europaticker:
Die Fortsetzung der Verbotspolitik geht am Ziel vorbei
AGVU fordert mehr Augenmaß beim EU-Vorstoß zur Kreislaufwirtschaft

Die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich auf Veränderungen beim Produktschutz einstellen: Am 11. März hat die Europäische Kommission Pläne für neue gesetzliche Regelungen zum Umgang mit Verpackungsmaterialien und zur Förderung der Kreislaufwirtschaft enthüllt.

Nach dem schon beschlossenen Verbot von Einwegbesteck und Trinkhalmen erwägt die EU-Kommission nun ein Verbot ganzer Verpackungslösungen aus Kunststoff. Die AGVU positioniert sich klar gegen diese Pläne: „Solche Verbote haben nichts mit Klimaschutz zu tun. Statt Kunststoff zu verteufeln, müssen wir die Produkte als Ganzes sehen. Dazu gehören neben der Verpackung auch die Herstellung und die Transportwege“ betont Carl Dominik Klepper, Vorsitzender der AGVU. Denn gerade bei Obst und Gemüse verbessern optimierte Verpackungen die CO2-Bilanz um teilweise mehr als ein Drittel, da sie Beschädigungen und schnellen Verderb verhindern.

Dass die EU-Kommission bis 2030 den Restmüll um die Hälfte reduzieren will, begrüßt die AGVU ausdrücklich: Um dieses Ziel zu erreichen müssen alle Akteure gemeinsam daran arbeiten, Abfälle als Wertstoffe zu behandeln und die Produktkreisläufe zu schließen.

Auch die geplante Stärkung des Markts für Sekundärrohstoffe, also recycelter Materialien, geht in die richtige Richtung. Zur Erreichung der ehrgeizigen Ziele, die sich die EU-Kommission für die Kreislaufwirtschaft nun steckt, müssen Sekundärrohstoffe flächendeckende Verwendung in Industrieprodukten finden. Bisher scheitert der Einsatz dieser Materialien viel zu oft an fehlenden Qualitätsstandards. Die AGVU fordert die Gesetzgeber, sowohl auf Bundes- als auch auf EU-Ebene auf, hier endlich Lösungen anzustoßen.

Die Veröffentlichung der im Aktionsplan angekündigten Gesetzesvorschläge und weiteren Maßnahmen wird gestaffelt in den nächsten 2 Jahren erfolgen.

erschienen am: 2020-03-24 im europaticker



Wir verwenden keine Cookies, weil uns das Surfverhalten von mehr als 1 Millionen Besucher monatlich nichts angeht.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag:
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)

Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 21. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: telefax@europaticker.de

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken