EUROPATICKER aktuell
Donnerstag, 15. August 2019
Mikroplastik rieselt mit Schnee

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Mehr als 50 Prozent weniger Treibhausgas-Emissionen: Studie bestätigt Klimaschutz-Effekte durch Recycling
Unternehmen der deutschen Kreislaufwirtschaft tragen mit ihrer Arbeit signifikant zur Entlastung des Klimas bei. Gerade auch Investitionen ins Kunststoffrecycling zahlen sich nachhaltig aus. Das bestätigt eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT: Nach Berechnungen der Wissenschaftler spart der Einsatz hochwertiger Recyclingkunststoffe mehr als 50 Prozent klimaschädliche Treibhausgas-Emissionen im Vergleich zur Verwendung von Neugranulat aus Rohöl ein. Der Einsatz des Recyclingkunststoffs Recythen sparte im Jahr 2018 im Schnitt 60 Prozent klimaschädliche Emissionen im Vergleich zur Verwendung von Neugranulat aus Rohöl ein. Die Einsparung an Primärenergie entspricht in etwa 14.000 Waschladungen. Selbst der Einsatz des relativ aufwendig produzierten Recyclingrohstoffs Procyclen sparte noch 54 Prozent klimaschädliche Treibhausgas-Emissionen ein.
Recyclingverfahren von Interseroh in Ökobilanz-Studie bewertet

20.650 öffentliche Ladepunkte in Deutschland – Zuwachs von über 50% innerhalb eines Jahres
Bundesjustizministerium muss jetzt zügig Hürden für den Aufbau privater und gewerblicher Ladeinfrastruktur beseitigen
„Innerhalb eines Jahres ist es gelungen, die Anzahl der öffentlichen Ladepunkte von 13.500 auf 20.650 zu steigern. Das ist ein Zuwachs von über 50 Prozent. Vor allem die Energiewirtschaft hat hier ordentlich Tempo gemacht – sie betreibt drei Viertel aller öffentlichen Ladepunkte“, sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Der Anteil der Schnellladestationen liegt bei rund 12 Prozent.
Elektromobilität: Neue Zahlen aus dem BDEW-Ladesäulenregister

Der Verband fordert mehr Klimaschutz statt Kommunalmonopole
Der Trend zum Staat in der Entsorgungs- und Kreislaufwirtschaft ist ungebrochen. So lag der Anteil kommunaler Unternehmen an der Restmüllsammlung in diesem Jahr mit 49 Prozent auf einem Höchststand. 10 Jahre zuvor entfielen noch 41,1 Prozent der Restmüllsammlung auf öffentliche Unternehmen.
BDE kritisiert Trend zum Staat auf dem Entsorgungsmarkt 2019

Entsorgungsverband sieht Misere in den zu große Abfallmengen die nach Deutschland importiert werden
Als "sehr kritisch" bezeichnet Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., die derzeitige Entsorgungssituation in Deutschland. Im Bereich der gewerblichen Entsorgung gebe es erhebliche Probleme. Viele Müllverbrennungsanlagen in Deutschland sind so stark ausgelastet, dass es immer schwieriger wird, den zu verbrennenden Anteil des Gewerbeabfalls in geeigneten Anlagen zu entsorgen. Das ist nicht nur ein Problem für die mittelständische Entsorgungsbranche, sondern wird über höhere Kosten auch auf die Gewerbe- und Industriebetriebe durchschlagen, ist sich Rehbock sicher.
Rehbock: Entsorgungsnotstand abwenden

Rückgang der Beanstandungen bei den Gesamtproben auf 16,9%
Auch im heurigen Jahr hat das Gesundheitsressort dem Parlament einen Lebensmittelsicherheitsbericht vorgelegt, der auf 87 Seiten einen umfassenden Überblick über die erhobenen Daten in diesem Bereich gibt. Grundlage für die Überwachung der Kennzeichnungs- und Sicherheitsregeln für Lebensmittel, Trinkwasser, Verpackungsmaterial, Spielzeug oder Kosmetika ist vor allem geltendes EU-Recht, die Kontrollen erfolgen jedoch auf nationaler Ebene. Dabei konnte im Wesentlichen an die guten Ergebnisse der Vorjahre angeschlossen werden: die Beanstandungsquote bei den als gesundheitsschädlich eingestuften Proben betrug ebenso wie 2016 0,5%, im Jahr 2017 lag sie bei 0,4%. Auch die Zahl der Lebensmittelbetriebe mit Verstößen lag nur geringfügig über dem Niveau von 2017, nämlich bei 8,5%. Im Hinblick auf die Gesamtproben kam es sogar zu einem Rückgang bei den Beanstandungen von 17,5% (2017) auf 16,9% (2018).
Lebensmittelsicherheitsbericht 2018 zieht positive Bilanz


