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Gute Luft – auch dank Luftfiltersäulen -In Stuttgart sind insgesamt 30 Filtersäulen
in Betrieb genommen worden
CDU-Landtagsfraktion hält weitere Fahrverbote für Dieselfahrer in Stuttgart für verzichtbar

„Ich freue mich, dass die von der CDU-Landtagsfraktion vorgeschlagenen Luftfiltersäulen an den Hotspots in Stuttgart und anderen Städten so große Wirkung zeigen“, erklärte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Thomas Dörflinger mit Blick auf die am Donnerstag (6. August) vom Verkehrsministerium vorgestellten Ergebnisse. „Die CDU hatte diese und andere innovative Maßnahmen schon seit langem vorgeschlagen. Leider hat die Umsetzung durch das grüne Verkehrsministerium sehr lange gedauert, so wurde wertvolle Zeit verloren“, erklärte Dörflinger.  „Die Ergebnisse belegen das, was wir als CDU-Fraktion immer gesagt haben: Saubere Luft ist auch ohne Fahrverbote möglich.“

.Ziel ist die Verringerung der Luftschadstoffbelastung mit Stickoxiden in den Bereichen mit der höchsten Schadstoffbelastung.

Die insgesamt 30 Filtersäulen – 20 in der Hohenheimer Straße und 10 in der Pragstraße – wurden unmittelbar nach der Aufstellung im November des vergagenen Jahres in Betrieb genommen. Ziel ist die Verringerung der Luftschadstoffbelastung mit Stickoxiden in den Bereichen mit der höchsten Schadstoffbelastung, den so genannten Hotspots. Experten erwarten dort eine Minderung der Belastung mit Luftschadstoffen in Höhe von etwa fünf bis zehn Prozent. Die Projektlaufzeit beträgt zwei Jahre. Vor Ablauf der Projektlaufzeit über die Notwendigkeit zur Fortsetzung des Projekts entschieden.

Um die Einhaltung der Grenzwerte zu erreichen, setzt das Ministerium für Verkehr auf eine Kombination effizienter Maßnahmen. An den Hotspots, wo die Standardmaßnahmen nicht ausreichen und weitere Fahrverbote drohen, kommen die Filtersäulen zum Einsatz. Die Säulen wirken nicht flächig in ganz Stuttgart, sondern in den besonders hoch belasteten Straßenabschnitten über eine Länge von mehreren hundert Metern. Zwar kann man im Blick auf die Kosten zu diskutieren, nicht jedoch im Blick auf die Wirkung, betont das Ministerium für Verkehr. Die Säulen stellen eine konkrete Maßnahme zum Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner vor schädlichen Stickstoffdioxid dar.

Bei der Auswahl der Standorte wurden Bereiche mit den höchsten Schadstoffbelastungen die räumlichen Gegebenheiten vor Ort sowie sonstige zur Verfügung stehende Maßnahmen einbezogen, welche die Schadstoffe vermindern sollen. Bei der Standortfindung und der Abschätzung der Wirksamkeit sind komplexe Simulationen zum Einsatz gekommen. Diese wurden auch verwendet, um die Lärmbelastung für die Anwohnerinnen und Anwohner so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig die Wirkung zu optimieren. Die Filtersäulen laufen aus Gründen des Schutzes der Anwohner nachts, wenn wenig Verkehr ist, mit deutlich verringerter Leistung. Nachdem die Filtersäulen in der Hohenheimer Straße aufgestellt worden waren, waren im Interesse des Fußgängerverkehrs noch Korrekturen notwendig.

Um die Anwohnerinnen und Anwohner frühzeitig zu informieren, fanden im Juli 2019 in den beiden betroffenen Stuttgarter Stadtbezirken zwei öffentliche Informationsveranstaltungen mit der Landeshauptstadt Stuttgart, dem Ministerium für Verkehr und dem Entwickler und Hersteller der Säulen, dem Unternehmen Mann+Hummel statt.

CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart ergänzte, die Ergebnisse der Messungen seien ein „Sieg der Innovations- über die Verbotskultur“.  Er forderte das grüne Verkehrsministerium auf, nun endlich rasch zu handeln, um weitere Fahrverbote für Menschen mit Euro-5-Dieselfahrzeugen in der Stuttgarter Innenstadt zu verhindern. „Die Menschen haben kein Verständnis dafür, dass bei einer fast flächendeckenden Unterschreitung der Grenzwerte immer noch Verbotsschilder aufgestellt werden“, so Reinhart, „das ist eine Diskussion von vorgestern.“   Konkret forderte Dörflinger das Verkehrsministerium auf, die gesunkenen Messwerte in ein Gesamtgutachten für die Jahre 2020 und 2021 zu gießen. „Damit kann dann vor Gericht ein neuer Eilantrag gestellt werden, um die neuen Fahrverbote, die von Oktober an exekutiert werden sollen, doch noch zu vermeiden.“

erschienen am: 2020-09-13 im europaticker



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