlichen Verfahren geäußert.
Grüner Punkt: Remondis hat Beschwerde gegen den Untersagungsbeschluss eingelegt

FISCHER stärkt das Kerngeschäft
Die Herstellung von Re-Granulat aus weißem, kompaktiertem EPS wird zum 1. August 2019 die Firma Karl Bachl GmbH & Co. KG mit Sitz in Röhrnbach übernehmen. Mit der EPS-Re-Granulats-Sparte verlässt auch der ehemalige Geschäftsführer Jürgen Sohn die FISCHER-Gruppe in Richtung Bachl, schreibt der bvse. Die Karl Bachl GmbH & Co. KG ist ein deutscher Hersteller von Dämmstoffen, Kunststoffen und Bauelementen sowie Anbieter von Baudienstleistungen, mit Hauptsitz im niederbayerischen Röhrnbach.
Karl Bachl Kunststoffverarbeitung übernimmt Sparte „EPS-Re-Granulat weiß“

Befesa mit geringeren Ergebnissen aufgrund der Werkserweiterung in der Türkei und niedrigerem Preisumfeld – globale Expansion weiterhin auf Kurs
Nach planmäßigen temporären Stilllegungen aufgrund von Kapazitätserweiterungen und Wartungsarbeiten erwartet Befesa S.A. ("Befesa"), der europäische Marktführer im Bereich Umweltdienstleistungen für die sekundäre Stahl und Aluminiumindustrie, ein stärkeres 2. Halbjahr 2019. Im 1. Halbjahr 2019 sank das Ergebnis um 10%, was hauptsächlich auf den vorübergehenden Rückgang der behandelten Menge an Stahlstaub aufgrund der geplanten Kapazitätserweiterungsarbeiten in der Türkei zurückzuführen ist, der rund 8,0 Mio. € der EBITDAVerringerung um insgesamt 8,8 Mio. € gegenüber dem 1. Halbjahr 2018 ausmacht. Weitere planmäßige Wartungsarbeiten in anderen Werken, höhere branchenweite Schmelzlöhne und niedrigere Marktpreise für Zink (10% gegenüber H1 2018) und Aluminiumlegierungen (20% gegenüber H1 2018) waren weitere gegenläufige Faktoren. Diese wurden jedoch weitgehend durch höhere abgesicherte Zinkpreise, die Verbesserungen im Edelstahlrecyclinggeschäft und effizientere Öfen für die Produktion von Sekundäraluminium ausgeglichen.
Industrieabfall-Recycler Befesa sieht Entwicklung positiv



In sechs Wochen vom Mechatroniker zum Servicetechniker für Kommunalfahrzeuge

Deutschland und Österreich werden gemeinsames Modell für höhere Maut am Brenner-Korridor festlegen
LH Platter: Wir werden Deutschland an der Entlastung der Bevölkerung messen
Im Vorfeld des heutigen Gesprächs zur Transit-Belastung am Brenner-Korridor hatte Tirols Landeshauptmann Günther Platter festgehalten, dass er nur nach Berlin reist, um über echte, kurzfristige Maßnahmen zur Entlastung der Tiroler und Bayrischen Bevölkerung zu sprechen. Auch bei der heutigen Pressekonferenz mit Deutschlands Verkehrsminister Andreas Scheuer, Österreichs Verkehrsminister Andreas Reichhardt und Bayerns Staatsminister Hans Reichhart blieb er hart: „Wir weichen keinen Millimeter von unseren Notmaßnahmen ab. Egal, ob das die LKW-Blockabfertigungen, die Nachtfahrverbote, Wochenendfahrverbote, Abfahrverbote, das Sektorale Fahrverbot oder das Euroklassen-Fahrverbot betrifft“, erklärt der Landeshauptmann zu Beginn der Pressekonferenz.
Transit-Gespräche in Berlin: Tirol hält an Maßnahmen wie Blockabfertigungen und Fahrverboten fest

Der diesjährige Earth Overshoot Day fällt auf den 29. Juli, das früheste Datum in der Geschichte der Menschheit
Der Ecological Footprint zählt alle biologisch produktiven Flächen zusammen, die von Menschen beansprucht werden: für Lebensmittel, Holz, Fasern, CO2 Absorption und Unterbringung der Infrastruktur. Derzeit machen die CO2-Emissionen der Fossilenergie 60 Prozent des ökologischen Fussabdrucks der Menschheit aus.
Menschheit nutzt die Natur 1,75-mal schneller, als sich Ökosysteme regenerieren können

