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ALBA will Kapzität für etwa ein Drittel des anfallenden Klärschlamms in Mecklenburg-Vorpommern
zur Verfügung halten

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ALBA plant Anlagenerweiterung in Ludwigslust

Die ALBA TAV Betriebs GmbH plant an ihrem Standort in Ludwigslust eine Erweiterung um eine Trocknungsanlage für kommunalen Klärschlamm. Der Umweltdienstleister betreibt „Am Alten Flugplatz“ bereits eine Abfallverwertungsanlage. In der geplanten Trocknungsanlage könnte ALBA bis zu 50.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr trocknen, was etwa einem Drittel des anfallenden Klärschlamms in Mecklenburg-Vorpommern entspricht.

Für die klimaneutrale Aufbereitung des regionalen Klärschlamms soll die Wärme, die in der benachbarten Verwertungsanlage entsteht, genutzt werden. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft wird der getrocknete Klärschlamm anschließend zur Strom- und Fernwärmeerzeugung sowie zur Rückgewinnung des wichtigen Rohstoffs Phosphor eingesetzt. Aufgrund der kurzen Transportwege spart das Trocknungsverfahren von ALBA schädliche Treibhausgasemissionen. Die anschließende thermische Verwertung trägt außerdem dazu bei, wichtige Ressourcen zu schonen, da weniger fossile Brennstoffe in herkömmlichen Kraftwerken eingesetzt werden müssen.

„ALBA steht für umfassende und nachhaltige Kreislaufwirtschaft, weswegen auch das Thema der nachhaltigen Klärschlammtrocknung für uns ein wichtiges ist“, so Rainer Wiedenbröker, Geschäftsführer der ALBA TAV Betriebs GmbH. „Unser Ziel ist es, eine umweltverträgliche Verwertung des anfallenden Materials für die Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern zu gewährleistet.“

Klärschlamm ist das Material, das nach der Behandlung von Abwässern in den Kläranlagen übrigbleibt. Bis vor kurzem wurde Klärschlamm entweder in der Landwirtschaft als Dünger verwendet oder in Müllverbrennungsanlagen mitverbrannt. Der Einsatz des Klärschlamms auf Äckern hat allerdings nachweislich zu Schadstoffen im Boden und im Grundwasser geführt und bei der Verbrennung mit anderen Abfällen gehen die wichtigen Phosphor-Ressourcen verloren. Seit Oktober 2017 gilt deswegen eine neue Verordnung, die das Phosphor-Recycling und eine umweltverträglichere Verwertung des Klärschlamms vorschreibt.

Der Bau der erweiterten Anlage in Ludwigslust zur Trocknung von regionalem Klärschlamm soll im vierten Quartal 2020 beginnen.

Bildquelle: ALBA

erschienen am: 2020-01-12 im europaticker



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