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Flutung des Salzbergwerks Niedersachsen-Riedel bei Wathlingen
K+S beantragt Einleitung standortferner Wässer

Die Firma K+S hat beantragt, für die laufende Flutung des ehemaligen Salzbergwerks Niedersachsen-Riedel bei Wathlingen künftig auch salzhaltige Wässer aus anderen Standorten einzuleiten. Dafür ist vor wenigen Tagen ein entsprechender Antrag beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie eingegangen. Die Antragsunterlagen sind noch unvollständig und werden nach entsprechendem Eingang mit den erforderlichen Ergänzungen vom LBEG geprüft.

Das Kaliwerk Niedersachsen-Riedel war vor der Stilllegung 1996/97 mit einer Teufe von 1525 Metern das tiefste Kalibergwerk der Welt. 1905 wurde mit der Abteufung des Schachtes Riedel begonnen, der Betrieb wurde 1909 aufgenommen. Von 1938 bis 1945 war dort ein Munitionslager, der am Celler Weg errichteten Munitionsanstalt, kurz MUNA, untergebracht. Dort befand sich auch eine Außenstelle des Konzentrationslagers Bergen-Belsen, deren Barackenfundamente noch heute zu sehen sind. Bei einem Explosionsunglück am 18. Juni 1946 unter britischer Besatzung, bei dem ca. 10.000 t Munition detonierten, starben in den Stollenanlagen 86 Menschen. Im Jahr 1996 wurde das Bergwerk stillgelegt. Das Vorhaben, im Bergwerk eine Sondermülldeponie einzurichten, wurde durch Proteste einer Bürgeriniative verhindert.

Die Flutung des ehemaligen Salzbergwerks Niedersachsen-Riedel wurde bereits 1994 genehmigt. Diese Verwahrungsmethode ist die übliche Vorgehensweise zur Absicherung eines Salzbergwerkes und daher gemäß der Allgemeinen Bergverordnung über Untertagebetriebe für den Unternehmer verpflichtend vorgeschrieben. Sinnvollerweise werden hierfür bevorzugt salzhaltige Wässer benutzt. Bislang ist lediglich die Einleitung von Wässern direkt vom Standort Wathlingen genehmigt, außerdem in begrenztem Umfang die Nutzung von Wasser aus der Fuhse.

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erschienen am: 2020-07-30 im europaticker



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