Südtirol schlägt in Rom ein Treffen zwischen Vertretern aus Italien, Österreich und Deutschland vor
Mittwoch (24. Juli) hat sich Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider bei der Koordinierungssitzung der Verkehrsminister der Regionen in Rom für eine Wiederbelebung des Dialogs rund um den Brennerkorridor stark gemacht. Dazu sollen neue, abgestimmte Initiativen zwischen Italien, Österreich und Deutschland unter Einbindung der Regionen und der Europäischen Union in die Wege geleitet werden. Ziel müsse es sein, eine nachhaltige Weiterentwicklung des Straßen- und Eisenbahnnetzes und den Umstieg von der Straße auf die Schiene voranzutreiben, um die Brennerachse zu einem Green Corridor zu machen. Bereits Anfang Juli hatte Alfreider dieses Anliegen bereits auf europäischer Ebene in Brüssel deponiert.
Brennerachse soll Green Corridor werden

Der „Greta-Effekt“: Mehr Bewusstsein für Klimaschutz und getrennte Sammlung
Erfreuliche Zahlen meldet die Altstoff Recycling Austria AG (ARA): Mit 539.520 Tonnen erreicht die getrennte Sammlung von Verpackungen und Altpapier im ersten Halbjahr 2019 das Niveau des Vorjahres. Der minimale Rückgang von 0,8% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 ist auf die Altpapiersammlung zurückzuführen. Dieser leichte Rückgang bei der Altpapiersammlung (Sammelmenge: 312.830 Tonnen, minus 2,2% im Vergleich zum 1. Halbjahr 2018) – entsprechend dem Trend der letzten Jahre – betrifft Zeitungen und Zeitschriften und ist auf vermehrte Nutzung digitaler Medien zurückzuführen. Die Sammlung von Verpackungen aus Karton oder Pappe steigt durch den Online-Handel hingegen an. Die Sammelmenge an Leichtverpackungen bleibt mit 88.180 Tonnen beinahe unverändert. Glasverpackungen verzeichnen einen deutlichen Anstieg um 2,2% auf 123.400 Tonnen. Die Erfassungsmenge von Metallverpackungen nimmt auf 15.110 Tonnen zu, das ist ein Plus von 1,6%.
Österreichs Haushalte sammeln 539.520 Tonnen für Recycling

Für 2019 sind mit laufenden Kosten für die Mautpläne in Höhe von 19,3 Millionen Euro zu rechnen
In einer Sondersitzung des Verkehrsausschusses muste Bundesminister Andreas Scheuer (CSU) über die bereits abgeschlossenen Maut-Verträge berichten. Im Zentrum stand die Frage, ob Scheuer diese Abkommen voreilig abgeschlossen hat und damit Verantwortung trägt für Schadenersatzansprüche, welche die eigentlich geplanten Betreiber nun geltend machen könnten - der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte das Projekt am 18. Juni gekippt; unter anderem, weil es Autobesitzer aus dem Ausland benachteilige. Geplant war gewesen, Inländer gleichzeitig bei der Kfz-Steuer zu entlasten, so dass sie insgesamt nicht hätten draufzahlen müssen.
Sondersitzung zur missglückten PKW-Maut

Bundesregierung bekommt Quittung aus Brüssel für jahrelanges Zögern und Zaudern beim Grundwasserschutz
Die Europäische Kommission hat gegenüber Deutschland heute das Zweitverfahren wegen Verstößen gegen die Nitratrichtlinie eröffnet. Auch die Düngeverordnung von 2017 reicht nach ihrer Auffassung nicht zur Umsetzung des EuGH-Urteils aus. Das Bundesumweltministerium und das Bundeslandwirtschaftsministerium hatten im Juni, nach intensiver Diskussion mit Ländern, Verbänden und Abgeordneten Vorschläge zur Anpassung der geltenden Düngeregelungen an die Europäische Kommission übermittelt, um den Schutz der Gewässer vor dem Eintrag des Pflanzennährstoffs Nitrat zu verbessern. Auch diese Vorschläge sind aus Sicht der Europäischen Kommission nicht ausreichend.
Nitratrichtlinie: Deutschland erhält Mahnschreiben

Leistungsbetrieb kann wieder aufgenommen werden, sobald sich die Wesertemperatur entsprechend nachhaltig abkühlt hat
Aufgrund der herrschenden hohen Temperaturen rechnet die Betreiberin des Kernkraftwerkes Grohnde mit der Möglichkeit, den Leistungsbetrieb der Anlage von Freitag gegen Mittag bis einschließlich Sonntag einzustellen. Das bestätigte heute (Donnerstag) das Niedersächsische Umweltministerium als atomrechtliche Aufsichtsbehörde. Derzeit muss das Kraftwerk bei anhaltenden Wesertemperaturen oberhalb von 26 Grad Celsius vorübergehend vom Netz genommen werden. Diese Maßnahme wird notwendig, um die Ökologie des Flusses nicht negativ zu beeinträchtigen.
Hohe Temperaturen in der Weser: Kernkraftwerk Grohnde soll vorübergehend vom Netz genommen werden

