EUROPATICKER aktuell
Mittwoch, 31. Juli 2019
Rekord: Eine Million Tonnen Kompost aus Wiener Biotonnen

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Nach Austritt von großen Mengen Lagerstättenwasser im Landkreis Grafschaft Bentheim
Nach Bekanntwerden der vorläufigen Schätzung der bei der Einpressbohrung Emlichheim 132 in den Untergrund gelangten Menge Lagerstättenwasser hat das Wirtschaftsministerium weitere Maßnahmen angeordnet. Dazu gehört auch die kurzfristige Überprüfung aller Einpressbohrungen in Niedersachsen. „Die niedersächsischen Unternehmen der Erdöl- und Erdgasindustrie sind aufgefordert, bis zum 5. August Informationen zu ihren Anlagen zu liefern", sagt der zuständige Referatsleiter im Wirtschaftsministerium und Koordinator „Lagerstättenwasser", Norbert Conrad. Das Ministerium erwartet Rückmeldungen zu den verwendeten Werkstoffen für Bohrrohre, bisherigen und zukünftigen Überwachungsmaßnahmen der Erdöl- und Erdgasunternehmen sowie zu Maßnahmen zur Verhinderung von Korrosion in Einpressbohrungen.
Ministerium ordnet Überprüfung aller Einpressbohrungen in Niedersachsen an

Eine neue Ökobilanzstudie bestätigt, dass PVC-Frischhaltefolien Lebensmittel konservieren und zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung beitragen
Dies entspricht den Prioritäten und Zielen der SDGs der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals). Dies dank ihrer ökologischen / physikalischen / mechanischen Vorteile, die eine sichere und nachhaltige Verpackung gewährleisten. Jüngsten Schätzungen zufolge belaufen sich die Lebensmittelverschwendung in der EU-28 auf rund 88 Millionen Tonnen pro Jahr, was 20% der gesamten produzierten Lebensmittel entspricht.
PVC-Frischhaltefolien sind vollständig recycelbar

Wilde Müllstellen im Stadtgebiet digital und einfach melden
Gemeinsam stellten heute Dr. Axel von der Ohe, Finanz- und Ordnungsdezernent der Landeshauptstadt Hannover, Denise Hain, ÜSTRA-Vorstand Betrieb und Personal und Thomas Schwarz, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) sowie Mathias Quast, Leiter der Stadtreinigung, die Müllmelde-App im Neuen Rathaus vor. Ab sofort steht die Anwendung für alle Android-Nutzer im Playstore bereit, iPhone Besitzer bekommen sie in Kürze im App Store.
Hannover sauber!: Müllmelde-App startet


In technischer Hinsicht erlebt der Winterdienst einen tiefgreifenden Wandel. Dies betrifft zum einen die zunehmende vorbeugende Streuung. Auch die Fahrzeuge selbst werden immer sicherer und intelligenter. Die Automatisierungsmöglichkeiten verringern die Umweltbelastungen durch Salze und verbessern gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit. Neue Assistenzsysteme schaffen mehr Sicherheit auf der Straße.
Wetterdienste nutzen und in der Praxis einsetzen

Engagement gegen Menschenrechtsverstöße in den Lieferketten Kontinuierlicher Ausbau des nachhaltigen Produktsortiments
Klare Ziele zur Reduktion von Verpackungsabfall

ALDI würde immer nachhaltiger – darüber berichten die Discounter jetzt in ihrem aktuellen Fortschrittsbericht im Rahmen ihrer Mitgliedschaft im United Nations Global Compact (UNGC). Vor zwei Jahren sind die Unternehmensgruppen ALDI Nord und ALDI SÜD als erste Lebensmitteleinzelhändler dem UNGC beigetreten. Mit dem Beitritt haben sie sich dazu verpflichtet, zehn universelle Nachhaltigkeits-Prinzipien der UN im täglichen wirtschaftlichen Handeln umzusetzen und regelmäßig darüber zu berichten.
UNGC-Fortschrittsbericht 2018 veröffentlicht: ALDI erzielt nachhaltige Erfolge

BWIHK: CO2-Bepreisung ist kein Instrument für übereilte oder einfache Lösungen sondern muss sorgfältig auf ihre Wirkungen hin geprüft werden
Die deutsche Industrie müsste nach einer Studie der LBBW ihre Anstrengungen beim Umweltschutz mindestens verdoppeln, wenn sie ihre Reduktionsziele beim umweltschädlichen Kohlendioxid (CO2) noch erreichen will. Die zögerliche Senkung des CO2-Ausstoßes gefährdet nach Ansicht der Experten außerdem nicht nur die Bewertung der Unternehmen am Kapitalmarkt. Zugleich lassen die Unternehmen Chancen ungenutzt, die sich auf dem stetig wachsenden Markt für Umweltschutzprodukte ergeben.
LBBW Research: Unternehmen werden die Klimaziele verfehlen

