EUROPATICKER aktuell
Donnerstag, 22. August 2019

NABU-Kreuzfahrt-Ranking 2019

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Schulze: Die Arktis verändert sich dramatisch – nicht nur durch den Klimawandel
Die Bundesregierung hat heute die „Leitlinien deutscher Arktispolitik“ verabschiedet, in denen sie sich dazu bekennt, auf einen konsequenten Klima-, Umwelt- und Naturschutz in dieser besonders sensiblen Region hinzuwirken. So soll die Seeschifffahrt in der Arktis, die mit ihren Rußablagerungen auf dem Eis zum beschleunigten Abschmelzen der Meereisflächen beiträgt, umweltverträglicher werden, und Rohstoffe nur unter höchsten Umweltstandards abgebaut werden. Auch das Engagement für die Ausweisung von Schutzgebieten und Ruhezonen zum Erhalt der einzigartigen arktischen Biodiversität und Sondergebieten mit strengeren Regeln für das Einbringen von Abwasser und Abfällen oder zur Minderung von Schwefel- und Stickoxiden sind damit als gemeinsame Anliegen der Bundesregierung verankert. Für eine nachhaltige Entwicklung der Arktis bilden das Vorsorge- und Verursacherprinzip die Grundlage allen umweltpolitischen und wirtschaftlichen Handelns. Federführend für die Leitlinien ist das Auswärtige Amt.
Bundesregierung beschließt neue Leitlinien der Arktispolitik

Erweiterung des Leistungsspektrums durch Kunststoffrecycling von PE-LD Produkten
Die REMONDIS Recycling GmbH & Co. KG hat rückwirkend zum 1. Januar 2018 die Geschäftsanteile der Pakufol Folienprodukte GmbH, der Depner Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG sowie der Depner Verwaltungs GmbH im Rahmen eines Share Deals vollumfänglich erworben. Durch das damit erzielte Kunststoffrecycling von PE-LD Produkten realisiert REMONDIS Recycling eine vertikale Integration entlang der Wertschöpfungskette, was die umfassenden Weiterentwicklungen und stetigen Bemühungen von REMONDIS in Richtung eines 100-prozentigen Kunststoffrecyclings wiederspiegelt.
REMONDIS Recycling erwirbt Pakufol und Depner

Mecklenburg-Vorpommern will nach Vorwürfen Müllmengen bereits ab 2020 um 25 Prozent reduzieren
und Müllannahme aus dem Ausland untersagen und die Sicherheit verstärken

Die Deponie Ihlenberg des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Selmsdorf (Kreis Nordwestmecklenburg) soll im Jahre 2035 geschlossen. Das hat Finanzminister Reinhard Meyer (SPD) am Dienstagabend angekündigt. Auslöser ist ein Papier des ehemaligen Chef-Kontrollers Stefan Schwesig, Ehemann der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Der kam zu dem Schluss, dass die Deponie zu viel giftigen Müll einlagert und dass es beim Betrieb zu einer Gefährdung von Menschen und Umwelt kommt.
Giftmüll-Deponie Ihlenberg soll 2035 geschlossen werden

Reduktion des Eintrags von Plastik über das Abwasser in die aquatische Umwelt
Zusammen mit dem Abwasserverband Braunschweig unterstützt die zur Veolia-Gruppe gehörende Stadtentwässerung Braunschweig (SE│BS) das Forschungsprojekt REPLAWA zur Verringerung des Eintrags von Plastik in Gewässer. Das Projekt bearbeitet unter anderem das Institut für Siedlungswasserwirtschaft der Technischen Universität Braunschweig. Da die Entfernung von Mikroplastik bisher kein Reinigungsziel in der Abwasserbehandlung ist, untersucht das REPLAWA-Projekt, inwieweit herkömmliche Kläranlagen sowie nachgeschaltete Filtrationstechniken Mikroplastik aus dem Abwasser entfernen und entwickelt Strategien zur Reduzierung von Plastikeinträgen sowie zur Sensibilisierung von Entscheidungsträgern und Anlagenbetreibern.
Forschungsprojekt zum Rückhalt von Mikroplastik gestartet

Stand der Technik und Bewertung möglicher Konzepte

Drohende Fahrverbote in den Städten und Luftreinhaltekonzepte sind nur zwei Schlagworte, die uns zum Handeln zwingen. Neben der verkehrsrechtlichen Notwendigkeit den Fuhrpark so zu entwickeln, dass er nicht von Fahrbeschränkungen betroffen ist, sind weitere Aspekte von Bedeutung. Die Kommunalwirtschaft steht für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Einen besonderen Stellenwert nehmen dabei als Vorreiter und Impulsgeber die öffentlichen Entsorgungsunternehmen ein. Doch wie gelingt es der Entsorgungswirtschaft gleichzeitig innovativ als auch wirtschaftlich mit den neuen Antriebssystemen zu arbeiten? Der Gebührenzahler soll nach Möglichkeit nicht zusätzlich belastet werden.
Systematischer Umbau des Fuhrparks und Projektorganisation

