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Die Aktion Earth Hour begann 2007 im australischen Sydney und weitete sich schnell
zu einem globalen Phänomen aus
Bonn beteiligt sich an Earth Hour 2020

Die Stadt Bonn beteiligt sich zum zwölften Mal an der „Earth Hour“, der weltweiten Klimaschutzaktion der Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF). Um ein Zeichen gegen die Verschwendung von Ressourcen und für den Klimaschutz zu setzen, ruft der WWF zum 14. Mal dazu auf, für eine Stunde lang das Licht auszuschalten. Deshalb wird am Aktionstag, Samstag, 28. März, von 20.30 bis 21.30 Uhr an bekannten städtischen Gebäuden die Beleuchtung ausgeschaltet.

„Zeit zu handeln! Für einen lebendigen Planeten“ appelliert der WWF mit seinem diesjährigen Motto an die politischen Entscheidungsträger. Die Botschaft ist in Bonn schon längst angekommen. Nach der Erklärung des Klimanotstandes durch den Bonner Stadtrat stellte die Stadtverwaltung Anfang des Jahres einen Katalog mit 150 konkreten Vorschlägen vor, die sie unter Beteiligung aller Dezernate erarbeitet hat. Bereits im Februar 2019 hatte Bonn zudem eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet. Sie ist Bonns Beitrag zur systematischen Umsetzung der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, die weltweit bis 2030 umgesetzt sein sollen.

In Bonn könnte aus der „Earth Hour“ sogar ein „Earth Year“ werden. Dazu erläutert Oberbürgermeister Ashok Sridharan: „Demnächst werden wir im Rat der Stadt Bonn einen Vorschlag beraten, ganzjährig auf das Anstrahlen von Sehenswürdigkeiten und öffentlichen Gebäuden sowie grundsätzlich auf gestalterische Anstrahlung zu verzichten. Ich wünsche mir, dass sich auch in diesem Jahr wieder viele Bonnerinnen und Bonner an der ‚Earth Hour‘ beteiligen. So können wir, trotz der aktuell notwendigen räumlichen Distanz, die uns die Corona-Pandemie aufzwingt, ein Zeichen für Klimaschutz und nachhaltige Zukunft und zugleich für Gemeinschaft und Zusammenhalt setzen.“

Bonn nimmt zum zwölften Mal teil
Zum zwölften Mal löscht die Stadt die Beleuchtung an Rathäusern, Kulturstätten und weiteren städtischen Gebäuden. Darüber hinaus werden die Stadtwerke Bonn an zahlreichen prominenten Gebäuden und Denkmälern die Anstrahlbeleuchtung abstellen.

Im Dunkeln bleiben sollen folgende Gebäude:
Akademisches Kunstmuseum, Altes Rathaus, Beethoven-Denkmal Münsterplatz, Beethoven-Haus, Christusbrunnen, Clemens-August-Platz, Ernst-Moritz-Arndt-Haus, Baumanstrahlung Friedrichstraße, „Köpfe“ Friedrichstraße/Bonngasse, Godesburg, Hauptpost, Koblenzer Tor, Kreuzbergkirche, Kreuzkirche, Baumanstrahlung Martinsplatz, Kunstmuseum, Museum Koenig, Namen-Jesu-Kirche, Poppelsdorfer Schloss, Römerkran, Schumannhaus, Sankt-Aegidius-Kapelle, Sankt-Elisabeth-Kirche, Sankt-Laurentius-Kirche Lessenich, Sankt-Petri-Kirche Lengsdorf, Sankt-Remigius-Kirche, Sterntor, Stiftskirche und das Hauptgebäude der Universität.

UNO, Deutsche Post und Deutsche Telekom beteiligen sich
Die Deutsche Post DHL hat zugesagt, dass der Post-Tower ebenfalls dunkel bleibt. Die Deutsche Telekom wird sich mit ihrer Zentrale und dem Office-Port an der Friedrich-Ebert-Allee, der Brücke über die Bundesstraße 9 und dem T-Mobile-Gebäude am Landgrabenweg beteiligen. Auch die Vereinten Nationen unterstützen die Aktion erneut, weshalb der Lange Eugen auf dem UN Campus dunkel bleiben wird. Zudem hat die Stadt Bonn Kontakt zu den Bonner Ministerien aufgenommen und ebenfalls darum gebeten, die Beleuchtung für die Earth Hour auszuschalten.

Hintergrund: Aktion Earth Hour
Die Aktion Earth Hour begann 2007 im australischen Sydney und weitete sich schnell zu einem globalen Phänomen aus. Ein Jahr später schalteten bereits Millionen Menschen in 35 Ländern für eine Stunde das Licht aus, um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Im Jahr 2009 beteiligten sich mit Bonn, Berlin und Hamburg erstmals deutsche Städte an der internationalen Aktion.

An der vergangenen Earth Hour 2019 nahmen weltweit Millionen Menschen aus mehr als 180 Ländern teil. Weitere Informationen zur Aktion gibt es unter www.wwf.de/earthhour.

Klimaschutzaktivitäten der Stadt Bonn und Nachhaltigkeitsstrategie
Die Stadt Bonn engagiert sich seit Mitte der 90er Jahre im Klimaschutz und übernimmt lokal Verantwortung, die Ursachen und Folgen des Klimawandels zu bekämpfen beziehungsweise einzugrenzen. Die Stadt verfolgt in zahlreichen Projekten und Maßnahmen ehrgeizige Klimaschutzziele und informiert und beteiligt die Öffentlichkeit in Veranstaltungen und Mitmach-Projekten. Zur Koordinierung der Aktivitäten hat die Stadtverwaltung Bonn eine eigene „Leitstelle Klimaschutz“ eingerichtet, die verschiedene Projekte und Maßnahmen der Stadt koordiniert und sich mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft vernetzt. Weitere Informationen sind auf www.bonn.de/klimaschutz abrufbar.

Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Bonn findet man unter www.bonn.de/nachhaltigkeitsstrategie.

erschienen am: 2020-03-24 im europaticker



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