Raus aus der linearen Konsumlogik: Deutschland hat eine Circular Economy Initiative
Heutige Produktions- und Konsummuster folgen weitgehend einer linearen Logik: abbauen, herstellen, konsumieren, entsorgen. Konsumgüter vom Smartphone bis zur Plastiktüte verlieren bereits nach einem einzigen Nutzungszyklus durchschnittlich 95 Prozent ihres Rohstoffwertes. Gleichzeitig sind sie häufig nur gering ausgelastet. Autos zum Beispiel werden durchschnittlich nur zwei Prozent ihrer Lebensdauer gefahren. In diesem Sinne ist das heutige Wirtschaftsparadigma höchst ineffizient.
Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch entkoppeln

VKI-Erhebung: Obst und Gemüse im Supermarkt – zwei Drittel in Plastik verpackt
Beim Einkauf von Obst und Gemüse fällt viel Plastikmüll an. Das zeigt auch eine Stichprobe des Vereins für Konsumenteninformation (VKI), die im Juni 2019 in 58 Filialen von 13 Lebensmittelanbietern gezogen wurde. Dabei wurden insgesamt 1.589 Angebote an Gurken, Karotten, Paprika, Tomaten und Äpfeln in Augenschein genommen und erfasst, ob diese verpackt oder unverpackt zur Auswahl standen. Das Ergebnis: 1.050 Angebote waren in Plastikverpackungen erhältlich. Das entspricht zwei Drittel der erhobenen Ware. Nur 539 Angebote kamen ohne Verpackung aus. Besonders auffällig war der hohe Plastikanteil bei den Diskontern. Spitzenreiter war Hofer mit einem Plastikverpackungsanteil von 79 Prozent, gefolgt von Lidl mit 77 Prozent und Penny mit 74 Prozent. Aber auch die großen klassischen Supermärkte boten überwiegend verpackte Ware an: Merkur (71 Prozent), Billa (69 Prozent) und Interspar (65 Prozent). Die geringste Plastikquote wies der Bio-Supermarkt Denn‘s auf. Hier waren 16 Prozent der erfassten Obst- und Gemüsesorten in Plastik verpackt.
Plastikverpackungsanteil bei Diskontern besonders hoch

Die niederländische Abfallwirtschaft will ihre gesamte verbleibende Kapazität für die Behandlung von Abfällen aus anderen EU-Ländern einsetzen
Die EU strebt 2025 ein Recycling von 55%, 2030 ein Recycling von 60% und 2035 ein Recycling von 65% an. Größere Vorräte an Recyclingmaterial und höhere Sortierintensitäten werden jedoch dazu führen, dass immer mehr Restströme verbrannt werden. Es muss ausreichend Kapazität für die Behandlung dieser Abfälle vorhanden sein. Nach Angaben von EuRIC und CEWEP droht jedoch ein Mangel. CEWEP hat ein spezielles Tool entwickelt, um dies zu berechnen. Darüber hinaus bedeutet der wirtschaftliche Aufschwung der letzten Jahre, dass noch mehr Abfälle anfallen. Außerdem verbleiben in Europa immer mehr Abfallströme, da verschiedene asiatische Länder diese nicht mehr zur Behandlung verwenden möchten.
In Europa droht ein Mangel an Abfallbehandlungskapazitäten

11. Würzburger Verpackungsforum

Seit dem 1. Januar 2019 gelten mit dem Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes weitreichende neue Regeln. So müssen deutlich mehr Verpackungen recycelt werden. Zudem sieht das Verpackungsgesetz vor, dass sich die Systeme mit den Kommunen zu Details einer möglichst effizienten und bürgerfreundlichen Verpackungserfassung abstimmen. Das betrifft u. a. auch die Frage, in welchen Gefäßen – Sack oder Tonne – oder in welchen Abfuhrintervallen die Verpackungsabfälle erfasst werden sollen.
9 Monate Verpackungsgesetz – Erfahrungen und Konsequenzen

Regelungen zur Europäischen Bankenunion bei strikter Auslegung nicht kompetenzwidrig
Die Europäische Union hat durch die Regelungen zur Europäischen Bankenunion, namentlich zum Einheitlichen Bankenaufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism, SSM) und zum Einheitlichen Abwicklungsmechanismus (Single Resolution Mechanism, SRM), bei strikter Auslegung ihre durch die Verträge zugewiesenen Kompetenzen nicht überschritten. Die SSM- und SRM-Verordnung berühren auch nicht die Verfassungsidentität. Dies hat der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts mit heute verkündetem Urteil entschieden. Danach überschreitet die SSM-Verordnung nicht in offensichtlicher Weise die primärrechtliche Ermächtigungsgrundlage des Art. 127 Abs. 6 AEUV, da sie der Europäischen Zentralbank (EZB) die Aufsicht über die Kreditinstitute in der Eurozone nicht vollständig überträgt.
Bundesverfassungsgericht: Bankenunion ist verfassungsgemäß