Schilling ist das erste weibliche Senatsmitglied, in dessen Zuständigkeit die bremischen Häfen fallen
In das Amt der Senatorin wurde die Juristin Dr. Claudia Schilling gewählt. "Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des neuen Ressorts die Wissenschaftslandschaft des Landes Bremen zu gestalten und die gewichtige Rolle des Hafenstandorts weiter auszubauen", so Senatorin Dr. Schilling.
Bremen: Neue Senatorin für Wissenschaft und Häfen tritt ihr Amt an

Bundesregierung sucht KI-Leuchtturmprojekte
Das Bundesumweltministerium hat heute seine neue Förderinitiative „KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen“ gestartet. Gesucht sind Projekte, die Künstliche Intelligenz nutzen, um ökologische Herausforderungen zu bewältigen und die beispielgebend sind für eine umwelt-, klima- und naturgerechte Digitalisierung. Dazu stehen aus dem Haushalt 2019 Fördermittel in Höhe von 27 Millionen Euro bereit.
Künstliche Intelligenz für den Umweltschutz nutzen

Bisher sammelt Clean River Project durchschnittlich 30.000 Liter Plastikmüll im Jahr aus deutschen Gewässern
Ab dem 10.08.19 paddelt Stephan Horch, der Initiator des Clean River Projects, im Kajak von Koblenz nach Berlin, um auf die Plastikmüllverschmutzung unserer Gewässer aufmerksam zu machen. Rund 750 km liegen vor ihm und seinem Team. Doch er wird die Strecke nicht alleine bewältigen! Das Clean River Project möchte ein Zeichen setzen und ruft deshalb bundesweit zum Mitmachen auf!
Clean River Project macht im Rahmen seiner CleanUp Tour 2019 Station in Hannover

Der Nitratgehalt im Grundwasser übersteigt in einigen Regionen seit Jahren den zulässigen Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter
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Um den Grundwasserschutz zu gewährleisten, ist es wichtig zu verhindern, dass zu viel Nitrat über das Düngen in die Böden gelangt – der Dünger muss bedarfsgerecht bei der Pflanze ankommen, um sie zu ernähren. Dazu haben sich das Bundesagrarministerium und das Bundesumweltministerium auf verschärfende Anpassungen zur Düngeverordnung geeinigt, die auch der EU-Kommission vorgelegt werden. Das Ziel ist eine praktikable und zugleich umweltschonende Lösung.
Nitratrichtlinie: Bundesregierung schlägt weitere Anpassungen der Düngeverordnung vor

11. Würzburger Verpackungsforum

Seit dem 1. Januar 2019 gelten mit dem Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes weitreichende neue Regeln. So müssen deutlich mehr Verpackungen recycelt werden. Zudem sieht das Verpackungsgesetz vor, dass sich die Systeme mit den Kommunen zu Details einer möglichst effizienten und bürgerfreundlichen Verpackungserfassung abstimmen. Das betrifft u. a. auch die Frage, in welchen Gefäßen – Sack oder Tonne – oder in welchen Abfuhrintervallen die Verpackungsabfälle erfasst werden sollen.

Aber die Systeme hinken dem Zeitplan deutlich hinterher. Zahlreiche Fragen der Abstimmung mit den Kommunen sind noch nicht abschließend geklärt. Derzeit liegen erst wenige Abstimmungsvereinbarungen vor und Übergangslösungen stehen im Vordergrund. Insbesondere fällt es den Systemen schwer, Vereinbarungen zur Mitentsorgung von PPK zu treffen, bei denen die Masse-, Volumen- und/oder Kostenanteile nach neuer Lesart Berücksichtigung finden.
9 Monate Verpackungsgesetz – Erfahrungen und Konsequenzen

Sattelzug sollte gebrauchte Fahrzeuge nach Antwerpen/Belgien zur Verschiffung nach Afrika
Beamte des Bundesamts für Güterverkehr sowie des Landesamts für Umwelt- und Arbeitsschutz und die Polizei haben am Dienstag (20. August) auf der A62 bei Freisen einen illegalen Abfall-Transport gestoppt. Nach Angaben der Polizei sollte der Sattelzug gebrauchte Fahrzeuge nach Antwerpen/Belgien zwecks Verschiffung nach Afrika befördern.
Freisen: Gefährlicher Abfall-Transport gestoppt

Sorgsames und ressourcenschonendes Düngen sorgt für Grundwasserschutz
„Wie in großen Teilen Deutschlands sind die Nitratwerte im Grundwasser mancherorts auch in Hessen zu hoch. Betroffen sind vor allem Gebiete mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung und vielen Nutztieren. Beim Düngen kann Nitrat in unser Grundwasser gelangen. Wir müssen die Belastung des Grundwassers und der Gewässer durch Nitrat weiter reduzieren. Dazu dient unsere hessische Düngeverordnung“, erklärte Umweltministerin Priska Hinz. Die hessische Ausführungsverordnung wurde bereits in der vergangenen Woche vom Kabinett beschlossen, im Laufe der nächsten Woche tritt sie in Kraft.
Hessische Düngeverordnung vom Kabinett beschlossen

