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bvse: Private Wertstoffhöfe arbeiten weiter
Schutz der Mitarbeiter und Kunden steht im Vordergrund
Schließung kommunaler Wertstoffhöfe zur Entzerrung der Abfallentsorgung

Aufgrund des umfangreichen Kontaktverbotes bleiben ab sofort alle Wertstoffhöfe und die Schadstoffannahme geschlossen. Illegale Ablagerungen vor den Wertstoffhöfen, auf Straßen und Gehwegen sowie in Grünanlagen sind verboten. Oberste Priorität habe für die meisten lommunalen Abfallbetriebe die Entsorgung der haushaltsnahen Abfälle. Aufgrund der aktuellen Situation werden auch keine neuen Termine zur Abholung von Sperrmüll und Elektrogroßgeräten mehr vergeben, heißt es in vielen kommunalen Meldungen.

bvse: Private Wertstoffhöfe arbeiten weiter - Schutz der Mitarbeiter und Kunden steht jedoch im Vordergrund

Immer mehr kommunale Wertstoffhöfe schließen ihre Tore für private Kunden. "Eine Tendenz, die wir mit Skepsis betrachten, auch wenn es im Einzelfall durchaus gute Gründe dafür geben mag", erklärt der bvse-Fachverband Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling. Der Schutz der Mitarbeiter hat zweifelsohne Priorität. "Wir warnen jedoch davor, die Abgabeangebote zu sehr einzuschränken, da ansonsten die reale Gefahr besteht, dass es vermehrt zu unerlaubten Entsorgungen und damit zu Gesundheitsgefahren und Umweltverschmutzungen kommen könnte", erklären Fachverbandsvorsitzender Bernhard Jehle und bvse-Vizepräsident Sebastian Will.

Der bvse-Fachverband Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling betont jedoch, dass die Annahmestellen der privaten Elektrorecyclingunternehmen und der Schrottwirtschaft soweit möglich geöffnet bleiben, um die Entsorgungsstrukturen aufrecht zu erhalten. Damit erfüllt die private Entsorgungswirtschaft eine wichtige Pufferfunktion zur Aufrechterhaltung gewisser Entsorgungsstrukturen.

Die privaten Entsorgungsunternehmen erfüllen ihre Aufgaben unter strenger Einhaltung der vom Robert Koch Institut herausgegeben Hygienevorschriften. "Es wird zum Beispiel streng auf die Einhaltung eines ausreichenden Sicherheitsabstands der Anlieferer untereinander und vor allen Dingen zwischen dem eigenen Personal und den Fremdanlieferern geachtet, indem die Laufwege und Aufenthaltsflächen gekennzeichnet sind. Bei den Kontakten des eigenen Personals untereinander wird ebenfalls streng auf die Einhaltung der Behördenempfehlungen geachtet", heißt es in der Erklärung des bvse-Fachverband Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling.


Umgang mit kontaminierten Abfällen
Die Entsorgung von in Haushalten anfallenden Abfällen, die eventuell mit dem Corona-Virus kontaminiert sind, erfolgt gemeinsam mit dem Restmüll durch den kommunalen Entsorger oder seiner beauftragten Unternehmen. Um sowohl bei den Erzeugern der Abfälle, den weiteren Nutzern derselben Restmülltonne als auch den Müllwerkern eine Gefährdung sicher auszuschließen, sollen die Abfälle nicht lose in die Abfallbehälter gegeben werden. Diese sollen stets in reißfesten und feuchtigkeitsbeständigen Tüten gesammelt und verschlossen im Restabfallbehälter entsorgt werden. Es dürfen keine losen Abfälle frei zugänglich neben den Abfallbehältern gestellt werden, um Gefahren für Dritte auszuschließen.

erschienen am: 2020-03-25 im europaticker



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