Die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger erheben für die Leistungen der Abfallentsorgung Gebühren, die regelmäßig Gegenstand verwaltungsgerichtlicher Überprüfung sind. Das Seminar hat das Ziel auf der Grundlage der aktuellen Rechtsprechung Hinweise zu der gerichtsfesten Ausgestaltung der Satzung und der Abfallgebührenkalkulation zu geben. Gleichzeitig sollen Möglichkeiten, Spielräume und Folgewirkungen bei der Ausgestaltung von Abfallgebührenmodellen und der Gebührenkalkulation auch anhand praktischer Beispiele erörtert werden.
Aktuelle Urteile und Entwicklungen - Gestalten der Kostenrechnung - Einbeziehen politischer Gremien

ANSCHOBER: Klimakrise bedroht auch die Ernährungssicherheit
Bauernbund lehnt nationale Fleisch-Steuer ab
Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit AGES hat mit ihrer Studie „Bodenbedarf für die Ernährungssicherung in Österreich“ erstmals auch die Auswirkungen der Klimakrise auf die Bodenfruchtbarkeit untersucht. Die Ergebnisse haben wir nun gemeinsam in Linz präsentiert. Die AGES macht dabei im Fall eine Fortsetzung der bisherigen Politik schwere Auswirkungen sichtbar: vor allem in Ostösterreich sind deutliche Rückgänge der Bodenfruchtbarkeit und Ernährungssicherheit zu befürchten.
Forderung nach europaweiten CO2-Zöllen auf importierte Lebensmittel

Wissenschaftler weisen Kunststoff im Schnee der Alpen und der Arktis nach
Winzige Mikroplastikpartikel wurden in den vergangenen Jahren vielfach im Meer- und Trinkwasser und sogar in Tieren nachgewiesen. Die winzigen Kunststoffteilchen werden aber auch über die Atmosphäre transportiert und insbesondere mit dem Schnee aus der Luft ausgewaschen – selbst in so entlegenen Regionen wie der Arktis und den Alpen. Das zeigt eine aktuelle Studie von Forschenden des Alfred-Wegener-Instituts und des schweizerischen WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF in der Fachzeitschrift Science Advances.
Mikroplastik rieselt mit Schnee

Indaver mit ACCIONA gewinnt in Schottland 400 Mio. Euro an Energie aus Abfallverträgen
Montag (12.08.2019) hat Indaver einen Vertrag über den Betrieb einer Müllverbrennungsanlage für die lokalen Behörden im Nordosten Schottlands unterzeichnet. Mit dem NESS Energy-Projekt in Aberdeen mit einem Gesamtauftragswert von 400 Mio. EUR können jährlich 150.000 Tonnen Siedlungsabfälle zur Stromerzeugung verarbeitet werden. Die Räte von Aberdeen City, Aberdeenshire und Moray im Nordosten Schottlands haben sich zusammengeschlossen, um eine Abfallverwertungsanlage für nicht recycelbare Abfälle zu bauen. Das Projekt wird eine langfristige und nachhaltige Lösung für nicht recycelbare feste Siedlungsabfälle bieten, da neue Gesetze die Deponierung von Abfällen in Schottland ab 2021 verbieten werden.
Indaver unterzeichnet Vertrag für MVA in Schottland