Luftverschmutzung ist eine globale Herausforderung, die jährlich Millionen vorzeitige Todesfälle verursacht
Dies betrifft Entwicklungs- wie Industrieländer gleichermaßen

„Dicke Luft“ auf Radwegen in Städten

Umweltgefahr durch Erdgas sollte auf politische Agenda kommen
Hohe Emissionen bei Schiefergas-Fracking zu erwarten

Klimawandel verursacht dramatisches Waldsterben in unerwartetem Ausmaß
Erkenntnisse aus Naturwäldern sind enorm wichtig

Waldsterben 2.0: Naturwälder können Weg aus der Krise zeigen

Zementindustrie als Rohstofflieferant für reFuels – Flughafen Stuttgart möglicher Abnehmer für synthetisches Kerosin
Machbarkeitsstudien zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe vereinbart

Kompaktanlage zur Stromerzeugung aus biogenen Reststoffen in Südostasien in Betrieb genommen
Saubere Umwandlung von Abfall in Energie

Tierschutz: Es gibt in Deutschland und Polen zahlreiche Mängel im nationalen Recht
Kommission fordert Maßnahmen zum Schutz von Versuchstieren

Brot für die Welt legt Jahresbilanz vor – Viertbestes Spendenergebnis seit Gründung
Klimawandel lässt Hungerzahlen ansteigen

Klarer Kurs im Kampf gegen den Klimawandel gefordert

Bundesverband Solarwirtschaft gibt Mieterstromgesetz zwei Jahre nach Start schlechte Noten
Regelung zu komplex und ungeeignet, um solare Energiewende in deutschen Innenstädten zu entfesseln

BSW-Solar: Bundesregierung würgt Energiewende ab

Durch saisonale Vorhersagen erhalten Unternehmen Einblicke für ihre Planung bis zu 6 Monate im Voraus
Copernicus bietet ab sofort saisonale Vorhersagen

Oxfam kritisiert unzureichende Finanzierung durch internationale Gemeinschaft
und ruft zu schneller und groß angelegter Hilfe auf

Dürre am Horn von Afrika bedroht Leben von 15 Millionen Menschen

Signalisiert verstärktes Engagement für die Kreislaufwirtschaft
Avery Dennison wechselt zu Ellen MacArthur CE 100

Abgabemengen für Fluorchinolone und Cephalosporine der 3. und 4. Generation erstmals
unter dem Niveau von 2011

Weniger Antibiotika in der Tiermedizin abgegeben

Umweltverträglichkeitsprüfung: Kommission fordert Österreich auf, nationales Recht
mit dem EU-Recht in Einklang zu bringen

Österreichische UVP ist gegenüber Bürgerinitiativen unangemessen restriktiv

Im Interesse der Gesundheit: kein Öko-Schmäh am Mobil-WC !
Klo-Krieg-in-Niederösterreich

Kommission fordert Deutschland zur Umsetzung des Urteils wegen Verstoßes gegen
EU-Nitratvorschriften auf

EU-Beschluss: Zweitverfahren wegen Verstoß Nitratrichtlinie

Neue Forschungs-Bandlinie und Hybrid-Spritzgießmaschinen zur Unterstützung der
Portfolioanpassung an die Marktnachfrage

Covestro steigert Investitionen in thermoplastische Verbundwerkstoffe

Bei der Sanierung des Quartiers „Platensiedlung“ in Frankfurt am Main wurden über 3.100
ausgediente Fensterelemente recycelt und später wiederverwertet

57 Häuser mit jeweils 55 Fensterelementen für PVC-Altfensterrecycling

Neues AEE-Hintergrundpapier zeigt breites Spektrum an Flexibilitätsoptionen
Flexibilität für den Strommarkt der Zukunft

Studie schätzt Emissionen bei der Förderung von Schiefergas in Europa
Hohe Emissionen bei Schiefergas-Fracking zu erwarten

Bei MGG Metran setzt man seit einigen Monaten auf einen flexiblen Schredder
Schredder kann unterschiedliche Abfallfraktionen zerkleinern


ARCHIV: Donnerstag, 25. Juli 2019


Quelle: EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)
Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 20. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.
Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.