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Autoren der Studie untersuchen die politischen Rahmenbedingungen für Investitionen
Prognos: Deutschlands Wirtschaftsbeziehungen mit China mit Konfliktpotenzial

Im Auftrag der vbw hat Prognos die Entwicklung der wirtschaftlichen Austauschbeziehungen Bayerns und ganz Deutschlands mit China untersucht: Sowohl im Handel als auch bei den Direktinvestitionen haben diese sich über viele Jahre intensiviert.

Eine genauere Betrachtung zeigt, dass chinesische Investoren in Deutschland und Bayern vor allem an Beteiligungen oder Übernahmen von Unternehmen aus Industriebranchen interessiert sind, in denen Deutschland und Bayern technologisch führend sind. Dazu gehören insbesondere die Bereiche Maschinenbau, Automobilindustrie, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Chemie und Pharma. Ein großer Teil der ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland entfällt damit auf die in der „Made in China 2025“-Strategie (MIC 2025) festgelegten Schlüsselindustrien.

Chancen und Risiken

Auf dem Weltmarkt nimmt China eine zunehmend wichtige Rolle als Investor ein. Bayern und Deutschland stehen – als hochentwickelte Volkswirtschaften, die über zukunftsträchtige Schlüsseltechnologien verfügen – im Fokus der Going-Global-Strategie, womit die chinesische Regierung Direktinvestitionen chinesischer Unternehmen fördert. Für hiesige Unternehmen sowie den Standort Bayern bietet eine vertiefte außenwirtschaftliche Verflechtung mit China große Chancen. Gleichwohl stellen Chinas „Made in China 2025“-Strategie und die „Neue Seidenstraße“ auch ein erhebliches Risiko dar. Die MIC 2025-Strategie hat zum Ziel in „Schlüsselindustrien“ technologisch führend zu sein. Mit der Neuen Seidenstraße weitet China seinen geopolitischen Einfluss aus und sichert sich die Absatzmärkte von Morgen.

Politische Rahmenbedingungen

Neben der Entwicklung der wirtschaftlichen Austauschbeziehungen Bayerns und Deutschlands mit China untersuchten die Autorinnen und Autoren der Studie auch die politischen Rahmenbedingungen für Investitionen in beiden Ländern.
Dabei wird klar: China öffnet sich zunehmend für ausländische Direktinvestitionen, bleibt aber ein stark regulierter und von Staatsunternehmen dominierter Markt. Das von Deutschland und China offiziell proklamierte Ziel eines „level playing fields“, also möglichst ähnlichen Zugangsbedingungen zum Markt des jeweiligen Partners, ist trotz verschiedener Ankündigungen und Neuerungen bis heute keine Realität. Umso wichtiger ist vor diesem Hintergrund die europäische Ebene: „Nur mit vereinter Stimme hat Europa das erforderliche Gewicht und die Größe, um auf Augenhöhe mit China verhandeln zu können.“, meint Studienautor Johann Weiß.

undefinedDirekt zur Studie auf der vbw-Seite (PDF)
undefinedWeitere Infos (Webseite vbw)

erschienen am: 2020-07-30 im europaticker



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