Miller: Kreuzfahrt darf nur mit Nullemissionsantrieben eine Zukunft haben
Der Kreuzfahrtmarkt boomt und belastet trotz einzelner  Verbesserungen die Luft und auch das Klima zunehmend. Das ist das Ergebnis des NABU-Kreuzfahrtrankings 2019, das der Umweltverband am heutigen Mittwoch in Hamburg vorstellte. Ein kleiner Teil der Flotte wird zwar zunehmend sauberer, das Gros der Branche setzt aber weiterhin auf Schweröl  und verzichtet auf den Einsatz von Abgastechnik. Besonders verheerend schlägt die Klimabilanz der Schiffe zu Buche, die der NABU dieses Jahr zusätzlich in den Fokus nimmt. Sämtliche der 89 bewerteten Schiffe werden mit fossilen Kraftstoffen betrieben, die enorme Treibhausgasemissionen verursachen. Einzig zwei Segelschiffe schneiden hier besser ab, entsprechen jedoch auch nicht dem gängigen Schiffstypus.
NABU-Kreuzfahrt-Ranking 2019: Die Luft wird etwas sauberer, Klimabelastung steigt

Východoslovenská energetika Holding a.s. ist in der Verteilung von Elektrizität und Erdgas tätig
RWE hat den Anteil der innogy SE von 49 % an der Východoslovenská energetika Holding a.s. (VSEH) mit Sitz in Kosice erworben. Die VSEH ist eine Holdinggesellschaft, deren Tochtergesellschaften im Bereich der Stromversorgung und -verteilung sowie im Vertrieb in der Slowakei tätig sind.
RWE übernimmt Anteil an slowakischer Holding VSE

Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: Ausgaben sollen 2020 geringfügig steigen
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) soll im kommenden Jahr 10,37 Milliarden Euro und damit knapp 128 Millionen Euro mehr als 2019 ausgeben dürfen. Mit geplanten Investitionen in Höhe von 6,93 Milliarden Euro bleibt der Einzelplan 23 des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zudem der zweitgrößte Investitionshaushalt des Bundes, wie aus dem Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2020 (19/11800) hervorgeht. Die Vorlage soll der Bundestag am Freitag, dem 13. September 2019, nach den Beratungen über sämtliche Einzelpläne des Bundes an den Haushaltsausschuss überweisen.
BMZ: Ausgaben für Krisenbewältigung und Wiederaufbau sowie Infrastruktur sollen gekürzt werden

Bundesweit mehr als 16.300 Insektenfans bei der Aktion dabei – Wanderfalter legen zu
Fluginsekten wie Schmetterlinge, Hummeln, Bienen und Fliegen wurden beim NABU-Insektensommer 2019 am häufigsten beobachtet. In Baden-Württemberg hat die westliche Honigbiene die Nase vorn. Sie nimmt sowohl im Frühsommer als auch im Hochsommer den Spitzenplatz ein. Auf den Plätzen zwei und drei folgen im Juni der Kleine Kohlweißling und die Ackerhummel. Im August beobachten die Insektenfans im Südwesten zudem viele Steinhummeln und Wildbienen. 
NABU-Insektensommer: Honigbiene fliegt im Südwesten auf Platz eins

Knapp vier Wochen hat es gedauert, bis der neue Premierminister sich endlich offiziell
mit seinen Forderungen an die EU gewandt hat

Brexit: Backstop nötiger denn je

Maßnahmen zum Schutz der Bestände im Naturschutzgebiet
Ingolstadt: Pflege- und Entwicklungsplan für Donauauen an der Kälberschütt erstellt

Bundesagrarministerium unterstützt die Viehhalter – Verordnung erleichtert Futtergewinnung
Vorrangflächen dürfen mit Zwischenfruchtmischungen für Futterzwecke genutzt werden

Landgericht Osnabrück weist Klage ab: Blindgänger vom Kampfmittelräumdienst kontrolliert gesprengt
Keine Schadensersatzansprüche nach Sprengung eines Blindgängers

Fusion ist bedeutsam für die Energiewende und die umweltpolitischen Ziele der Bundesregierung
Bundesminister springt über seinen Schatten: Zollern/Miba dürfen fusionieren

Resolution der Präsidenten der Ostdeutschen Handwerkskammern
Für gleiche Lebensverhältnisse in Ost und West

Besonders am Herzen liege Ritter die Digitalisierung
Mainz: Simone Ritter ist neue Leiterin der Abteilung Wirtschafts- und Strukturförderung

Initiative beendet Unterschriftensammlung erfolgreich
BUND Berlin fordert Handlungsprogramm für effektiven Klimaschutz

Nachhaltigkeitsministerin lobt CO2 Einsparung von 1,39 Millionen Tonnen und kündigt Fortführung bis 2030 an
Patek: klimaaktiv Paktpartner erreichen Klimaziele bereits jetzt

Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW erteilt Zuschlag im Rahmen der Ausschreibung für „besondere netztechnische Betriebsmittel“
EnBW baut neues Gasturbinenkraftwerk als sogenannte Netzstabilitätsanlage


ARCHIV: Mittwoch, 21. August 2019

Quelle: EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)
Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
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Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 20. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.
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