Abfallwirtschaft, österreichische Abfallverbände, Städtebund, Gemeindebund fordern 75% Batteriesammelquote
Mit dem Anteil der leichtentzündlichen Lithium-Batterien, die im Restmüll landen, steigt die Brandgefahr im Alltag. Die Montanuniversität Leoben schätzt, dass jährlich rund 1,4 Millionen Stück falsch entsorgt werden. Sie sind die Ursache für eine rasante Zunahme von Bränden in zahlreichen Entsorgungsbetrieben. Diese schlagen Alarm und fordern gemeinsame Bemühungen zur Erhöhung der Batteriesammelquote von derzeit 45 auf mindestens 75 Prozent.
Steigende Brandgefahr durch Lithium-Batterien

Wiener Kompost als Klimaschützer: CO2-Einsparung von 9.000 Tonnen jährlich
1 Million Tonnen Kompost – diese Menge wurde seit Einführung der Bio-Abfall-Sammlung 1991 in Wien bisher produziert – aus Gurkenschalen, Apfelbutzen, Salatblättern, Fallobst, Strauch-oder Grünschnitt. Der in den Biotonnen gesammelte Bio-Abfall wird im Kompostwerk Lobau, der größte Behandlungsanlage Europas für biogene Abfälle mit offener Rotte, zu hochwertigem Kompost, der auch im Biolandbau eingesetzt werden kann. „Die Verwertung der Biotonnen trägt auch entscheidend zum Klimaschutz in Wien bei. So werden durch die Kompostierung und der Kompostanwendung 9.000 Tonnen CO2 eingespart“, so Umweltstadträtin Ulli Sima.
Rekord: Eine Million Tonnen Kompost aus Wiener Biotonnen

Hitzewelle in Deutschland erreicht neue Dimensionen
Ähnlich wie im außergewöhnlich heißen Sommer 2018, so rollte auch im letzten Julidrittel 2019 eine große Hitzewelle heran. „Drei Tage in Folge 40 Grad, dabei 25 Mal Höchstwerte von 40 Grad und mehr. Das geht in die meteorologischen Geschichtsbücher ein“, sagt Andreas Friedrich, Pressesprecher des Deutschen Wetterdienstes. Besonders im Westen brachen reihenweise die bisherigen Rekorde. Mit 42,6 °C wurde dabei in Lingen im Emsland der alte deutsche Spitzenwert um mehr als 2 Grad übertroffen. Ansonsten verlief der Juli bei einem deutlichen Niederschlagsdefizit insgesamt sonnenscheinreich. Dies meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.
Deutschlandwetter im Juli 2019

Aktuelle Studie: Unter den Österreichern sind Aluminiumdosen beliebt und werden in den meisten Haushalten getrennt entsorgt
Umfrage: Mit gutem Gewissen aus Getränkedosen trinken

Ziel der Kooperation ist es, die Energiebeschaffung zu optimieren
GETEC und GWG-Gruppe schließen Kooperation

BEE: Kampagne der INSM legt es auf die Sabotage der Energiewende und politischer Maßnahmen an
INSM-Standpunkt zu Klimapolitik: Deckel drauf!

Als Sammler und Recycler von Blei-Säure-Batterien agiert ECOBAT schon seit
Jahren als Marktführer in Europa

ECOBAT Logistics stellt herstellereigenes Batterierücknahmesystem

Christdemokraten: Erreichen mit „ENNI“ einen effizienten Mechanismus,
um Nährstoffüberschüsse zu minimieren

Deutschland muss seinen Nitratgehalt im Grundwasser zügig reduzieren

SPD: Erneute Elbvertiefung für Niedersachsen und das Cuxland kein Grund zum Feiern
600 Millionen Euro teuren Elbvertiefungsmaßnahmen wären verzichtbar

Strafe in Milliardenhöhe droht für nicht vorhandene Klimapolitik der letzten 20 Jahre
Treibhausgase im Verkehr steigen laut Umweltbundesamt weiter

GRÜNE zum Klimabericht: Es wird nicht ohne mutige Schritte gehen

ETH-Forscher konnten zeigen, wie schnell Stahl in unterschiedlichen porösen Materialien korrodiert
Ihre Erkenntnisse könnten neuen ökologischen Zementsorten zum Durchbruch verhelfen

Neuen Zementsorten zum Durchbruch verhelfen

Die Weltwirtschaft fusst immer noch auf den fossilen Kohlenstoffquellen Erdöl, Erdgas und Kohle
Katalysator für nachhaltiges Methanol

Bundesregierung versäumt Frist laut Klimaschutz- und Finanzausgleichsgesetz, bis
Ende Juli Maßnahmen zur Senkung zu hoher Emissionen vorzulegen

Greenpeace: Umweltministerin Patek missachtet Klimaschutzgesetz

Neben Viren oder Fäkalbakterien seien multiresistente Keime ein neues Problem.
Wissenschaftler: Multiresistente Keime machen Baden in der Elbe gefährlich

Ausblick für 2019 unverändert: moderate Steigerung von Umsatz, Ergebnis und Jahresüberschuss
HeidelbergCement mit gutem Ergebnis im ersten Halbjahr 2019


ARCHIV: Dienstag, 30. Juli 2019

Quelle: EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)
Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 20. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.
Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
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Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.