819 Altreifen und 153 Elektrogeräte aufgefunden
2.600 Teilnehmer sammelten ein, was andere achtlos wegwerfen - Auch in diesem Jahr stieß die Aktion „Saubere Landschaft“ wieder auf eine erfreulich große Resonanz. Stets beteiligen sich Ortsgemeinden, Vereine, Schulen, Feuerwehren sowie Dorfgemeinschaften an dem Aktionstag und befreien die Wald- und Wiesengrundstücke, Grünanlagen und Bachläufe von Abfällen, die achtlos in die Landschaft geworfen wurden. „In Mayen-Koblenz sammelten mehr als 2.600 Teilnehmer in 53 örtlichen Aktionen 95 Tonnen Abfälle ein“, erklärt Niklas Kalter von der Kreisverwaltung.
Mayen-Koblenz: Gemeinsam für eine saubere Umwelt

11. Würzburger Verpackungsforum

Seit dem 1. Januar 2019 gelten mit dem Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes weitreichende neue Regeln. So müssen deutlich mehr Verpackungen recycelt werden. Zudem sieht das Verpackungsgesetz vor, dass sich die Systeme mit den Kommunen zu Details einer möglichst effizienten und bürgerfreundlichen Verpackungserfassung abstimmen. Das betrifft u. a. auch die Frage, in welchen Gefäßen – Sack oder Tonne – oder in welchen Abfuhrintervallen die Verpackungsabfälle erfasst werden sollen. Aber die Systeme hinken dem Zeitplan deutlich hinterher. Zahlreiche Fragen der Abstimmung mit den Kommunen sind noch nicht abschließend geklärt. Derzeit liegen erst wenige Abstimmungsvereinbarungen vor und Übergangslösungen stehen im Vordergrund. Insbesondere fällt es den Systemen schwer, Vereinbarungen zur Mitentsorgung von PPK zu treffen, bei denen die Masse-, Volumen- und/oder Kostenanteile nach neuer Lesart Berücksichtigung finden.
9 Monate Verpackungsgesetz – Erfahrungen und Konsequenzen

Die SRD ist auch in diesem Jahr beim Dresdner Stadtfest „CANALETTO“ vor und hinter den Kulissen aktiv.
Mehr als 500.000 Besucher werden erwartet – da fällt auch eine Menge Abfall an

Die Stadtreinigung Dresden GmbH ist nicht nur als Exklusivsponsor beim Stadtfest vom 16.08. bis 18.08.2019 vertreten, sondern auch jeden Tag in zwei Schichten aktiv, um den Gästen eine saubere Feier zu bereiten. „Damit alle Besucher unbeschwert und in einer sauberen Umgebung feiern können, sind unsere Mitarbeiter rund um die Uhr vor allem nachts und in den frühen Morgenstunden (ab 4.00 Uhr) mit moderner Technik unterwegs. Sie säubern Straßen, Plätze und entsorgen die Abfälle“, sagt Frank Siebert, Geschäftsführer der Stadtreinigung Dresden.
Stadtreinigung Dresden erwartet 60 Tonnen Abfall zum Stadtfestwochenende

Schleswig-Holsteinischer Landtag beschäftigt sich mit zwei Anträgen zur Meeresverschmutzung
Kunststoffmüll stellt für die Diversität und die Funktionalität von Meeresökosystemen weltweit eine Bedrohung dar und hat das Potential, alle marinen Lebensräume von den Küsten bis in die Tiefsee dauerhaft zu verändern. Die negativen Auswirkungen der Verschmutzung der Meere mit Plastikabfällen sind bereits durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt, aber wir kennen mit Sicherheit noch nicht alle der möglichen Folgen. Dies gilt vor allem für das Mikroplastik. Dies sind Kunststoffpartikel, die kleiner sind als 5 mm, und die zum größten Teil durch den Zerfall von großen Plastikteilen entstehen, erläutert GEOMAR das Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel dem Umwelt- und Agrarausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtags.
GEOMAR zum Gesetzentwurf "Export von Plastikmüll verbieten"

