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28.000 Mitarbeiter der privaten Abfallwirtschaft garantieren auch in Zeiten der Corona-Krise Entsorgungs-
sicherheit, ihr gesundheitlicher Schutz hat dabei oberste Priorität
Abfallwirtschaft hat zentrale Bedeutung für die Aufrechterhaltung der Versorgung in Österreich

Die privaten und öffentlichen Unternehmen der Abfallbranche leisten in der derzeitigen Krisensituation einen wesentlichen Beitrag, wenn es darum geht die öffentliche Versorgung – zu der auch die ENTsorgung zählt – zu gewährleisten. Die Aufrechterhaltung der öffentlichen Hygiene ist zudem ein Schlüsselfaktor im Bereich der öffentlichen Gesundheit und der Umwelt-Hygiene. Sie ist ein komplexer Kreislauf, der nur aufrecht erhalten bleibt, wenn die unterschiedlichen Betriebe die Entsorgungskette sichern, indem sie ihre Dienstleistungen unablässig durchführen.

Entsorgung von Hausmüll und gefährlichen Abfällen gesichert
Betriebe, die Dienstleistungen in den Bereichen der privaten Müllabfuhr und Entsorgung erbringen, sind daher nicht von den angeordneten Betriebsschließungen betroffen. Zudem sind bereits einige Sonderregelungen in Kraft getreten. Damit ist gewährleistet, dass die Entsorgungswirtschaft weiterhin einwandfrei funktioniert und alle Dienstleistungen im üblich erforderlichen Ausmaß für die österreichische Bevölkerung aufrecht erhalten bleiben. Die Sicherung des stabilen Betriebes für die geregelte Abholung des Hausmülls bis hin zur Entsorgung von gefährlichen Abfällen aus Gewerbe und Industrie ist dabei jetzt vorrangig. Daher ist die Klarstellung, dass die Abfallwirtschaft Teil der kritischen Infrastruktur ist, unerlässlich.

Schutz der Mitarbeiter ein wichtiger Faktor
Unternehmensintern werden alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um die Mitarbeiter zu schützen. Darüber hinaus ist unter anderem eine rasche Testung bei Verdacht auf eine Infektion zwingend erforderlich.

„Die österreichische Abfallwirtschaft ist gut organisiert und im ständigen Kontakt mit den zuständigen Behörden“, betont Helmut Ogulin, Obmann des Fachverbandes Entsorgungs- und Ressourcenmanagement der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). „Die gute Vernetzung zwischen privater und öffentlicher Entsorgungswirtschaft zeichnet die Abfallwirtschaftsbranche in Österreich aus. Dennoch benötigen wir Unterstützung in dieser außergewöhnlichen Situation. Wichtig ist zu erkennen, dass die Abfallwirtschaft ein wesentlicher Bestandteil der Versorgungssicherheit ist. Überall wo eine Versorgung gegeben sein muss, bedarf es auch einer zeitnahen und vor allem richtigen Entsorgung,“ schließt Ogulin.

Dank an Alle, die Entsorgung von Haus- und Gewerbemüll sicherstellen!

Am Weltrecyclingtag garantiert die private und kommunale Abfall- und Ressourcenwirtschaft gemeinsam, dass sowohl Hausmüll als auch Gewerbeabfall weiterhin abgeholt und entsorgt werden. Als Teil der kritischen Infrastruktur sind rund 28.000 Mitarbeiter der privaten österreichischen Entsorgungsbetriebe weiterhin Tag für Tag im Einsatz, um die Entsorgungssicherheit zu gewährleisten. Ihr gesundheitlicher Schutz hat dabei oberste Priorität, sie werden über die notwendigen Schutzmaßnahmen aufgeklärt und sensibilisiert. Hans Roth, Präsident des Verbands Österreichischer Entsorgungsbetriebe: „Unser Dank gilt all unseren Mitarbeitern, ihr unermüdlicher Einsatz stellt einen zentralen Faktor in der jetzigen Notsituation dar. Der Zusammenhalt der Branche ist beeindruckend und ich bin mir sicher, dass wir die kommenden herausfordernden Wochen gemeinsam optimal meistern werden.“

Branche entsorgt zwei Drittel des Abfalls

Die kommerziell geführten Unternehmen der Abfall- und Ressourcenwirtschaft sind für die Entsorgung von Gewerbe- und Industrieabfall als auch – in Zusammenarbeit mit zahlreichen Kommunen – von Hausmüll zuständig. Die Branche beschäftigt direkt 28.000 Mitarbeiter, entsorgt rund zwei Drittel – das sind weit über 50 Millionen Tonnen – des gesamten in Österreich anfallenden Abfalls in 1.100 High-Tech-Anlagen und erwirtschaftet Umsätze in der Größenordnung von 4 Mrd. Euro pro Jahr. Die Regierung hat erst vor wenigen Tagen per Verordnung geregelt, dass aufgrund der aktuellen Situation nur mehr bestimmte Betriebsstätten geöffnet bleiben dürfen – darunter zählen auch die Abfallentsorgungsbetriebe. „Das bedeutet, dass wir auch weiterhin unsere Verantwortung sehr ernst nehmen, die Entsorgungssicherheit in Österreich zu gewährleisten.“ Dazu gehört sowohl die Sammlung, aber auch Trennung, Verwertung und das Recyceln von Abfall. Sollten zusätzliche Entsorgungsdienstleistungen benötigt werden, bitten die Entsorgungsbetriebe um direkte Kontaktaufnahme.

Weltrecyclingtag: Markt für Sekundärrohstoffe stärken!

Durch das Recycling entstehen Sekundärrohstoffe, sogenannte Rezyklate, die im Sinne der Kreislaufwirtschaft wieder zum Einsatz kommen. Am heutigen Weltrecyclingtag erinnert der VOEB daran wie wichtig es ist, die Rahmenbedingungen für einen starken Markt für Sekundärrohstoffe zu fördern. Roth: „Das wird nicht ohne eine verpflichtende Quote für den Einsatz von Rezyklaten in der industriellen Produktion gehen. Auch die öffentliche Beschaffung muss mit Vorbildwirkung vorangehen und nachhaltige Produkte aus Rezyklaten priorisieren.“ Weitere Maßnahmen reichen von Informations- und Beratungskampagnen für die Bevölkerung, um die Nachfrage nach recycelten Produkten zu steigern, bis hin zu innovativem Produktdesign. All diese strukturellen Änderungen können die Schaffung eines Sekundärrohstoff-Marktes positiv beeinflussen.

erschienen am: 2020-03-23 im europaticker



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