Grüne wollen umfassenden Aktionsplan zur Rettung der Wälder
Kostspielige Räumungen von Schadflächen gefährden die Entwicklung einer neuen, klimastabileren Waldgeneration. Dies zeigen Studien aus der Schweiz.Der aktuelle Wunsch mancher Waldbesitzerinnen und -besitzer auf den aktuell entstehenden, großen Schadflächen schnell Ordnung zu schaffen ist sehr kostspielig und gefährdet die Entwicklung einer neuen, klimastabileren Waldgeneration. So lassen sich die Resultate von Untersuchungen nach dem Sturm Lothar zusammenfassen. Sie sind unter dem Titel „Warum tote Käferbäume stehen lassen“ von schweizerischen Forstwissenschaftlern veröffentlicht worden. Demnach sei es offensichtlich, dass das Fällen verlassener Käferfichten nichts zur Bekämpfung beiträgt.
Tote Bäume schützen den Waldjungwuchs vor Klimaextremen

Löschflugzeuge aus Italien und Spanien angefordert
EU unterstützt Griechenland im Kampf gegen Waldbrände

Forscher fordern gezielt nachhaltige Entwicklung, die bedachtes Angehen des Problems braucht
Umweltkriminalität kostet Weltwirtschaft Milliarden

Deutsche Umwelthilfe und Grüne Liga: Sicherheitsbetrieb im Tagebau aufgrund jahrelanger Versäumnisse notwendig
Vorsorgemaßnahmen betreffen geotechnische Sicherheit im Tagebau Jänschwalde

Tagebau Jänschwalde: LEAG setzt Anordnung zum Sicherheitsbetrieb um

Die familiäre Rollenaufteilung der Leistungsberechtigten beeinflusst den Vermittlungsprozess
Beratung und Vermittlung in Jobcentern

Roller werden von den Verleihfirmen mittels Diesel- oder Benzinfahrzeugen abends eingesammelt
E-Scooter nachhaltig und umweltfreundlich betreiben

Über 1.600 Teilnehmer stimmten auf www.nachhaltigkeit.at ab
Bundesministerin Patek: „Bestätigung für erfolgreiche Maßnahme“ – Stoffsackerl-Challenge

BMNT-Voting: 96 Prozent befürworten Plastiksackerl-Verbot

Thüringen: Im Wohnungsbau insgesamt werden 2 743 Wohnungen dem Wohnungsmarkt zugeführt
Holz immer beliebter als vorwiegend verwendeter Baustoff bzw. Tragkonstruktion

Lage in den beiden Flussgebieten Spree und Schwarze Elster ist nach wie vor sehr angespannt
Niedrigwasser im Spree- und Schwarze Elstergebiet: Arbeitsgruppe stimmt Maßnahmen ab

Trendanalyse sowie Ergebnisse für ausgewählte Umwelt- und Nachhaltigkeitsindikatoren
Umweltindikatoren im Ländervergleich

Spuren eines Asteroideneinschlags in marinen Sedimenten nachgewiesen
Weltraumforschung auf dem Meeresboden

Neue Studie zu Korallenwachstum in Zeiten des Klimawandels
Grenzen der Anpassung bei Steinkorallen

Mit Erneuerbaren Energien die Ernährung im tropischen Klima Westafrikas sichern und
Landflächen intelligent nutzen

Gewächshäuser mit "Sonnendach" und solare Trocknung für das 21. Jahrhundert

Plattform Erneuerbare Energien BW fordert mehr Wärmenetze und Holzheizkraftwerke
Wärmeoffensive für wirksamen Klimaschutz in Baden-Württemberg

Interseroh gewinnt ARC Award für das Nachhaltigkeitsmagazin 2018
33. Internationale „Annual Report Competition“ (ARC)

Deutschlands Waldbesitzer und Förster sind alarmiert: Die Mischung macht‘s
Ingolstadt: Forstamt setzt im Neubau auf verschiedene Baumarten

Schutz von Arten, Lebensräumen und Ökosystemleistungen unter sich ändernden klimatischen Bedingungen
Naturschutz im Klimawandel: Bremer Projekt mit Vorbildcharakter

Intensive Nutzung ist mitverantwortlich für den Klimawandel und Verlust der Artenvielfalt
Wiederherstellung von Lebensräumen auf Hochmoorgrünland

Analyse „Die Kohlekommission. Ihre Empfehlungen und deren Auswirkungen auf den
deutschen Stromsektor bis 2030“

AGORA: Was der Kohlekompromiss für Deutschlands Energiewirtschaft bedeutet


ARCHIV: Mittwoch, 14. August 2019
Quelle: EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)
Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 20. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.
Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF besteht Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG..
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.